Beiträge von Karpatenköter

    Soo. Bei den Tabletten haben wir uns jetzt darauf geeinigt, dass ich ihm die Apoquel einfach in den Rachen schiebe. Findet er doof, aber wat mutt dat mutt halt ... |)

    Heute hab ich dann telefonisch die Ergebnisse von der Ausdifferenzierung bekommen. Dino reagiert nur auf eine Sorte Gräser, den Namen hab ich am Telefon aber nicht so richtig verstanden. Die Ergebnisse schickt sie mir aber gleich noch per E-Mail =) Wir können ausschließen, dass das die Hauptursache ist. Hauptauslöser für die Geschichte war vermutlich die Sarcoptes-Infektion, evtl. auch in Kombination mit der Futtermittelallergie.

    Weil Dino ja nur auf eine Gräsersorte reagiert, will die TÄ beim nächsten Termin im August noch mal über die Desensibilisierungssache mit mir reden. Vielleicht ist die gar nicht nötig, wünschenswert wär es ja.

    Wir sollen auch mal versuchen, Apoquel auf eine halbe Tablette pro Tag zu reduzieren. Wenn das nicht klappt, können wir aber auch wieder auf die aktuelle Dosierung (1 Tablette/Tag) zurückgehen.

    Dinos Haut wird immer besser, die schwarzen Flecken werden immer kleiner und das Fell wächst super nach. Ich poste nachher mal aktuelle Fotos, verglichen mit den Fotos vom Anfang liegen da echt Welten zwischen :mrgreen-dance:

    Das Allergikerfutter fand er kurzzeitig richtig doof und hat dann - wohl auch, weil ihm das Antibiotikum auf den Magen geschlagen ist - echt wenig gefressen. Dadurch hat er weiter abgenommen und hängt jetzt bei geschätzt 15,5 kg. Das steht ihm aber sehr gut und von anderen HH haben wir auch schon Komplimente bekommen ("Oh, hat der Dino abgenommen oder hat er einfach nur seine Unterwolle verloren?! Der sieht ja richtig gut aus!") :lol:

    Jetzt frisst er aber wieder gut und ich muss mir keine großen Sorgen mehr machen. Am Nachmittag flitzen wir noch zu unserer Dorf-TÄ, Apoquel holen und sie auf den aktuellen Stand bringen. Ich bin gespannt, was sie zu der Entwicklung sagt =)

    Kurzum: im Hause Dino sieht alles gut aus, dem Dicken gehts prima und mir daher auch :mrgreen-dance:

    Aber eine OT-Frage hab ich noch ... gibt's im Raum Berlin eine gute Tierklinik bzw. einen kompetenten TA, der Sterilisierungen (keine Kastration!) durchführt? Hier soll im nächsten halben Jahr eine Hündin einziehen. Kastration kommt aus vielerlei Gründen bei Dino nicht in Frage, der Hündin möchte ich den Eingriff komplett ersparen - also soll der Dicke einfach nur zeugungsunfähig gemacht werden, damit nichts passieren kann, sollte er mir doch durch den Lappen gehen und die Hündin (wenn sie irgendwann mal läufig wird - bei einem Welpi dauerts ja erstmal ...) decken.

    Angeregt durch diese Fragestellung eröffne ich mal den Thread hier, weil das Thema ja schon interessant ist mit all den Facetten und den eigenen Erfahrungen, die man bisher schon gemacht hat.

    Nehmen wir doch mal an, unser hypothetischer Hundehalter wird beim Gassi vom Auto angefahren und liegt verletzt, aber bei Bewusstsein auf dem Boden. Der Autofahrer steigt aus und geht zum Halter hin, um sicherzustellen, dass alles ok ist und um die Personalien auszutauschen. Ohne Hund kein Problem - aber wie sieht das mit Hund aus?

    Wie kann man als Geschädigter dafür sorgen, dass der Hunde gesichert ist, damit Ersthelfer ohne Probleme zum Opfer gelangen können, ohne vorher erst noch den aufgeregten Hund sichern zu müssen?

    Wie geht man mit Hunden mit Schutztrieb um, wie mit Hunden, die Fremde absolut scheiße finden und im worst case auch beißen würden, um Herrchen (oder Frauchen) zu beschützen?

    Was kann ich als Ersthelfer tun, um für die Sicherheit aller - Hund, Halter und meine Wenigkeit - zu sorgen?

    Habt ihr vielleicht auch schon eigene Erfahrungen gemacht?

    Und wenn ein Ersthelfer doch mal gebissen wird ... das Geschrei wäre wohl groß. Wo zieht man da, wie Gina23 schon gefragt hatte, die Linie zwischen "noch in Ordnung" und "übertrieben und fahrlässig"?

    Ich selbst hatte zuhause mal einen schweren epileptischen Anfall und hab im Zuge dessen das Bewusstsein für ~15 min verloren. Damals hatte ich nur Teki, ein absolut unkomplizierter und menschenfreundlicher Hund. Fremde sind toll, manche sind aber gruselig und da hält er sich dann lieber zurück. Sorgen um solche Situationen habe ich mir nicht gemacht.

    Ein anwesender Freund hat dann den RTW verständigt. Im Nachhinein hat er mir erzählt, dass Teki vor lauter Schreck gebellt hat und wie vom Blitz getroffen rumgewuselt ist - aber die Sanitäter hat er wohl nicht behindert. Die Situation war wohl recht entspannt aufzulösen. Im Zweifel hätte besagter Freund Teki festgehalten - mit seinen 11 kg ist da ja problemlos machbar.

    Aber mit Dino wäre das ganz anders ausgegangen. Er ist unsicher, findet Fremde überflüssig. Nach Fremden in der Wohnung wird auch durchaus mal hütitüti-like geschnappt, wenn sie sich z. B. die Schuhe oder Jacke ausziehen oder den Rucksack abstellen. Fremde, die unangekündigt klingeln, werden mit lautem Getöse "begrüßt" und er regt sich wahnsinnig auf. An die Leine gelegt stellt er nur "Lärmbelästigung" dar, ohne Leine würde er - sollte sich eine fremde Person an mir zu schaffen machen - vermutlich auch zwicken oder beißen. Bei normalem Besuch, mit dem wir vorher eine Runde gelaufen sind, lässt er sich inzwischen ohne zu Murren an der Heizung anleinen und so räumlich begrenzen.

    Wenn ich einen epileptischen Anfall habe, kann ich nicht eingreifen, ihm kein Halsband anziehen (er läuft hier "nackt" rum) und den Sanitätern auch nicht sagen, wie sie ihn händeln sollen. Und ich habe auch nicht 24/7 jemanden zu Besuch, der das vielleicht für mich übernehmen und sich in der Situation um Dino kümmern könnte.

    Wie würdet ihr bei sowas vorsorgen, wenn euer Hund z. B. Schutztrieb hat, Fremde überflüssig findet oder im worst case auch schon Leute schwer verletzt hat? Könnt ihr von eigenen Erlebnissen berichten? Kann man die Situation oder zumindest die Basics (Ersthelfer kommt zu Herrchen (evtl sogar noch bewusstlos), Hund hält sich zurück) trainieren - und wenn ja, wie?

    Ich freu mich auf die Diskussion!

    Puh, also ich finde es normal/"ok", dass Dako in der Situation gebellt hat. Der wird sich auch erschrocken haben - scheinbar isser ja nicht zu dem Radfahrer hin, oder?

    Was die Sache mit Ersthelfern angeht ... Mein Ansatz wäre wohl, das auf einem Hundeplatz mit Personen, die Hunde gut lesen können, zu testen. Dann sieht man, wie der eigene Hund darauf reagiert, ob es Probleme gibt und so weiter. Eventuell kann man das dann auch regelmäßig üben, um den Hund mit der Situation vertraut zu machen. Herrchen liegt aufm Boden, antwortet nicht, eine fremde Person kommt dazu, macht sich mehrfach laut bemerkbar ... Ich denke, wenn der Hund die Situation schon kennt, hat man zumindest einen Fuß in der Tür. Mit einer realen Situation, ggf. mit Blutgeruch am Herrchen, Chaos drumherum (Autounfall auf der Landstraße/Autobahn zB) sieht das natürlich wieder anders aus :???:

    Ich glaube fast, dass das Thema einen eigenen Thread wert ist, ich find das nämlich durchaus interessant =)

    Ich finds absolut richtig noch mal drüber zu schlafen.

    Wäre es den so "schlimm" wenn er 45 oder 50kg wiegt?

    Wenn die los legen, hätte zumind. ich keine Chance egal ob die 5kg mehr oder weniger :headbash:.

    Absolut. Gerade wegen der Vorgeschichte hab ich gestern im Telefonat noch gesagt, dass ich Till gerne erst öfter besuchen würde, bevor ich mich entscheide - fand die PS-Dame auch goldrichtig so.

    Es ist halt insofern "schlimm", dass ich dann mit Dino zusammen fast mein Eigengewicht (60-65 kg; ich wiege aktuell 55 kg...) an der Leine hätte xD :ugly: Ich hätte auch keine Chance mehr, wenn beide gleichzeitig loslegen. Wenn Till zu irgendetwas hinzog, hab ich ihn körperlich und stimmlich gut bremsen können. Wenn der Bär aber mal richtig nach vorne gehen sollte, legts mich vermutlich lang...

    Danke JennyHund! Der Bär hört sich so erstmal nach einem Traumhund an, aber die Gewichtssache ist eben das wichtige Kästchen, wo ich keinen Haken setzen kann. Ich glaube, daran wird es auch scheitern - 30 kg Futter krieg ich mit etwas Schwitzen hochgetragen, aber 40-50 kg Lebendgewicht sind ja noch mal was ganz anderes.

    Wie wohnst du denn Karpatenköter ?

    Stadt / Land?

    EG oder viele Treppen? Das wäre für mich ein wichtiger Punkt.

    Wie weit hast du ins "Grüne". Also wenn ich mir ein Powerpaket zulegen wollte, wären mir die Sachen wichtig!

    Eher dörflich. Ich wohne in einer Kleinstadt in einem ruhigen, sehr grünen Wohngebiet mit viel Wald drumherum - und bei uns mehr oder weniger direkt vor der Haustür. Lass es 200-400 m sein, je nachdem, wie man um den Wohnpark herumläuft. Freilauf ist hier auch an vielen Stellen möglich.

    Zur Altstadt bzw zum Bahnhof und Tierarzt sinds nur 1,5-2 km fußläufig. Also dörflich mit angenehmer Stadtnähe. Hier ist nicht viel los - tagsüber hört man die Kinder vom Kindergarten, abends spielen die Kinder aus unserem Viertel auf dem Spielplatz neben dem KiGa. Die machen aber kaum Probleme; dadurch dass hier viele Hunde leben, wissen die meisten Kids, wie man sich Hunden gegenüber verhält - wenn man streicheln will, wird gefragt. Darf man nicht streicheln, ist das auch ok und der Hund wird eben aus der Ferne bewundert.

    Aber eben (noch) im 3. Stock. Je Etage eine Treppe zu je ... puh, lass mich lügen, 12 Stufen? Danach gehts dann "ebenerdig" ums Eck, dann folgt über der einen Treppe die nächste.

    Da der Wohnpark von einer großen Gesellschaft verwaltet wird, sollte es aber auch möglich sein, bei Gelegenheit ins EG oder wenigstens in den 1. Stock umzuziehen. Hier werden öfter mal Wohnungen frei, weil die Bewohner entweder versterben oder wieder umziehen.

    Hatte mit der Dame, die Till aufgenommen hat und betreut, auch darüber gesprochen. Sie selbst sieht da keine Probleme - wohnt auch im 3. Stock, allerdings mit einem deutlich leichteren X-Herder.

    Das mit den Treppen bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Solange Till gesund ist, geht das bestimmt - aber wenn er mal krank ist oder nicht viel laufen darf, wirds schwierig :/

    Deshalb und durch div. Gespräche mit anderen DSH-Haltern würde eine Hündin wohl doch den Vorzug erhalten, weil kleiner und leichter, obwohl ich eigentlich eher der Rüdenmensch bin. Und Dino würde davon auch profitieren, glaube ich - mit Hündinnen spielt er irgendwie lieber ...

    Schwierig. Ich tendiere aktuell tatsächlich eher zu einem Nein, möchte aber noch ein weiteres Treffen mit Dino *und* Till abwarten, bevor ich mich endgültig entscheide. Kann ja auch sein, dass Dino den Bären gar nicht abkann.

    Aus Interesse, weil hier ja auch irgendwann ein DSH einziehen soll ... =)

    Wie häufig kommt die Schäferhundkeratitis vor bzw. wie hoch ist das Risikio, dass (m)ein Hund daran erkrankt? Muss man damit so "häufig" rechnen wie zB mit einer Pyometra? Wird das durch Irgendwelche Faktoren begünstigt?

    Ich war heute mal vor Ort am SV-Platz, wo Till momentan untergebracht ist und hab mir den Bären in natura angesehen.

    Ein Riese von Hund, 70 cm SH und bestimmt 40-45 kg Gewicht :ugly: Aber ein Lamm von Hund, was das Verhalten angeht. Fremde? Sind halt da, aber vielleicht werfen die ja den Ball. Radfahrer, Jogger, andere Menschen? Man kann mal gucken, aber soo interessant findet er die nicht...

    Mit anderen Hunden kommuniziert er super, er nimmt sich auch brav zurück, wenn der andere Hund zeigt, dass ihm dies und das grad zuviel ist.

    Die PS war sehr angetan von mir und dem, was ich erzählt habe, wie Dino und ich leben ... sie würde sich sehr freuen, wenn Till den "Lottogewinn" ziehen würde.

    Mein erster Eindruck war auch gut, trotz Vorfall mit dem ehemaligen Herrchen. Till zeigt keine Beschädigungsabsichten, sie hatte mir erklärt, was da abgelaufen ist und was vermutlich die Ursache dafür war.

    Ich bin mir aber unschlüssig. Ja, Till ist nett, ruhig und entspannt. Beim Begrüßen war er ein richtiger Freukeks :pfeif: Aber die Größe, das (End)Gewicht - wenn er Muskeln aufbaut, knackt er garantiert die 45 kg (evtl auch die 50 kg) und vor allem die Sache mit dem Vorfall...ich weiß nicht. Mal drüber schlafen und nächste Woche mal gucken, wie Dino ihn findet. Und dann noch mal drüber schlafen ... Er hat ein gutes Zuhause mit Familienanschluss wirklich verdient, aber uff. Uff uff uff. Weiß nicht. :tropf: