Beiträge von noda_flake

    Ich finde es netter und fairer wenn der Trainingsweg so strukturiert ist das man eben nicht strafen muss.

    Manchmal ist's aber auch netter, einfach und klar zu sagen, wenn man etwas nicht möchte, z.B. (kleinen) Kindern die Kekse aus der Hand klauen. Natürlich könnt ich die Hunde bei entsprechendem Verwandtenbesuch auf das Sofa schicken oder ich lass ihnen die Freiheit, dass sie zwischen uns herum laufen, mit uns interagieren können und geb nur Bescheid, wenn sie frech werden. Sieht dann so aus: Hundenase nähert sich verdächtig der Kinderhand, "Sookie nein", Sookie bricht den Klauversuch ab und verlegt sich wieder aufs höfliche Betteln/Abwarten, erhält dafür nette Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, darf ggf. mitspielen etc. Und früher oder später fallen dann mal Kekskrümel oder auch ein ganzer Keks ab.

    Freilich Kommandos für den Sport, das "übliche" Sitz und sonstige Tricks trainiere ich vorwiegend belohnungsbasiert und versuche das Training so aufzubauen, dass dies auch problemlos möglich ist.

    Das ist was komplett anderes als wie wenn du da jetzt Wasser spritzt, was wirfst oder kA. Nichts spricht dagegen dem Hund zu sagen “lass das” wenn er das Konzept davon kennt. Ist ja am Ende ein Abbruch

    Das ist ja generell ein Problem im Hundetraining.. man ist oft so sehr in bestimmte Sachen vertieft, weil man es vlt schon seit Jahren so macht, das man nicht mehr bereit ist etwas von ausen anzunehmen.

    Oder Hunde werden nicht mehr individuell betrachtet sondern alle in ein Trainingskonzept gepresst, weil hat ja bei den anderen 20 Hunden auch so funktioniert, oder “wir haben das schon immer so gemacht”


    Das trifft auf Training im Alltag sowie im Sport zu.

    Und was ich bei dieser positiv/aversiv Diskussion halt einfach gar nicht mag ist... das keiner zu verstehen scheint das positives Training nicht heisst dass ich den Hund mit Keksen bewerfe bis er umfällt, das ich nicht Futter nutze um ihm abzulenken usw.

    Geht doch aber in beide Richtung. Mit Strafe zu arbeiten bedeutet eben auch nicht:

    "Ist ein Cattle Dog, der brauch eine harte Hand" oder "Der ist respektlos und verarscht dich." und so weiter und sofort. All die Klischees die sich in der aversiven Szene so herum treiben kamen mir entgegen.

    Das habe ich auch nicht behauptet, ich habe meine Erfahrungen geschildert.

    Positive Strafe stets und ständig :ka: ich wüsste aber auch nicht wie ich das echte Leben so kontrollieren sollte, dass ich immer rein Belohnungsbasiert auf den jeweiligen Stand des Hundes eingehen könnte. Und selbst wenn, dann bleiben noch Tagesform und Fehleinschätzungen meinerseits.

    Warum kannst du gezieltes Training nicht so gestalten?

    Wenn du ne schlechte Tagesform hast, trainierst du halt nicht gezielt an den Baustellen sondern machst was anderes.

    Fehleinschätzungen passieren, das ist ja nicht gewollt oder beabsichtigt.


    Es geht darum gezieltes Training positiv zu gestalten bzw ohne pos Strafe. Nicht um Alltag oder Notsituationen.


    Und eig geht es in dem Thread doch darum wer wie erzieht/trainiert. Und nich darum was ist besser/schlechter.

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    Nyriah "hier" -> im Forum. Ich glaube das wurde von dir sehr persönlich aufgefasst .

    Zum Rest ... grade mit der beschriebenen Vorbereitung find ich es einfach schwer nachvollziehbar wenn man sich dann dennoch schwer tut. Das ist natürlich Typsache wie schnell man was umsetzen kann, ob man eher verkopft ist etc. Aber trotz all der Vorbereitung? Das kenn ich so zu Anfang von den Leuten mit ihren Hunden die mit Problemen zu uns kommen aber da platzt der Knoten sehr schnell.

    Dazu muss ich aber nochmal was sagen: bist du noch nie, trotz Vorbereitung, du eine Prüfung gefallen? Vorbereitung wappnet einen doch nicht automatisch gegen ALLES! Hunde sind doch individuelle Lebewesen die du nicht in eine Schablone pressen kannst.

    noda_flake gehst du davon aus das User die es nicht explizit erwähnen sich nicht weiterbilden ?

    Natürlich kann man nicht von sich auf andere schließen. Das tue ich auch nicht, eigentlich ging ich davon aus das dies deutlich wurde. Spätestens jetzt müsste es das ja sein .

    Warum du so extrem betonst das es "netter und fairer " ist dem Hund Dinge wo es möglich ist nett zu erklären wenn dir ja eigentlich bewusst ist wie es läuft und man ohne Strafe nicht auskommen kann wirft das einfach Fragezeichen auf. Hier sind wohl kaum die extremen Hardliner unterwegs die du vermutlich meinst.

    Es klingt auch einfach immer etwas überheblich allgemein von " Hunde lernen über positive Verstärkung besser " zu reden wenn man da kaum Vergleichswerte hat bezogen auf Alltagserziehung . Nicht gesonderte Ausbildung, da unterscheide ich aber z.B auch .

    Es gibt einfach Hundetypen denen liegen stumpfe Verbote besser als viel Bestätigung und mitdenken . Vielleicht hab ich da aber auch zu weit gedacht beim lesen deines Beitrages und du meinst es anders, das ist ja im lesen manchmal schwerer als im direkten Gespräch.

    Wo habe ich denn impliziert das man sich nur weiterbildet wenn man das offen sagt und betont?

    Du hast scheinbar nicht verstanden worum es mir ging in meinem Post. Ich finde es netter und fairer wenn der Trainingsweg so strukturiert ist das man eben nicht strafen muss. Hatte ich eigentlich auch erklärt. Und man eben nicht absichtlich und gezielt positive Strafen einsetzt - also den Hund in Situationen bringt, nur damit dann halt strafen kann.

    Wenn ich sage “wir alle strafen” dann mein ich halt Sachen wie, wenn der Hund zb eine Erwartungshaltung hat und ich erfülle diese nicht, ist das eine negative Strafe. Das ist etwas was wir alle im Alltag machen und was du auch nicht verhindern kannst.

    Aber ich kann mich entscheiden keine positive Strafen zu verwenden, wie eben zb Leinenruck, etwas werfen, anschreien usw.

    Und nochmal, ich weiss sehr wohl das nich jeder der pos Strafe nutzt seinen Hund “schlägt” oder was auch immer und wenn man meint man will so arbeiten, okay. Ich finde es halt für mich nicht sinnvoll - wo wir bei meiner persönlichen Erfahrung sind.

    Woher du meine Vergleichswerte beurteilen kannst, weiss ich ehrlich gesagt nicht :ka: Aber darum solls hier nicht gehen.

    Um das hier aber abzuschließen, du arbeitest mit positiver Strafe und das ist okay. Ich möchte es eher nicht gerne, auch okay :bindafür:

    Dein erster Beitrag klingt da Abschnittsweise schon arg nach :ka:

    Ja es hat Vorteile mit Hunden aufzuwachsen und die immer schon lesen zu lernen . In der Zeit heutzutage wo Informationen aber sehr einfach zugänglich sind seh ich das Argument " Erst Hundehalter" so einfach nicht mehr als gut funktionierende Erklärung für mangelndes Grundwissen.

    Es war aber nicht so gemeint, ich weiss ja durchaus das "mit Strafe arbeiten nicht bedeutet "wir schlagen unsere Hunde alle Windel weich bis sie nicht mehr zucken" :ka:

    Und das mag sein, aber du kannst nicht von dir auf andere schliessen und einfach voraussetzen was für dich logisch ist. Das funktioniert so nicht, das wäre ideal. Ist aber nicht realistisch.

    Und selbst wenn man Wissen hat, kann man immer dazu lernen und entdecken dass das was man als "richtig" erachtet hat, vielleicht gar nicht richtig war. In der Hunderziehung hat sich allein in den 6,5 Jahren die ich Cali habe, so viel getan und geändert. In alle Richtungen.

    Ich hab auf niemanden gehauen, ich habe niemanden reduziert. Mit keinem Wort.

    Es ging hier um Meinungen und Erfahrungen, und ich habe MEINE geteilt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und lustig, weil ich habe kein Problem damit den Hund auch mal zu strafen... wenn es fair und sinnvoll ist. Wie gesagt, wir alle strafen - positive only gibt es nicht!