Beiträge von Degurina

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    Achso, noch ein Tipp: Bei Tedi gibt es auch hin und wieder einfaches Spielzeug. Mein Partner hat da einen Football aus Stoff gekauft, der hatte zwar ein Quietschi drin, aber das war super leise.
    Kiras Zähnen hat aber bisher kaum etwas Stand gehalten, selbst die Fressnapf-Schildkröte (diese) hat mittlerweile ein Loch.... dafür grunzt sie xD

    Weiche Fleece-Sachen mit festen Nähten halten bei ihr übrigens besser als fest Ausgestopftes aus Canvas-Stoff.

    In einem Mehrfamilienhaus (bei uns 14 Parteien im Haus) hätte man gleich eingreifen müssen.

    Bitte was?

    Kiras Verhalten ist nichts, was sofort behoben werden muss, weil sie ansonsten gehen muss. Ganz im Gegenteil. Die Schwiegereltern freuen sich natürlich nicht übers Bellen, tolerieren es aber. Das ist kein Streitthema oder so.

    Und natürlich habe ich nicht Beifall geklatscht, wenn sie gebellt hat. Die Methode "signalisieren, dass man sich kümmert" wenden wir seit Februar an, hat nur nichts geändert. Mittlerweile gibt's ein deutliches Nein, Abbruch und Wegschicken. Ändert am initialen Melden nichts, sie bellt nur immerhin nicht mehr minutenlang durch.

    Was willst du mir also durch deinen Beitrag sagen?

    Wie lange ist Kira schon bei euch?

    Seit Februar diesen Jahres.

    Wenn ich sehe, dass sie sich z.B. anspannt und irgendwas aufs Korn nimmt, reicht oft schon ein "alles ok" vorher, und sie entspannt sich wieder.

    Das hat bisher nie gereicht, aber vielleicht braucht es einfach noch mehr Zeit. Ja, vielleicht war es utopisch nach ca. 6 Monaten mit dieser Methode eine Veränderung sehen zu wollen.

    Hunde die sich schnell und oft aufregen sollten daher wirklich schlafen nach anstregenden Phasen. Nicht nur Ruhe auf der Decke halten sondern tief und fest schlafen und komplett abschalten.

    Jup, Teufelskreis... bzw. "composition of all".
    Für mich ist es bei Kira extrem schwer, die richtige Waage zwischen zu wenig und zu viel zu halten, sodass sie gut Ruhe halten kann, ohne aufgedreht zu sein oder Langeweile zu haben.

    Als Junghund hat sie viel Power, aber wenn sie z.B. an der Schlepp oder im Garten "zu viel Freiheit" hat, kippt sie schnell.


    Ich denke ich fange mir mal ein kleines Tagebuch an, wo ich quasi jeden Spaziergang, jeden Melde-Vorfall, jedes Spielen o.ä. festhalte, um zu schauen, wann sie mehr reagiert und wann weniger. Am Wochenende gehe ich z.B. anders und später spazieren als unter der Woche, dafür hat sie ggf. unter der Woche mehr Aufregung bei den Schwiegereltern.

    Das hört sich aber eher nach Frust an, als nach Territorialverhalten oder Wachen

    Ich werde es die Tage mal intensiv beobachten. In Erinnerung habe ich es so, dass sie anspannt, "die Ohren spitzt", wartet, ob es lauter (?) wird bzw. ob sie wirklich Schritte gehört hat, und dann irgendwann loslegt. Wenn ich Kira nur im Augenwinkel im Blick habe, merke ich trotzdem sofort, wenn sie anspannt, und meine das zu beobachten.

    Sie reagiert ja nicht auf jedes Geräusch oder jede Bewegung, sondern nur auf Dinge, die bedeuten, dass jemand (ein Mensch) unsere Wohnung betreten könnte (so interpretiere ich das).
    Dass sie bellt, wenn andere Hunde bellen, hm, das ist mir wumpe. Ich will ihr ja schließlich nicht verbieten zu bellen oder ohne dauernde Kontrolle durch die Wohnung zu tigern. Sie darf sich frei bewegen, Tische sind tabu, Sofa nur nach Aufforderung.

    Ums nochmal zu betonen: ein Abbruch durch einen Schreckreiz o.ä. ist nichts, was ich gut heiße und unbedingt möchte, sondern ich wollte nur beschreiben, was wir aktuell ausprobieren bzw. was annähernd zum Hund durchdringt.

    Indem Du anfangs ruhig ein wenig übertrieben auf den Auslöser schaust, ihn für den Hund ersichtlich "bewertest" und zwar als harmlos.

    Das habe ich monatelang gemacht, bevor wir das Thema Abbruch durch die Trainerin hatten. Uund auch jetzt, wenn ich merke, dass sie die Schwiegereltern hört und "lauscht", sage ich erst "ach, das sind doch nur die Schwiegereltern, kein Problem". Trotzdem ist es für sie irgendwann too much und das Bellen geht los.

    Wir haben uns auch lange zusammen ans Fenster gestellt und die Nachbarn beobachtet, falls sie sich beruhigt hatte. Dabei fielen dann zufällig Leckerlies in ihre Nähe. Sobald die Nachbarn aber 10min später wieder neu auftauchten, fingen wir von vorne an. Gerade im Sommer war das letztendlich so stressig, dass wir nachmittags das Rollo unten ließen, wenn wir wussten, dass die Nachbarn eine Grillparty machen, oder die Oma im Garten arbeitet und hin und wieder hinterm Zaun zu sehen ist. Und als dann die Tochter täglich mit Sohn und Hunden aufgetaucht ist, haben wir irgendwann das Rollo ganz unten gelassen und machen es nur zum Lüften hoch.

    Das ideale Ziel ist natürlich, dass sie die Geräusche einordnen kann, als normal akzeptiert und weiterdöst bzw. das tut, was sie gerade tat.
    Das realistische Ziel ist, dass sie vielleicht einmal wufft und dann zu mir kommt und wir zusammen nachgucken. Daher rufe ich sie auch zu mir, wenn sie meldet.

    Aber wie versteht ein Hund den Unterschied zwischen "Frauchen ist gechillt, also gibts kein Problem" und "Frauchen ist gechillt, die erkennt die Gefahr doch gar nicht, ich muss sie warnen!"?

    Wo ist denn da der Unterschied in der Motivation? Das Verteidigen eines Territoriums ist doch nicht anderes als "Ich wittere Gefahr."

    Für mich ist es ein Unterschied, ob sie wacht, um uns/das Haus zu beschützen, oder ob sie reagiert, weil sie sich selbst bedroht fühlt. Jedenfalls interpretiere ich das so.
    Z.B. reagiert sie stark darauf, wenn sie eine Autotür zufallen hört. Ich behaupte mal folgendes mit meinem Nicht-Wissen über klassische Hof/Wachhunde: bei einem bewusst territorial veranlagten Hund erwarte ich, dass er die Grundstücksgrenzen erkennt und Gefahren richtig einschätzen kann bzw. lernt. In 95-99% der Fälle bedeutet eine zugeschlagene Autotür bei uns, dass niemand das Grundstück bzw. das Haus betritt. Kira kann das aber anscheinend nicht generalisieren.

    Vielleicht verknüpft sie als Wanderpokal damit eine schlechte Erfahrung (abgeholt werden etc.), aber das ist nur ein Gedanke.


    Was und wie trainiert die Trainerin denn genau?

    Am Wachverhalten? Aktuell gar nichts bzw. nicht konkret.

    Was wir machen ist Deckentraining und Hausregeln im Haus, Impulskontrolle durch kontrolliertes Spielen und ansonsten draußen Hunde- und Menschenbegegnungen, kontrollierten Kontakt, Leinenführigkeit etc.

    Wie gesagt, das Melden ist ja nicht die einzige Baustelle, aber ich erhoffe mir ein paar Erfahrungsberichte von anderen HH mit Hunden, die ähnlich reizoffen, umweltunsicher o.ä. sind und sich ähnlich verhalten.

    Desensibilisiert ihr all die Auslöser und/oder wie sieht das Alternativverhalten aus?

    Ich habe kein konkretes Konzept, um mit ihrem melden umzugehen. Manchmal reicht ein lautes Nein, meist springt sie ja auf, während ich koche, lese etc., dann rufe ich sie zu mir, lasse sie absitzen und "runterkommen" und belohne sie ruhig.

    Die Trainerin hat nach einem Gespräch gestern nochmal zum Abbruch per Schreckreiz geraten, falls Kira "übertreibt", allerdings kann ich dann in Hochzeiten alle 5min abbrechen und dann verliert der Schreckreiz irgendwann seine Wirkung, befürchte ich.
    Ich spreche das Thema beim nächsten Training am Samstag an, es hat aber aktuell keine hohe "Priorität".