Mir geht es nicht darum, ob sich ein Hund schnell/oft oder weniger schnell/oft aufregt und auch nicht darum, wie schnell oder einfach er wieder runterkommt. Sondern es geht mir darum, steuern zu können, ob er sich überhaupt aufregt. Ich entscheide, ob gerade Aufregung erwünscht/in Ordnung ist oder nicht und ich entscheide, wann diese zu Ende ist. Und da meine ich wirklich zu Ende und nicht, der Hund reißt sich halt zusammen und hibbelt innerlich noch rum.
Das hat erstmal nichts damit zu tun, ob es ein Hibbel ist oder nicht
Ziemlich genau darum geht es mir auch.
Mal ein Beispiel: Kaya sieht ne Katze über die Strasse unserer Wohnsiedlung schlendern. Jetzt gibt es zwei Szenarien. 1) Ich sag nix und lass sie machen. Dann fährt sie volles Programm, wirft den Turbo an und jagt das Tier kläffend über den nächsten Gartenzaun. Erregungslage in der Aktion hoch und nach Start des ganzen Programms ist die Aktion schwer bis unmöglich abzustellen. Ist die Katze hinter dem Zaun, regt sie sich schnell wieder ab und kommt.
2) Kaya sieht die Katze. In dem Augenblick sag ich: Nein. Lass es.
Das Programm startet nicht, sie fährt sich nicht hoch und kann normal weitergehen während die Katze unbeheligt in den Garten schlüpft.
Ich muss ihr das aber in dem Moment, wo sie den Reiz Katze wahrnimmt untersagen, sonst springt sie sofort drauf an.
Ist natürlich eim bisschen die Frage nach Henne und Ei: Verbiete ich das Hochfahren und verhindere damit die Jagd oder Verbiete ich die Jagd, mit dem Ergebnis, dass sie sich erst gar nicht hochfährt.
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Ach so, na das mache ich natürlich auch. Wenn Bobby sich drinnen über ein Geräusch aufregen will zum Beispiel, dann kommt ein mahnendes Wort gefolgt von "Leg dich hin!" und dann entspannt er sich wieder und pennt weiter.
Aber ist das schon die Erregungskontrolle, die hier gemeint ist?
Das machen doch vermutlich die meisten Hundehalter mehr oder weniger automatisch, spätestens wenn sie von ihrem Hund mal genervt sind. 
Ich hatte eher den Eindruck, dass da ein ganz anderes Konzept dahintersteht, den Hund grundsätzlich nicht sich aufregen zu lassen. Quasi permanente Entspannung anzustreben (außerhalb des Sports natürlich, wo es gewünscht ist).
Und das mache ich zum Beispiel nicht. Ich lasse das in manchen Situationen einfach laufen, zum Beispiel bei der Begrüßung, weil es mich halt nicht stört. Und ich denke, dem Hund schaden ein paar Minuten freudiger Aufregung nicht - wenn er danach wieder runterfährt. Aber das ist natürlich eh sehr individuell, was man halt mag oder nicht.