Beiträge von BettiFromDaBlock

    Ui, überschnitten, sorry.


    Dauer: Als wir so weit waren, dass sie draußen überhaupt aus dem Tunnel rausgekommen ist, konnte das durchaus bis zu einer halben Stunde dauern. Heute - wie gesagt, super-selten: So um die 5-10 Minuten.


    Das „Wegtragen“ oder einfach Hochnehmen und Aussitzen war so dass, was ich im Hinterkopf hatte, als ich gefragt habe.


    Gibts bei Euch auf dem Weg so ein paar nette zurückgesetzte Hauseingänge, bei denen Du mal nachfragen könntest, ob Du Dich im Fall eines Falls dahin zurückziehen kannst? Die Leute sind da oft hilfsbereiter als man denkt.

    Betti ist ca 10kg leicht. Aber gerade bei Regenwetter ist tragen nicht meine Lieblingsvariante.

    Heute hatten wir den Fall das ein Seniorhund mega langsam vor uns auf einer Wiese war. Also sage ich "aufm Arm" und hab Betti vorbeigetragen, 5m weiter weg abgesetzt und danach kann sie normal weiter. Vorbeigehen würde nicht gehen.

    Problem sind eher die Momente nachdem was passiert ist, womit ich nicht gerechnet hab. Aber ja, tragen würde helfen. Ist wie eine Pausetaste. Aber mh.

    Hauseingänge sind große Stressauslöser. Da kommen spontan Menschen raus und es riecht nach ihnen. Keine Chance. Nichts was mit anderen Lebewesen behaftet ist.

    das mit dem Körperkontakt wäre interessant zu testen (wegtragen funktioniert ja)

    Wenn ein Auslöser frisch vorüber ist z.B Hund am Fahrrad, kann ich danach zwar weitergehen, riskiere aber einen schreienden Hund (sie heult wie ein Welpe) und spontan Eskalation bei jedem weiteren Reiz.

    So eine imaginäre sichere Ecke wäre interessant. Vielleicht kann man da etwas kombinieren.

    Wie lang ist denn eure „Ruhezeit“ ca? Vielleicht bin ich da zu ungeduldig. Hm.

    Direkt neben mir laufen wäre ja ein Traum.

    Ich nehme ja auch sonst die Schlepp. Jetzt ändern aber alle anderen ihre Gassizeiten und die Flexi gibt mir vielleicht die Chance spontan die guten Wege zu gehen, wenn zufällig gerade ruhig ist. Schlepp ist logistisch schwieriger...

    Aber vielleicht funktioniert die Flexi auch überhaupt nicht.

    Unser Entspannungswort funktioniert draußen nach meinem Empfinden nicht, hm oder zu minimal. Geschirrgriff wäre eine Option. Müsste ich nochmal auffrischen.

    Habt ihr euer Wort in Entspannung oder bei Positiver Erregung aufgebaut?

    Erster Tag zurück in der Stadt und wir haben jetzt schon dreimal soviele Reize wie letzten Monat auf dem Dorf. Inklusive Tutnix-Attacke auf mich, ist mir in den Rückengesprungen beim Clickern.

    Es macht definitiv einen Unterschied, ob man ländlich oder städtisch wohnt bei einem ängstlichen Hund. Hier kann ich leider nicht einfach meinen Alltag leben, da fliegt mir Betti um die Ohren. Die Lektion bekomme ich schnell zu spüren.

    Wir haben heute viele Hundebeobachtungen super (für unsere Verhältnisse) absolviert. 10m ist aktuell der Individualdistanzgrenzbereich. Im Dorf waren es 50-100m.

    Fahrräder werden hier kaum beachtet, außer wenn ich sie bewusst benenne. Vielleicht sind wir hier echt sehr nah am Flooding und Betti arbeitet sich durch das Markern durchs „Kriegsgebiet“.

    Mal sehen, ob uns die neue Flexileine zu spontanen „Freiläufen“ im Wald verhilft. Da bin Anfängerin.

    @alle was hilft eurem Hund um vom Stress runterzukommen außer abrennen? Gibt es Dinge, die ihr vor Ort direkt machen könnt?thinking-dog-face

    Ich denke für mich, wenn das Grübeln über die gemeinsame Hund-Mensch-Beziehung aufgehört hat, ist Bindung da. Ein Verständnis füreinander und miteinander, ganz unverkopft. Atmen und die Welt erleben, wie auch immer das bei dem ein oder anderem aussieht.

    Grundsätzlich ist das Wort für mich eine Erfindung vom Marketingleuten. Müsste mal unter Kollegen recherchieren, ob sich das einer von denen ausgedacht hat.

    Definitiv ein interessanter Ansatzpunkt! Genug Energie, um sich voll auf den Stress zu fokussieren.

    Das Verhalten war am Anfang sehr verwirrend.

    Habt ihr mal versucht zu Markern? Also statt Einreden gibt es hier ein Markerwort. (Click for Blick) Sobald Betti einen Radfahrer sieht, sage ich das und sie rennt zu mir bzw. erwartet ihr Leckerli. Das funktioniert bei Menschen und Radfahrern und Rollerfahrern etc sehr gut.

    Schönfüttern mal bei der Trainerin ansprechen. Das hat hier schon Welten verändert (aber wir haben auch tief angefangen)

    Hier ein kleiner Betti Zwischenstand:

    Wir haben bald einen Monat Urlaub (jedenfalls aus Hundesicht) auf dem Dorf hinter uns (vielleicht 15 Hunde in der Zeit gesehen). Ich muss sagen der räumliche Wechsel funktioniert mit ihr gut. Ich etabliere am neuen Ort die Decke und ihre Box und trainiere ein paar Tage statt Anschlagen in ihre sichere Umgebung zu gehen und sie nimmt es an. (Habe Hoffnung in zwei Jahren mehr on the Road leben zu können, paar Monate dort oder dort) Trotzdem hat sie definitiv Wachtrieb. Der Hof war jedenfalls geschützt.

    Betti hat 5 neue Menschen mögen gelernt. Noch mehr „getroffen“ ohne sie zu zerfleischen. Ich bin froh über jeden neuen Menschenfreund. Manchmal hing sie sogar mit anderen rum statt neben mir zu liegen, während ich gearbeitet habe. (Zwei Häuser über den Hof/Garten verbunden) ich konnte mich auch darauf vertrauen, dass sie dort nicht nach vorne geht und die Menschen sie auch lesen können. Sie war ein richtig netter Hund nach der Gewöhnung. Sie zieht sich auch selbst aus Situationen (ich manage aber auch die anderen Menschen), sehr früh sogar. Sie muss nur wissen, wo sie hin kann.

    Eine Geburtstagsfeier hat sie auch super mitgemacht. Angeleint neben mir, strategisch gut platziert. Selbst die Kinder haben sie ignoriert und umgekehrt.

    Trotzdem es schlaucht Betti zuviele Kontakte zu haben. Sie kommt dann nicht zur Ruhe und wird dann irgendwann knurrig und jumpy. Merke das schnell und kann die Dosis regeln. Der Einzelhaushalt bei mir Zuhause tut ihr da definitiv eher gut. Familienleben auf Dauer wäre schwieriger.

    Ja, aber die Angst war natürlich nicht weg. Anderer Hund aus 100m gibt schon richtig Terror. Fand ich ungewöhnlich. In der Stadt kann sie viel mehr händeln. Ich muss tatsächlich an jedem Ort neu anfangen. Reize waren selten, solange ich Wege durchs Dorf vermied. Dreck macht ihr keine Angst. Wenn ich allerdings einen Radfahrer/Mensch/Hund/Schaf selbst nicht mitbekommen habe, war sie gleich auf 100 und ich viel zu verschlafen, um schnell genug zu reagieren.

    Gassirunden über 45min auch wenn es nur über leere Felder ist, überreizen Betti. Lieber angemessene Runden.

    Für mich das Fazit der Dorfzeit. Sie ist ein toller Hund. Ich mag meine schmerzfreie Gurke. (Waren natürlich mal wieder beim TA) Die ruhigere Umgebung tat mir gut. Hoffentlich auch ihr. Gab nicht viel Grund zum stressen. Sie hat sogar ein wenig schmusen gelernt (auch mit den neuen Freunden). Mein Grundvertrauen in Betti ist gestiegen was den Umgang mit Fremden in sicherer Umgebung angeht.

    Grundsätzlich glaube ich aber, dass ihr das intensivere Training in der Stadt letztendlich mehr Lebensqualität für die Zukunft bringt. Und uns mehr Bindung. Wir werden trotzdem ruhigere Monate immer mal einschieben.

    Morgen gehts zurück in die Stadt und das Training. Babyschritte. Routine wieder aufbauen. Im Bett rumgammeln. Ich bin gerade sehr optimistisch (aber fragt mich dazu in einer Woche noch mal)

    An alle „weiter viel Kraft beim Starksein für eure Hunde!“

    Isabell231268

    Es klingt so als ob Isabell eher auf Abstand geht als nach vorn, oder? Jedenfalls draußen. Das ist ja grundsätzlich schon einmal ein Vorteil.

    Zuhause Körbchentraining ist ein guter Anfang. Ähnlich funktioniert es dann auch draußen. Der Hund muss nicht zu anderen Leuten, du regelst/ sicherst ihre Welt. Zu Beginn alles in dem Abstand handhaben, bei dem sie noch keinen/kaum Stress zeigt.

    Ich gehe davon aus dass eure Trainerin dann Richtung Schönfüttern oder Markern gehen wird. Bis dahin den Hund immer von der Gefahr abschirmen, Bögen laufen, Abstand lassen. Oder welche Ansätze habt ihr bekommen?

    Das wird viel Arbeit. Und länger dauern. Ein normaler angstfreier Hund wird danach wahrscheinlich nicht herauskommen. Gerade wenn die Sozialisierungsphase nicht stattgefunden hat wie @pinkelpinscher erklärt hat, kann man das schwer ausbügeln. Es geht dann eher dahin, dass du ihr Sicherheit vermittelst und sie dadurch auf dein Urteil vertraut.

    Ihr seid mit der Problematik nicht allein. Super das ihr mit Training angefangen habt.

    Wir arbeiten jetzt über 6 Monate intensiv an der Problematik und der Rest wird noch Jahre dauern.

    Schilddrüse habt ihr untersuchen lassen?