Ja, Dino ist so ähnlich drauf. Als ich ihn vor einem Jahr übernommen habe, hat er jeden fremden Menschen fixiert; wenn die recht "nah" an uns dran waren (damals so ±10-20 m) wurde auch gern mal vorsorglich gebellt. Wenn sie dann näher als 10 m an uns dran waren, stand der Spacko in der Leine und hat einen auf "Isch mach disch Krankenhaus" gemacht. Und da haben die uns meist nur kurz angeguckt - wenn uns jemand angesprochen hat, ist er oft gleich eskaliert. 
Nachtrag: Begegnungen im Hausflur waren so das erste halbe Jahr über eine Mischung aus "Ohoh, ein Nachbar - schnell zurück rückwärts in die eigene Wohnung" und "Okay, uns kommt jemand entgegen, ich quetsch mich samt Hund mal so in die Ecke, dass nix passieren kann..." 
Das fand ich tatsächlich anstrengender als die Begegnungen im Freien, da kann man wenigstens gescheit ausweichen - im Hausflur eines Mehrfamilienhauses ist das schon schwieriger und für alle Beteiligten gefährlicher. Dino hätte zu Anfang in der Situation definitiv geschnappt.
Das wurde mit der Zeit besser; auch weil wir je nach Route und Umgebung auch großräumig ausgewichen sind. Und ich denke, ein "Schnuller" hat ihm da auch geholfen: manchmal durfte er einen zufällig gefundenen Stock aufheben und mitnehmen. Da konnten uns die Menschen dann auch mal ansprechen, der Hund war mit seinem Stocki beschäftigt und hat gar nicht daran gedacht, den Menschen anzupöbeln 
Ich muss aber dazu sagen, dass ich das oft gar nicht sooo bewusst trainiert habe. Mein Hauptziel zu der Zeit war Management pur - Stressoren vermeiden, wo es geht.
Er hat wohl auch zusätzlich durch entspannte Begegnungen mit hundekundigen Freunden gelernt, dass die meisten Menschen erstmal gar nichts von ihm wollen und ihn ignorieren, selbst wenn er sie beschnuppert.
Allerdings ist es je nach Tagesform und -zeit immer noch so, dass er manchmal bestimmte Menschen anpöbelt. Nachts werden "komische" Menschen, die mir selbst auch nicht so geheuer sind, logischerweise deutlich eher verbellt. Da reichts, wenn die still in der Gegend rumstehen, weil sie grad was am Handy rumtippen 
Muss aber sagen, dass mir das dann nicht ganz unrecht ist, er darf komische oder auf ihn bedrohlich wirkende Personen nachts meinetwegen anbellen (in Maßen. Kopfloses Gekläffe dulde ich nicht, genauso Nach-Vorne-gehen, obwohl/wenn der Mensch 10 m von uns entfernt ist...).
"Ganz weg" krieg ichs bei Dino vermutlich nicht. Das dürfte u. A. aber am (vermuteten) Rassemix liegen. Für mich ist nur wichtig, dass seine Unsicherheit in einem kontrollierbaren Rahmen bleibt, der für uns beide angenehm ist. Er darf anzeigen, wenn er sich durch etwas oder jemanden verunsichert fühlt - dann übernehme ich. Da hab ich dann aber Trainingsbedarf 

In der Wohnung sind fremde Menschen immer noch ein Thema. Daran hab ich ehrlich gesagt noch nicht soo intensiv gearbeitet, weil ich recht selten Besuch kriege und daher nicht so die Notwendigkeit sehe 
Ich weiß nicht, wie lange deine Hündin schon bei dir ist, aber meiner Erfahrung nach spielt sich manches mit der Gewöhnung und zunehmendem Vertrauen ineinander von selbst ein. Heißt natürlich nicht, dass es auch ganz ohne Training klappt.
Zwecks Trainerin: da sagt mir der erste Link eher zu, du brauchst/willst ja eher Einzeltraining und -beratung, keine HuSchu im eigentlichen Sinne. Denke, beim Hundezentrum Rems-Murr bist du ganz gut aufgehoben - aber vielleicht hat noch jemand aus deiner Region einem Tipp für dich.