Beiträge von BettiFromDaBlock

    Bißchen OT aber sowohl mein Hund als auch ich wurden von einem Labbi gebissen. 10 Jahre lagen dazwischen. Aber beides mal von hinten bzw oben ohne Vorwarnung und vorherige Ahnung, dass da irgendwo ein Hund ist.

    Labbis sind quasi auf meiner Terrorliste. |)

    Warum alle Jagdhunde Kinder beißen habe ich noch nicht so ganz verstanden. Darunter fallen ja einige Rassen. Ich gehe davon aus, dass die Aussage auch erläutert wurde und das nicht ins Video passte.

    Halli Hallo! Kennt sich hier jemand mit Physik und Tonübertragung aus?

    Ich wohne in der Nähe einer Hochstraße, die recht stark befahren ist. An manchen Tagen ist sie aber als stärkeres Rauschen wahrzunehmen als an anderen. Ich erkläre mir das mit Luftdruck, mein Mitbewohner auch, aber mit unterschiedlichen Ausgängen.

    Kann mir das wer erklären?

    Ähm liegt das nicht eher auch an der Windrichtung?

    Ich hatte das zwar in der Ausbildung aber hier wird es besser erklärt:

    https://www.bksv.com/de/knowledge/b…urement-weather

    (Und ich weiß, dass gerade solche Kommentare wie der Hund sollte bei jemanden anderen wohnen/woanders richtig pieksen können. Deshalb sowas annehmen, das positivste darüber denken, hinterfragen woher das pieksen kam, gucken was dran ist und dann loslassen)

    Das hat nichts mit Pieksen zu tun. Es ist eine reine Frage der Vernunft und Verantwortung dem Tier gegenüber. Man sollte zumindest so ehrlich mit sich sein, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass der Hund woanders zufriedener wäre.

    Es ist kein Verbrechen, ein geliebtes Tier abzugeben, wenn es das richtige für das Tier ist.

    Ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht.

    Ich hab nur zu viele Hundebesitzer gesehen, die sich für ihren Hund "aufopfern" (O-Ton!), obwohl der Hund schlicht und einfach mit derem Leben inkompatibel war und woanders hätte glücklich werden können.

    Ich stimme euch doch zu. Pieksen heißt reinspüren und das erste Gefühl beiseite schieben, um rational drüber nachzudenken.

    Aber trotzdem kann sich hier niemand ein Urteil erlauben. In einem Thread mit dem Thema Frust werden natürlich die negativen Dinge aufgezählt. Das hat keinen Ausblick auf den allgemeinen Alltag. Dafür gibt es Leute vor Ort.

    Meine Hündin ist ja auch gesellschaftlich weniger genormt (angstaggressiv) und oft sind wir auf einem guten Weg. Nun hatten wir gestern einen TutDochWas Angriff und stehen wieder ganz weit weg. Und da möchte man doch manchmal laut schreien. ABER..

    Der eigene Frust ist die eigene Baustelle. Damit sollte der Hund nix zutun haben. Wenn man mal genau hinterfragt kommen da Ansprüche / Unsicherheiten oder ähnliches von einem selbst hervor. Die kann man aufschlüsseln. Bei mir war es z. B. der eigene Perfektionismus und die Unsicherheit, dass nur der eigene Hund so Terror macht usw. Alles natürlich nichts was in das Zusammenleben mit meinem Hund gehört. Also arbeite ich daran für mich selbst. Viel Mediation oder andere Mentaltrainings. (jeden Abend etwas aufschreiben was zwischen Hund und Halter gut geklappt hat)

    Und ganz wichtig, in Zeiten wie jetzt gerade, wenns wieder mehr brennt, weder den Hund noch mich selbst in den Frust laufen lassen. Wenn ich merke heute bin ich selbst drüber/wackelig, dann setzten wir uns ins Nirgendwo und machen Frieden bis wir ruhiger sind. Keine Strecken, weiter raus (wohnen in Großstadt). Oder ich gönne uns einen Tag zuhause mit Dingen, die funktionieren und geliebt werden. Und wenn ein Tag nicht reicht, dann noch einen. Das gute Bauchgefühl für zuviel und genau richtig gilt es sowohl für den Hund als auch für sich selbst einzusetzen.

    Man kann sich den eigenen Stress auch abschreien, abrennen, abkochen usw. Die Ursache dafür zu finden lässt einem den eigenen Frust vor dem Frust besser verstehen.

    Meine Hündin hat mich in den letzten beiden Jahren geistig millionen Jahre vorangebracht. Gerade die Lektion mich selbst nicht mehr in die Bedürfnisse der Gesellschaft zu quetschen, sondern meine eigenen zu beleben. Kommt nicht überall gut an, aber heia Seelenfrieden. Dankbarkeit und gegenseitiges Akzeptanz sind ein gutes Gefühl, auch wenn die K**** am Dampfen ist. Toi Toi euch!


    (Und ich weiß, dass gerade solche Kommentare wie der Hund sollte bei jemanden anderen wohnen/woanders richtig pieksen können. Deshalb sowas annehmen, das positivste darüber denken, hinterfragen woher das pieksen kam, gucken was dran ist und dann loslassen)

    Ich hab ja keine Teenie-Erfahrung, sind die alle so? Der Plan war, um 8 Uhr aufstehen, frühstücken, Physik lernen, eine Runde mit den Hunden gehen, Mittagessen kochen. Nachmittags basteln.

    Die Realität war um kurz vor 10 aufstehen, laaaange duschen, während ich alleine mit den Hunden laufen war, frühstücken zur Mittagszeit, reden, surfen, reden. Jetzt habe ich mich verkrümelt in der Hoffnung, es wird was mit Physik, jetzt gibts den Geräuschen nach zu urteilen das zweite Frühstück. Kochen ist auf den Abend verlagert :lol:

    Also so bin ich auch noch lange nach meiner TeenieZeit (außer das mit dem Hund gehen). Gearbeitet/Gelernt wird oft nachts, nach dem "Mittagessen" quasi |) |)

    Darf ich fragen, was du zu viel gemacht hast, das dann im Endeffekt Mist war?

    Was zuviel für einen Hund ist, kommt auch bißchen auf den Hund an. Hab da selbst einen speziellen Fall inklusive Deprivation, Panik vor Hunden, Wind, Papier, allem was Menschen berührt haben könnten oder atmet. Davon wusste ich natürlich nichts. Tierheim sagte unkompliziert und braucht Auslastung 🤟

    Also war ich relativ früh auch mal länger Wandern. Bin hauptsächlich im Wald Gassi gegangen (das ist mittlerweile unser AlptraumOrt, dann lieber an der Autobahn spazieren). Unterschiedliche Routen gewählt. Betti kannte kein Spielzeug also Dummie aufgebaut usw. Dazu wohnen wir ja auch in der Großstadt.

    Endete mit ihren Zähnen in meinem Bein, weil jede Kapazität überschritten war und der Hund Panik bekam. Wir mussten danach zurück auf Los und dabei noch 400€ abgeben 🙈

    Heute weiß ich ja was ihre Motivationen und Baustellen sind. Wir müssen z. B. an manchen Tagen komplett zuhause bleiben. Was mir extrem schwer fällt, meiner Hündin aber sehr hilft. Auf der Wiese sitzen und aus der Ferne beobachten statt viel Strecke zu machen. Usw. Indoorsicherheit etablieren, Geschirrgriff, Makerwort, Alleinebleiben, Anfassen dürfen, Entspannungssignale, beobachten lassen, diverse Routinen vorleben... Den Hund nicht ständig scheitern lassen.

    Zum beim Freund schlafen, das funktioniert sogar bei meiner Knalltüte. Ich lege an neuen Orten einen gute Rückzugsgelegenheit an. Heißt keine Wachposition, eher höhlig (auftrainierte softTransportbox zb), wo meine Hündin beobachten kann aber nicht im Geschehen ist oder ständig einer lang läuft. Wird sie unruhig und geht nicht alleine rein, führe ich sie hin. Die ersten Nächte reagiert sie dann noch auf neue Geräusche, aber dann ist sie überall zuhause wo ich und die Box sind. Ansonsten benimm dich dann wie zuhause.

    Mit in den Urlaub kannst du testen, aber wähle den Ort gut und sei offen, wenn deine Hündin drüber ist. Wir waren auch nach 4 Monaten das erste Mal auf dem Dorf. Aber im eigenen Haus und ohne jegliche Programmpläne. Mehr wäre bei uns immer noch nicht möglich bzw hat der Hund dann nix davon.

    Manchmal muss man Dinge erst ausprobieren, um zu sehen was geht. Humor und Geduld einpacken.

    Da sind alle Hunde verschieden. Aber Langsamkeit ist unser Zaubermittel und unsere Hauptlektion. Charakterlich ist Betti nämlich ne Rakete.

    Fokus auf die Dinge, die gut klappen und nicht zu viel über den Hund nachdenken hilft auch.

    Toi Toi 🤸🏿

    Wenn meine Hündin dazu nervlich in der Lage wäre, würde ich auch Alternativsport wie Mantrailing machen.

    Was mir bei euch nur auffällt, deine Hündin ist ja erst kurz da und hat noch einen langen Weg. Würde mich da auf die wichtigsten Dinge konzentrieren. Ein Hund hat ja nicht unendlich Kapazitäten. ZOS könntet ihr allein aufbauen, auch zuhause. Das hilft auch fürs Selbstvertrauen.

    Wahre Bindung entsteht über Zeit und konstantes einschätzbares Verhalten deinerseits. Gib euch Zeit. Kleine Basics kannst du natürlich aufbauen. Aber pass bitte auf nicht Zuviel Fokus auf Beschäftigung oder die Entwicklung deiner Hündin zu legen. Nur ein Randtipp von jemanden, der das tat und damit Mist gebaut hat.