Beiträge von BettiFromDaBlock

    Ich glaube das Thema ist riiiesig.

    Wohne in der Großstadt.

    Wir sehen jeden Tag ca. 20 Hunde. (hab eine Weile mitgezählt), im Sommer auch mehr. Allein im Berufsverkehr die Fahrradstraßen im Park zu überqueren, da kann man die Reize nicht zählen. Freilaufende Tutnixe fast täglich (heute durch ein parkendes Fahrrad abgewehrt?)

    Die letzten 4 Wochen waren wir auf dem Dorf. Der Unterschied zu hier ist enorm. Finde es dennoch schwierig zu vergleichen in einem Thread.

    Wenn ich keinen Hund mit Menschen- und Hundeproblem hätte, fände ich beide Orte spaziergangstechnisch schön. Aktuell ist Stadt noch sehr stressig. Aber das liegt dann eher am Hundemodel und der Ausgangslage.

    Zur Titelfrage: Wie erlebt ihr euren Spaziergang? Aufregend angespannt, temporär explosiv, aber mit Tendenzen zur Besserung. (Meine Biographieverfilmung wäre ähnlich grinning-dog-face)

    Nochmal zum Thema Hochnehmen. Es ist wirklich das beste Mittel bei uns, aber ein wenig frage ich mich warum das so gut wirkt. Hat das auch Reiz-verarbeitende Wirkung oder ist das bloß Management?

    Gerade hatte Frauchen Susi ihren Strolch nicht unter Kontrolle. Der sprang gut 10min um uns rum, hinter her, ließ sich auch nicht wegdrängen oder erschrecken. Das volle Programm. Hatte Betti hochgenommen als ich sah, dass der Hund nicht hörte und zielstrebig näher kam. Während der ganzen Zeit lag Betti in meinem Arm und hat den Hund kaum angeguckt. Klar Rute eingeklemmt Ohren flach. Aber im Grunde war sie extrem ruhig, guckt maximal um mich rum wenn der Hund mal wieder von hinten ankam. Hat eher die Welt beobachtet. Keine Anstalten irgendetwas zu machen. (Wäre sie unten gewesen, hätte es einen Kampf gegeben, auch wenn der andere nur spielen wollte)

    Nach dem Absetzen war sie sehr relaxt. Kam auch sofort ein neuer Hund, angeguckt, Leckerei und andere Richtung weitergehen, aufmerksam und leinenführig. 5min später wieder Stressgesicht wegen allem möglichen.

    Kennt jemand Studien/Expertengespräche/Texte zum Thema hochnehmen und Sicherheit? Sollte ich sie eurer Meinung nach öfter rausnehmen aus der Situation (im Moment mache ich es nur wenn sie zu 95% scheitern würde und genug Zeit ist) oder eher so wenig wie möglich? 10kg merkt man halt recht schnell mit meinen Puddingarmen.

    Nur interessehalber falls jemand schon einmal sich mit dem Thema näher beschäftigt hat.

    Sehr interessante Idee! Danke sehr.

    Heute hatten wir den Fall das ein Seniorhund mega langsam vor uns auf einer Wiese war. Also sage ich "aufm Arm" und hab Betti vorbeigetragen, 5m weiter weg abgesetzt und danach kann sie normal weiter. Vorbeigehen würde nicht gehen.

    Hast du es schon mit vom weitem beobachten probiert? Also gar nicht zum Objekt der Aufregung hin, sondern von der Ferne beobachten?

    Machen wir regelmäßig. Ist quasi unser tägliches Training.

    Nur in der Stadt passiert ständig etwas „überraschendes“. Hund am Fahrrad rennt um die Ecke, oder Mensch kommt neben uns aus der Tür sind der Klassiker, Rollerfahrendes Kind von hinten, da ist manchmal alles zu spät.

    Der als ungefährlich empfundene Reiz wird ein neuer sobald er nur eine Mütze auf hat, etwas in der Hand, ein anderes Fahrrad, der Wind anders steht etc. Betti kann schlecht / kaum generalisieren.

    Aber von weitem beobachten hat auch schon viel geholfen, in unserem Maßstab zumindest.

    so ist meine heimliche Flexifantasie. Stimmt das Ding ist groß in der Hand. Muss ich testen.

    Ich mag die Atemidee. Danke!

    BettiFromDaBlock

    Hast Du mal ein Schleckerchen probiert? Also quasi wie ein Deoroller mit was Flüssigem gefüllt und Du lässt sie da länger dran lecken (wenn sie das kann nach dem Reiz). Das beruhigt ja auch. Ansonsten lasse ich auch Leckerchen suchen nach aufregenden Situationen, aber mittlerweile kommt sie zum Glück super schnell wieder runter.

    Die Leberwursttube bzw. Kartoffelbrei ist unser bester Freund. Das ist aber unser Highlightleckerli. Würde funktionieren, aber wenn ich das mache bis sie runterkommt hab ich einen Mops.

    Bei der Leckerlisuche bemerke ich wie sie fix ihren Job macht und dann weiter nach Reizauslösern sucht.

    Vielleicht kombiniere ich den Geschirrgriff mit Leckertube, Körperkontakt und ruhig Atmen. So etwas in die Richtung.

    Danke für den Tipp

    Jui. Ich muss gleich los, mit Ronja Nottermin beim Tierarzt. Mache mir unterwegs mal ein paar Gedanken (lenkt mich ja auch ab). Spontan kam mir jetzt noch die Idee mit einem Buggy, aber völlig unausgereift.

    Alles Gute für euch, hoffe Ronja geht es danach wieder gut! Drücken die Pfoten. Passt auf euch auf.

    Ist alles kein Stress. Ich wollte nur hören welche Tricks ihr anwendet. Wir sind hier ja schon extrem gut dabei. Nur das Runterkommen vom Stress außerhalb der Heimathöhle würde uns das Leben erleichtern. Aber damit leben kann ich auch. Oder doch öfter in den Arm nehmen, auf die Knie stellen mit den Vorderpfoten mag sie auch.