Beiträge von BettiFromDaBlock

    Pueppi.Schlappohr

    Bei uns ist die Läufigkeit und Scheinmutterschaftszeit nun Maulkorbpflichtig. Da geht meine Hündin richtig ab.

    Also wundert es mich nicht, wenn es bei euch so ist.

    Frage ist halt, ob der Stress wirklich ein Problem für den Hund ist oder eher für dich.

    Nach der Phase, wenn ich das Monster gut geführt habe, haben wir bisher immer eine positive Entwicklung gehabt...

    Hallo ihr Lieben, bin ganz neu im Forum und habe bald meinen ersten Hund.

    Habe schon etwas Erfahrungen aber meine süße Lilly wird eine große Herausforderung, die ich mir natürlich sehr gut überlegt habe. Lilly ist 10 Monate und kommt aus dem Tierschutz in Rumänien. Ich habe sie im Tierheim in der Nähe gefunden und dort meinte ihre Pflegerin, dass sie schon als Welpe ins Tierheim gekommen ist, und kaum Sozialisierung (außer mit Hunden, mit denen kommt sie super zurecht) erlebt hat. Sie ist im Februar geboren und befindet sich seit Juni im Tierheim. Die Pflegerinnen kommen gut mit ihr zurecht, anfangs hat sie sich gar nicht anfassen lassen, mittlerweile geht das ganz gut und auch Gassi gehen findet sie eigentlich ziemlich spannend. Ich weiß ein Angsthund ist eine große Aufgabe, deswegen möchte ich mich so gut wie möglich vorbereiten (hab auch schon ein paar Ratgeber gelesen). Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich am besten umgehe mit neuen Situationen z.B. fremden Menschen begegnen, z.B. beim Spaziergang, ohne dass sie ständig ihrer Angst ausgesetzt wird?

    Würde mich über Antworten freuen. Hoffe habe den Threat richtig verstanden ;-)

    LG

    Hey,

    ich würde schon zuhause anfangen dem Hund einen guten sicheren Platz zu geben. Nicht im Gang oder vor der Tür zB.

    Dann gib ihr Zeit anzukommen. Meine Hündin war hier sehr viel anders als die Leute das vom Tierheim gedacht haben. Nimm sie so wie sie ankommt.

    Ich habe am Anfang übertrieben. War zu oft/ lang draußen. Würde beim nächsten Kandidat mit solcher Vorgeschichte ein wenig die Welpentaktik fahren. Viel gucken, viel Routine, viel mehr Schlaf, nicht viel beoachten.

    Die Sachen, die mal wichtig werden schon einführen (allein aus dem Zimmer gehen oder ähnliches)

    Beim Rest musst du dich wahrscheinlich noch überraschen lassen.

    Markerwort, Clicker oder Zeigen und Benennen sind Sachen über die du jetzt schon lesen kannst.

    Aber nicht vorher verrückt machen. Du kannst nicht zaubern und der Hund auch nicht. Ich drücke euch die Daumen für einen guten Start!

    Wiesenpippau

    Ich habe ja auch eine potentielle Schnapperin (würde selbst zweimal in Panik von ihr erwischt).

    Ich würde bei drinnen tatsächlich mit Beißkorb arbeiten. Nur damit du, im Moment, ein wenig weniger Sorgen hast.

    Jetzt kommt nämlich der Clou, keiner von uns hier kann jeden Tag super souverän sein oder alle Nerven bei sich behalten. Genauso wie der Hund Tage hat an dem die Zündschnur kürzer ist (hier gibt es die großen Horrorfilmmomente meist bei Läufigkeit)

    Also, du fühlst dich gerade nicht so, dann gönn dir auch mal Pause. An manchen Tagen reduziere ich die AußenweltHundBegenungen nicht wegen Betti, sondern für mich. Dann wird da gepennt oder bekommt sie ein Indoorspaßbindungstraining.

    Wenn Bett anfängt in die Luft zu gehen, weil in der Nachbarstraße ein Hund läuft (also ohne dass ich ihn sehen kann), dann ist es vorerst zu spät zu reagieren. Aber ruhig bleiben, eine Richtung einschlagen, weiteratmen und gucken wann ich den Hund wieder abholen kann.

    Finde euer Bauchgefühl füreinander und das dauert noch.

    Übrigens würde ich bei einem Hund, der nicht immer sicher reagiert Situationen vermeiden, die mich in ferner Zukunft in Ärger bringen können. Klar, würde ich Staunen wenn Betti sich fröhlich zu jemandem rufen lässt (ausversehen), aber warte das will ich lieber nicht. Sie muss sich an mir orientieren.

    (Wenn sie zum anderen rennt, irgendwann eine neue Entscheidung trifft und dort randaliert. Oder...)

    Selbst bei niedlichen Ticks, immer fragen kann das später blöd kommen.

    (Betti ist Profi in der Indoorfuttersuche, hab ich ihr beigebracht, aber bin ich weg hat sie letztens einen Schrank verschoben/zerlegt weil dahinter Essensreste lagen,... )


    Mach für dich drinnen den Maulkorb drauf. Damit du da entspannen kannst.

    Wie voll ist denn euer Programm? Pennt der Hund seine 17h? Da wird werden soviele Eindrücke einprasseln. Für indoor würde ich mal eine Trainerstunde bezahlen. So nur für das eigene Gefühl. Neutraler Blick bei "wilder" Wohnsituation.

    Ansonsten auch duuuu brauchst Zeit da rein zu wachsen. Gib die dir!

    Aktuell haben wir vermehrt Geräuschangst (Fenster, Wind, Papier, Winterstiefel, Hunde die wir nur hören sind schlimmer als sehen, Schlüsselbund ... ) Da ist das Training etwas kompliziert. (Noch) Nicht tragisch, aber immer etwas Neues. Wir reduzieren wieder ein wenig die Außenweltzeit.

    Aber Zuhause hab ich einen neuen Hund. Von ich traue mich kaum ins Bett zu wie du willst unter die Decke, da liege ich und zucke nicht einmal. Ich kann mittlerweile sogar Husten ohne das weggerannt wird. Niesen noch nicht. Keine Aufregung mehr beim Klingeln. Sie kuschelt, aber ohne bekrabbeln. Nach 11 Monate sieht man weiterhin stetig Veränderungen und Entwicklung, in beide Richtungen.

    Schön geduldig bleiben peace-sign-dog-face

    Hi,

    Also grundsätzlich könntest du über Target-Training gehen. Also erstmal vollkommen losgelöst vom Buzzer.

    Wenn das sitzt könnte man den Buzzer schmackhaft machen und ihn zu einem Target machen.

    Allerdings finde ich es auch fragwürdig, ob das unbedingt gebraucht wird zu können. Der Hund findet es anscheinend weniger toll.

    Mal ein dumme Frage. Wie kommen Besitzer mit wirklichen, richtigen Angsthunden dazu mit dir beim Gassigehen Smalltalk zu betreiben. Ich habe solche Hunde schon in der Hand gehabt. Mit denen stellt sich doch niemand einfach zu fremden Menschen und erzählt Romane. Kontakte mit ausgewählten Hundeleuten die die Problematik kennen und fähig und willens sind zu helfen sind wichtig aber auch abgesprochen. Um den "normalen" Hundebesitzer mache ich da gerne einen Bogen. (wegen den unnötigen Kommentaren).

    Smalltalk ist super zum Üben. Wenn Bonnie an der kurzen Leine ist, mach ich das natürlich nicht, aber an der Flexi oder 10 Meter Schlepp gerne. Denn sie kann Abstand nehmen oder Nähe suchen.

    Die Leute haben bisher ausnahmslos Bonnie ignoriert, wenn ich gesagt hab, sie sollen sie bitte ignorieren.

    Dadurch, daß ich locker mit Leuten rede, Chilly sein Ding macht, die anderen ja meist ihren Hund dabei haben, ist Bonnie in solchen Situationen sogar schon so, daß sie von sich aus fast ganz herkommt zu den Fremden. Und da hat wirklich noch niemand einfach runtergelangt um zu streicheln. Man muß halt mit den Leuten reden :)

    Da muß man nichts groß absprechen und mein Gegenüber muß auch kein Experte sein. Bissl Empathie und gut ist :)

    Ich fände es auch super, wenn ich mal mit jemanden reden könnte, wenn ich Gassi gehe. Das klappt nun bei der Nachbarin mit 5m Entfernung.

    Übungstechnisch wird das in Zukunft auch bei uns mit ins Training aufgenommen... Schritte zur Normalität.

    Doofe Frage, aber wo würdet ihr denn nach einem souveränen Übungshund (Training für Panik vor Hunden) suchen?

    Ich würde den Hundetrainer meines Vertrauens fragen oder vielleicht bei einer netten Züchterin, letzteres ist dann wohl allgemein gesprochen der Bekanntenkreis.

    Mit meinem Hund hat man leider keinen Bekanntenkreis mit Hund eyerolling-dog-face

    Trainerin hat nur die auffälligen Hunde. Und ich hätte lieber ein paar mehr Übungen mit Egal-Hunden... mh.