Ich kann dich beruhigen, mir ist dank Zusammenspiel glücklicher Zustände (Hund wollte Nachbar fressen) auch schon die Tür zugeknallt. Und ich bin weit weg von Welpenblues oder neu im Hundechaos 🙈 (ich hab übrigens dadurch gelernt wie ich selbst in meine Wohnung einbrechen kann. Skills, die mir ein Leben lang nützlich sein werden)
Menschen, die aus ihrer Routine ausbrechen, befinden sich sehr häufig in dem Zustand, den du beschreibst. Innerlich hat dein Organismus Panik vorm Säbelzahntiger und versucht dich zur alten Routine zu zurück zu manipulieren. ("Bist du sicher, dass du das alles richtig machst?", fragt das Gehirn) Neue Routinen aufbauen braucht ein paar Monate Zeit.
Ich würde Hundehaltung ein wenig wie einen Muskel ansehen. Den muss man langsam trainieren. Irgendwann hat man dann Probleme, wenn man kein HundehalterIn mehr ist.
Gib dir Zeit. In deiner Selbständigkeit machst du bestimmt auch mal Aufgaben, die du nicht super angenehm findest. So ist es in der Hundehaltung auch.
Wirf Perfektionismus aus dem Fenster, gib dir Raum für Humor. Struktur und Spontanität sind keine Gegensätze.
Wie weit musst du deine Hündin denn tragen? 30min wäre mir für eine Mitternachtsrunde auch zu lang. Gibt es keinen Quadratmeter grün vorher?
Meine Tipps aktuell wären:
Mach den Hund gerade nicht zu deinem einzigen Lebensmittelpunkt. Lass ihn Teil deines Lebens sein, aber nicht dein einziger Inhalt (auch in deinem Kopf).
Belege das Pippimachen mit einem Wort. Vielleicht nützt es dir in kälteren Tagen zur schnelleren Lösung.
Und Fließjacken können sehr nützlich sein für HundehalterInnen 🙈