Beiträge von BettiFromDaBlock

    Da wäre es echt gut, wenn da mal einer mit Erfahrung drüber guckt.

    Es kann sein, dass das einfach Unsicherheit ist und das seine Survivalmethode ist (ist bei uns so) oder auch Rasse/Junghund/Stresstypisch.

    Das er in sicherer Umgebung euch folgt und mitarbeitet ist ja schon mal super. (Diese Momente genießen und emotional festhalten für die eigenen Nerven) Die große weite Welt folgt hoffentlich später...

    Das Problem bei den Hunden, die keine Sozialisation mitbekommen haben in den ersten Lebenswochen. Also nicht mit Mutter aufgewachsen, keine Außenreize durch Shelteraufzucht etc. ist das fehlende Generalisieren können (neben anderen Problemen)

    Deprivationssyndrom könnt ihr mal suchmaschinen. Der Hund kann einfach nicht so lernen, wie andere.

    Obwohl ihr ja sagt er ist sehr gelehrig? Das ist schon mal gut. Und euer Garten ist auch prima.

    Ich gebe zu bei dem möglichen Rasseeinfluss von HSH plus der schlechten Aufzucht würde ich auch Grübeln zwecks Stadtleben. Ihr habt mit eurer ersten Hündin einfach Glück gehabt (die Orga hätte es schon erahnen können, dass der Junghund problematisch wird, war mein sofortiger Gedanke bei den 4 Wochen)

    Einfach wird das Leben da wahrscheinlich nie ...

    Die Frage ist, ob ihr das akzeptieren könnt. Alles nachvollziehbar.

    Also mein Hund könnte auf dem Bagger einer Baustelle stehen und das wäre (fast) kein Problem.

    Aber Knaller, die die Wände im Sekundentakt zum Wackeln bringen (toller Großstadteffekt) sind etwas ganz anderes.

    Beim TV oder Radio kann das Tier die Geräuschquelle zuordnen. Da wird auf nix reagiert.

    Bei uns fing es an mit Gewittern / Böllern, nach drei Silvestern waren es dann auch Hammerschläge, lautes Gerumpel und lautes Knacken wie z.B. von leeren PET-Flaschen. So eine Geräuschangst neigt zur Generalisierung. Inzwischen wird es wieder besser, aber halt durch die Medis.

    Mal eine generalisierte Angst, die mein Hund nicht hat. (vor Luft, Menschen und Hunden haben wir Panik) Hoffentlich bleibt das so.

    Hoffe es wird bei euch diese Jahr nicht so heftig.

    Ich wohne ja auch mitten in der Großstadt.

    Ich könnte mir vorstellen ihr macht zuviel mit dem Junghund. Der kam vielleicht noch nicht mal vom Cortisol runter.

    Macht ihr dasselbe Pensum wie mit dem Ersthund?

    3 Monate waren hier nix. Da hab ich erstmal kapiert, dem Hund mal komplette Bummeltage (Tage mit 3x10min Gassi zu gönnen), da wurde erstmal Platz im Kopf gemacht.

    Quasi meine Wünsche an den Hund begraben und lernen welches Tempo er braucht. (Bei nem Hundeschulenbesuch müsst ich meine danach eine Woche in den Urlaub schicken)

    Angst ist auch nix was sich auflösen kann. Die ist für immer. Man kann aber durch Gegenkonditionierung einen Film drüber legen. Das Selbstvertrauen kommt auch erst durch langsames lernen von positiven Situationen.

    So schnell geht das nicht.

    Gönnt euch doch einen guten Spaziergang mit dem Althund. Reduziert ein wenig mit dem Junghund, damit der runterkommt und wartet auf das Einzeltraining.

    Hab versucht nachzulesen (oder ich bin blind), aber Schönfüttern, marken etc. macht ihr das?

    Innerlich habt ihr euch im Moment anscheinend schon entschieden. Aber denkt nochmal nach, wenn ihr durchgeatmet habt.

    Hey,

    als jemand mit auch so einem Modell von Hund (unsicher, Angst-aggressiv, Panik vor Menschen, unsozialisiert etc.) kann ich eure Situation nachvollziehen. Ich bin auch aus den Wolken gefallen. Und verliere allein Kalorien durch das Management beim Gassigehen.

    Allerdings habt ihr ja jetzt gemerkt funktioniert nicht so wie mit anderen Hunden. Habt ihr schon über einen Trainer für Angst/Deprivations Hunde nachgedacht? Ihr könnt auch so einen Hund trainieren, Gegenkonditionieren etc. Noch dazu habt ihr einen souveränen Althund als Unterstützung.

    Höllisch viel Arbeit, aber mit der richtigen Anleitung machbar.

    Wenn ihr aus eurem Das-Wollten-Wir-Nicht-So-Schock raus seid, könntet ihr dem Hund gute Herrchen/Frauchen werden. Mit richtigem Trainingsansatz und Geduld. Das kann euch dann auch wieder positiver stimmen..

    haben eure Hunde denn nur vor der Silvesterknallerei Angst oder auch bei Actionfilmen im Fernsehen? Mich wundert es einfach, dass es so viele Hunde gibt, die sich an den Krachern stören, die hört man doch im Haus kaum, da ist doch jeder Actionfilm viel lauter.

    LG

    Sabine

    Also mein Hund könnte auf dem Bagger einer Baustelle stehen und das wäre (fast) kein Problem.

    Aber Knaller, die die Wände im Sekundentakt zum Wackeln bringen (toller Großstadteffekt) sind etwas ganz anderes.

    Beim TV oder Radio kann das Tier die Geräuschquelle zuordnen. Da wird auf nix reagiert.

    Ich denke auch daran eine letzte kleine Runde gegen 19Uhr zu machen.

    Um 19 Uhr würde ich für ungünstig halten. Ich richte die letzte Runde abends immer nach dem Fernsehprogramm. :lol:

    Wenn was Spannendes in der Flimmerkiste läuft, sitzen die alle zuhause und böllern nicht.

    Ich habe festgestellt, daß die beste Zeit so um 21 Uhr rum ist.

    Da trifft man 1. kaum andere HH und 2. keine Böllerköppe.

    Ich habe keinen Fernseher ?

    In meiner Welt streamen die Menschen.

    Zur Not dreh ich nochmal um. Aber 19Uhr treffen sich Gruppen oft zum gemeinsamen Essen. Das war die Überlegung ?

    Bei uns hat es gestern auch schon gut geknallt, aber mein Schrecktier war vollkommen unbeeindruckt. Ok, sie hat genervt gewufft. Türen, die zuknallen sind schlimmer. Ich habe leise Hoffnung.

    Allerdings sind bei uns die vielen Menschen draußen ein Problem. Ausgelassene Menschen machen Panik. Diese Gruppen, die draußen Freude haben, müssen wir meiden. (die Weihnachtsmänner mit Geschenken habens vor ein paar Tagen auch nur knapp überlebt)

    Ich denke auch daran eine letzte kleine Runde gegen 19Uhr zu machen. Dann wieder um 3Uhr zum lösen.

    Bin gerade wahrscheinlich viel zu optimistisch. ?

    Wiesenpippau

    Es ist vollkommen richtig sich darüber Gedanken zu machen, ob man bei so einem Fall sich und auch dem Hund fair gegenüber der zukünftigen Lebensvorstellung ist. Gerade wenn der Hund nach vorne geht und immer punktgenau geführt werden muss (ich kenne das ja zu gut)

    Lass dir dafür ein wenig Zeit und hab auch kein schlechtes Gewissen beim Nachdenken.

    Weihnachten und solche Feste verlangen von dem Hund einfach viel mehr ab, als man denkt. Und auch für uns Halter besonderer Hunde.

    Gerade die ersten Monate wirkt das Problem so groß, daß man sich selbst kaum Luft/Egoismus gönnt.

    Vielleicht bei einem kleinen Urlaub am Arsch der Welt die Gedanken sortieren. So hab ich wieder Energie bekommen.

    Nach fast einem Jahr sehe ich hier große Entwicklung. Und trotzdem gibt es täglich eine Situation, die brenzlig ablaufen hätte können. Und von Entspannung beim Spaziergang träume ich in zwei Jahren. Wenn Betti die Großstadt schafft, danach geht's in mein Nomadenleben. Mit Abstrichen wird das wahrscheinlich möglich sein...

    Aber ehrlich, es kostet Energie. Das kann ich definitiv nachvollziehen.

    Irgendwie habt ihr Weihnachten ja gemeistert. Das ist ja schon etwas.