Beiträge von noda_flake

    Ich bin ja nun ein paar Jährchen aus der positiv-Trainer-Szene raus aber vor ca 10 Jahren war da Gang und Gebe auf Vermeidung aufzubauen. Löst der Hund bei 10m aus soll man halt schauen dass man immer mindestens 11m Distanz aufbaut. Was halt genau null alltagstauglich ist und (bei mir und meinem Hund) nur zu Stress führte. Denn nichtmal am Land konnte ich so viel Distanz aufbauen. Dafür klappte hier klare Führung im Sinne von "mir ist klar dass du den anderen fressen willst aber du hast das zu unterlassen weil ich dir das verbiete" viel bessere Erfolge.

    Ist halt die Frage ob es alltagstauglich ist?

    Ich hab ja selber nen Hund der an der Leine auf Hunde reagiert aufgrund einer Mischung von schlechten Erfahrungen (angegriffen wurde) und massiver Strafe beim auslösen. Und was hat mein Hund davon gelernt?
    Wenn andere Hunde kommen gibts Ärger, die Alte regt sich total auf... was dazu geführt das sie beim nächsten Hund noch extremer und schneller ausgelöst hat.

    Ich habs lange nicht verstanden und dachte es liegt an der Stärke Korrektur. Liegt es aber nicht. Es liegt daran dass sie den Zusammenhang der Korrektur nicht versteht. Und ich nicht verstanden habe WARUM sie auslöst. Seit ich das weiss und dementsprechend handle sind unsere Hundebegnungen viel entspannter geworden. Ich muss keine 10m mehr weg gehen aber sie will und braucht eben Platz... und den kriegt sie. Was spricht da dagegen? Was ist schlimm daran zur Seite zu gehen wenns möglich ist?

    Oder mal Management zu benutzen wenns nicht möglich ist?

    Und wenn verbieten für deinen Hund besser klappt, gut. Bei uns nicht.

    Hä? Hast du den Thread gelesen? Hier haben doch mind. 95 % der User geschrieben, dass sie grundsätzlich belohnungsbasiert trainieren/aufbauen und nicht einmal erwähnt, dass belohnungsbasiertes Training sei, Hunde mit Futter vollzustopfen? Genau diese - gerne von Hardcore-Positivlern genutzte - Unterstellung macht solche Diskussionen kaputt.

    Das war generell gemeint und nicht auf den Thread bezogen. Und das sind keine Unterstellungen, sondern etwas da du im Internet ständig, überall lesen kannst :ka:

    Ja, kann man. Hab ich naiverweise bei Junghund Jin auch gemacht - unter Anleitung einer Trainerin, welche auf explizite Nachfrage die Nutzung dieses Abbruchs zum Beenden von übermütigen Aktionen von Jin gegenüber dem kleineren Ersthund frei gab. Das Ergebnis war, dass Jin erstrecht auf den Ersthund hüpfte, um eine Belohnung zu kassieren. Obwohl wir das bei der zweiten absichtlichen Aktion von Jin erkannten und danach natürlich diesen Abbruch nicht mehr anwendeten, hab ich das Verhalten lange nie komplett abgestellt bekommen - erst als ich 3 Jahre später massiv eingewirkt habe, hat Jin das Verhalten komplett eingestellt.

    Nur weil es bei dir und in der Situation nicht geklappt hat (warum auch immer, das kann hier niemand einschätzen), heisst es aber nicht das es generell nicht funktioniert. :ka:

    Ich bin ja nun schon seit einigen Jahren hier im Forum und vieles was hier um Thread bisher geschrieben wurde, wurde mir damals empfohlen als ich meinen Welpen bekommen habe. Genau die selben Formulierungen und Ansichten... und ich habe genau das getan, weil ich dachte "Wird schon richtig sein, die Leute haben ja Erfahrung" und auch aus meinem damaligen Umfeld wurde mir das so gespiegelt.

    Heute weiss ich dass das der falsche Weg war für den Hund den ich habe.

    Und was ich bei dieser positiv/aversiv Diskussion halt einfach gar nicht mag ist... das keiner zu verstehen scheint das positives Training nicht heisst dass ich den Hund mit Keksen bewerfe bis er umfällt, das ich nicht Futter nutze um ihm abzulenken usw. Das ich einen Hund, der zb ernsthaft Beschädigungsabsichten hat, nicht mit Futter bestechen kann dies zu unterlassen ist doch vollkommen klar. Und einfach total sinnfreies Argument, in meinen Augen.
    Kein guter positiv arbeitender Trainer würde sowas machen.

    Positives Training bedeutet das Training so aufzubauen dass der Hund möglichst Erfolg hat und damit belohnt werden kann für das Verhalten was wir sehen wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Positives Training heisst nicht das keine Grenzen gesetzt werden oder das nicht gestraft wird. Hundetraining ohne Strafe ist nicht möglich.


    Aber es ist ein grosser Unterschied ob ich das Training so aufbaue dass ich weiss der Hund wird's vermutlich nicht schaffen und ich strafe aktiv in dem ich positive Strafe hinzufüge (wie auch immer die aussieht) - oder ob ich sage, ich bau es so auf dass der Hund es bewältigen kann und ich ihn am Ende loben kann.

    Dauert das länger? Sicherlich.

    Ist es umständlicher? Ja, auf jeden Fall.


    Aber es ist halt auch fair und eben "nett".
    Die meisten Hunde lernen viel mehr durch positive Bestätigung als durch strafen. Strafen die oft vom Timing nicht stimmen, die der Hund nicht versteht, die vorher nicht aufgebaut wurden. Strafen die der Mensch vlt gar nicht rüber bringen kann und die dadurch ins Leere laufen.

    Einen Abbruch zb kann man auch vorher nett aufbauen und dann nutzen. Positives Training spricht absolut nicht dagegen einen Abbruch zu nutzen. Es geht um das WIE!!

    Und es ist auch was anderes ob ich im Alltag meinen Hund mal anschnauze weil ich nen schlechten Tage hab, weil ich Angst hatte weil gerade eine gefährliche Situation war... oder ob ich mein Training darauf ausrichte meinen Hund zu strafen für unerwünschtes Verhalten.


    Ich schäme mich heute sehr dafür wie ich mit meinem Hund umgegangen bin, wie sehr ich unsere Beziehung beeinträchtigt habe weil mir gesagt wurde, "Ist ein Cattle Dog, der brauch eine harte Hand" oder "Der ist respektlos und verarscht dich." und so weiter und sofort. All die Klischees die sich in der aversiven Szene so herum treiben kamen mir entgegen.

    All das stimmt nicht. Heute seh ich das und würde es nie wieder so machen.

    Ich bin definitiv Freund von positivem Hundetraining, oder sagen wir es so... so positiv wie möglich. Ich habe meinen Fokus im Training mit Cali durchaus geändert und verschoben. Und ja, ich strafe sie schon auch mal... klar passiert das im Alltag, aber ich möchte das eben nicht mehr als Trainingsweg.

    Und ich bin im Rahmen dessen auch nachsichtiger mit ihr geworden, was unsere Beziehung nachhaltig verändert hat.

    Wir waren um 07:30 das erste Mal draussen seit gestern Nachmittag. War auch dringend nötig.


    Cali hat um 21:45 noch ein bisschen Sileo bekommen, um Mitternacht haben wir uns in die Abstellkammer verzogen und da den Jahreswechsel entspannt überstanden.

    Um 01:00 bin ich dann ins Bett gegangen und Cali mitgekommen.


    Sileo scheint ihr echt geholfen zu haben - was mich sehr freut. Auch in der kleinen Dosierung.

    Und die Nachbarschaft hat nich ganz so doll geknallt dieses Jahr, keine Polenböller wo du denkt dein Haus stürzt ein.

    Cali hat um 16:00 eine Mini-Dosis Sileo gekriegt - da ich nicht genau weiss wie sie es verträgt (gestern wars okay) und es wirkt - da start ich lieber klein.

    Da muss ich grad mal nachhaken…..ich habe gehört, weiß aber nicht mehr von wem und ob zuverlässig, dass man die "richtige" Dosis geben soll, weil ansonsten die Wirkung umgekehrt sein könnte. Meine Überlegung war nämlich auch mal gewesen nur die halbe Menge zu geben.
    Du sagst es wirkt trotzdem bei euch?

    KA… also sie ist definitiv nicht aufgeregt oder ähnliches. Hat der Ta auch nichts von gesagt, hat mir sogar geraten ihr gestern (testweise) nur die halbe Dosis zu geben.

    Cali hat um 16:00 eine Mini-Dosis Sileo gekriegt - da ich nicht genau weiss wie sie es verträgt (gestern wars okay) und es wirkt - da start ich lieber klein. Gassi nach der Arbeit war nich möglich - nach 3 Böllern hatte sie nur noch Panik und wollte ins Auto.


    Zu Hause hat sie sich schnell beruhigt und dann gabs das Sileo. Es knallt hier durch gehend aber alles noch nicht in der direkten Nachbarschaft. Das nimmt sie ganz gut hin.

    Sie liegt hier, ist nicht panisch, hechelt nicht und wirkt ruhig - döst sogar ab und an. Mal sehen ob wir nachher noch eine zweite Dosis brauchen. Ich gehe fast davon aus, gegen 23/23:30.

    Was genau meinst du?


    Gegen G. laufen Ermittlungen.

    Und das tun sie nicht zum ersten Mal.
    Bisher ist da nie was bei rum gekommen, außer dass er in ein neues Bundesland zieht. Er hat selbst erzählt, dass permanent Anzeigen laufen und die immer im Sande verlaufen.

    Bisher war die Situation nicht wie sie es jetzt ist. Und erzählen kann man immer viel… nur weil er sagt das es im Sande verlaufen ist, muss das nicht wahr sein. Wenn nichts Konsequenzen hätte, müsste er ja nicht umziehen usw…


    Und wer erzählt schon offen das er Geldstrafen bekommen hat für Tierschutzwidrige Sachen, wenn man als Hundetrainer arbeitet?