Elias ist hier sehr streng mit sich und hat unter den Tisch fallen lassen, dass die Ausgangsbedingungen wirklich nicht einfach waren und auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen war, dass das Gespann einfach nicht passt. Und er (vermute ich mal) wegen Dinos gesundheitlicher Baustelle mental einfach deutlich mehr auf Beschützer als auf Zickenbändiger eingestellt war
Japp, das kommt noch dazu.
Timmy 2019 Ihr habt ja schon Recht früh gemerkt, dass da irgendwas nicht richtig läuft. Und das ist schon mal die halbe Miete!
Ihr habt (nehme ich an) auch bessere Ausgangsbedingungen als ich damals mit Lina und Dino. Daher bin ich mir sicher, dass das bei euch recht schnell in geordneten Bahnen laufen und Timmy lernen wird, dass Schluss auch wirklich Schluss heißt.
Lina ist die Schäferhündin. Sie war zum Zeitpunkt des Videos 9 Monate alt, also etwa so alt wie dein Timmy.
Dino ist der kleinere Schäferhundmix, der war da grob 3,5 Jahre alt.
Schau dir mal ganz genau Linas Verhalten an: sie will Dino nicht ans Wasserloch lassen, jagt ihn teilweise sogar weg. Er kann sich da nicht selbst rausnehmen (z. B. durch abrupt stehenbleiben, T-Stellung usw.), also müsste ich eigentlich eingreifen - hab ich damals aber nicht, weil ich das nicht als Mobbing erkannt habe.
Inzwischen sehe ich aber, dass Lina jede Möglichkeit ausnutzt, um Dino "eins auf die Fresse" zu geben. Selbst als er schon am Boden liegt, macht sie einfach weiter. SO! sieht Spiel definitiv nicht aus.
Das war nicht nur am Wasser so, sondern auch zuhause, beim Gassigehen an der Leine usw.
Sie hat ihn bei jeder Gelegenheit als Blitzableiter genutzt. Ich hab ihr etwas verboten? Okay, dann haut sie aus Frust halt Dino eine runter. Oder zwickt ihn. Schneidet ihm den Weg ab, missachtet seine Signale usw.
Ich hab das damals nicht in den Griff bekommen, deshalb musste Lina dann leider doch wieder ausziehen.
An deiner Stelle würde ich Timmy deutlich zeigen, dass er die Signale des Chihuahuas beachten muss. Wenn der Chihuahua also deutlich zeigt, dass er keine Lust hat, führst du Timmy ruhig von dem Chi weg. Das geht am besten, wenn du eine Schleppleine am Hund hast (bitte NUR mit Geschirr nutzen). Im Haus reicht auch eine kurze Hausleine. Wichtig ist einfach, dass du möglichst sofort Zugriff auf den Hund hast.
Und dann gehst du mit Timmy weg, setzt dich irgendwo hin und wartest, bis Timmy wieder runterfährt. Wenn er das noch nicht schafft, könnt ihr auch zusammen mit dem Chi ein Stück spazieren gehen - beide angeleint, damit keiner den anderen belästigen kann; immer mit genügend Abstand.
Heute sind die VPs immer außerhalb seiner Sicht gestartet, sodass er sich wirklich auf seine Nase verlassen musste. Am Anfang wars noch sehr hektisch, er war sehr aufgeregt
Aber als ich ihn ausgebremst habe, hat er deutlich konzentrierter gearbeitet und die Nase sogar mal über den Boden geschoben. Sonst sucht er ja mit der Nase in der Luft. Beim dritten und letzten Trail lief er dann äußerst bedacht und konzentriert, man hat ihm förmlich angesehen, wie er überlegt und abwägt
Es kann so einfach sein, hach ... einfach nicht mehr rennen, sondern zügig gehen.
Allerdings hat die heutige Stunde mit einem Schrecken geendet - unsere Trainerin wurde von einem 9-jährigen (!) mit nem Messer bedroht
Da war sie gerade mit einem anderen HF und dem Hund auf dem Rückweg, da kommt der Knirps ums Eck, pöbelt die zwei an und kommt mit dem Messer fuchtelnd immer näher
Passiert ist zum Glück nichts, aber in der Ecke werden wir erstmal nicht mehr trailen ...
Wer hat denn die Diagnose gestellt, der normale Haustierarzt oder ein "richtiger" Fachmann? Und welcher HD-Grad ist es?
Außerdem, wie Lockenwolf schon sagte, die Röntgenbilder kann man nicht wirklich gut auswerten... ein "richtiges" HD-Röntgen muss unter Narkose erfolgen.
Auch in einer HD-"freien" Zuchtlinie kann man HD nicht zu 100% ausschließen, ein Restrisiko bleibt mWn immer. Schließlich können Gene auch mal eine oder mehrere Generationen "überspringen".
Aoleon Wir haben dieses Ding hier und das hält sogar bei meinem "kleinen" Hund schon einige Monate...
Zwischendurch kann man es einfach abwaschen und gut. Es quietscht nicht, knarzt nur ein wenig aber es knallt auch nicht so wie die Kaffeeholzstäbe, wenn Madame es auf's Parkett fallen lässt. Wir sind zufrieden
Kaut sie da auch richtig drauf, zT auch mit den Backenzähnen?
Rollt das Ding stark durch die Gegend?
Linus "knatscht" gerne auf seinem ChuckIt Ball und nutzt das auch zum Stressabbau ect.
Ich mag aber keinen Ball in der Wohnung (ich wäre nur noch damit beschäftigt das Ding unterm Sofa raus zu fischen) daher such ich gerade eine wohnungstaugliche Alternative
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Ich bin nicht Schäfchen, aber Dino (15 kg) kaut da auch mit den Backenzähnen drauf rum - das Teil hälts sang- und klanglos aus. Allerdings haben wir den Knochen davon, dürfte materialtechnisch aber kein großer Unterschied sein.
viel Ausweichen und das auch ankündigen, Dino ist ja seeeehr unsicher und lässt sich von fremden Hund oft sofort triggern, da reichts, wenn der andere Hund ihn nur 1 Sekunde lang anguckt
Zusätzlich machen wir auch ab und an mal Intensivtrainings in den üblichen Hundeauslaufgebieten, damit er merkt, dass er auch einfach so an fremden Hunden vorbeigehen kann und nichts passiert. Das klappt da schon sehr gut, weil die Wege da auch breiter sind und wir besser ausweichen können.
Wenn wir gar nicht ausweichen können, belohne ich den ruhigen (!) Blick zum fremden Hund und/oder lasse Dinos seine Lieblingskommandos ausführen ooooder lenke ihn mit der Umgebung ab. Mehr gerne per PN, hier sprengts evtl den Rahmen.
Weiß nicht, ob das hilft, wenn der Auslöser eigentlich Frust ist.
Wie schwer ist es eine Leinenaggression wieder wegzubekommen?
Kommt darauf an, seit wann sie besteht, was genau der Auslöser ist und wie du trainieren möchtest.
Bei Dino gehört sie "von Anfang an", also seit er mit etwa einem Jahr nach DE kam, zum Verhaltensrepertoire dazu - wir trainieren jetzt seit einem Jahr, nachdem die Vorbesitzer zwei Jahre lang quasi nix gemacht haben. Ich rechne damit, dass es Minimum zwei weitere Jahre dauert, bis wir das Verhalten gut im Griff haben.
Wenn sich ein Verhalten über x Jahre etabliert habe, braucht es idR auch genauso viel (bzw. mehr) Zeit, um das Verhalten zu überschreiben.
Jino ist ja aber noch nicht so lange bei euch und vor allem auch noch jung, da lässt sich das bestimmt binnen eines Jahres halbwegs gut gegenkonditionieren.
Ob man eine Leinenaggression aber auch wirklich nachhaltig "weg"bekommt, kommt wohl definitiv auf den Auslöser drauf an.