Hey, meine Hündin hat Angstaggressionen (auch wegen Menschen, Hunden, Wind und Dönerpapier etc.) und ich wohne noch kleiner als ihr.
Von Beginn an habe ich einen Rückzugsbereich im Schlafzimmer aufgebaut. Sobald es klingelt hat sie sich dorthin zurückzuziehen. Kein Kontakt zum Besuch. Das hat ihr Leben so erleichtert. Mittlerweile brauche ich Tür reicht mehr schließen. Bei engen Freunden darf sie auch mal kommen, nachdem ich sie abgeholt habe. Nur wenn sie ruhig ist und keine Stressfaktoren existieren, also auch der Besuch sie ignoriert/sich Hundesprachlich Verhalten kann, kein Kind ist und freier Zugang zu ihrem Rückzugsort stets möglich ist. (Wir haben allerdings auch kein territoriales Problem, dann wäre das für mich raus)
Ich habe tatsächlich noch nicht rauslesen können, warum bei euch das Schlafzimmer nicht funktioniert.
Und ja, die ersten Trainingsmonate gabs gar keinen Besuch mehr, dem Hund zu liebe. In der Zeit wurde der Rückzugsort, die Klingel und der Postbote etc aufgebaut. Würde ich in einer WG Leben oder viel Besuch haben, wäre das Stress für meinen Hund und die Kapazitäten, die das verbrennt, fehlen dann woanders.
Es gibt Hunde, die brauchen einen bestimmten Lebensstil. Manches kann mit viel Struktur angepasst werden. Aber gerade die ersten Trainingsmonate muss man die eigenen Bedürfnisse zurückschrauben und den Aufbau stör -und stressfrei gestalten.
Manchmal muss man auch mehrere Trainer ausprobieren, bis einer zum Hundetyp und Lebensstil passt. Ich habe meinen Lebensstil zu 60% umgestellt für meinen Hund. Mein Hund seinen zu 80%.
Toi Toi euch.
Edit. Kastration ist kein Erziehen. Wer das als Startlösung vorschlägt, wäre bei mir als Kompetenz sofort raus. Gerade zu Beginn der Pubertät. Stell dir vor, dass würde man beim Menschen so machen.