Beiträge von Karpatenköter

    Die Hündin ist seit zwei Monaten (!) bei euch. Das ist nichts, vor allem wenn sie Männer eher doof findet.

    Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis sie sich vollends an die neue Situation gewöhnt hat.

    Lasst ihr Zeit, setzt sie nicht unter Druck und bedrängt sie nicht (was ihr durch das "zu sich holen" eigentlich macht...). Lasst sie entscheiden, wann sie Kontakt möchte und akzeptiert auch, wenn sie gerade keine Lust hat.

    Natürlich kann sich dein Freund ab und an auf den Boden setzen und sie zum Kuscheln einladen - aber wenn sie nicht will, muss das akzeptiert werden.

    Ich habe direkt zu Beginn eine Kotuntersuchung auf Würmer und Gardien machen lassen, die negativ war. Meine THP meint aber, der Schnelltest im Labor beim Tierarzt wäre eher ungenau, deshalb lasse ich das bald nochmal nachholen (ist auch schon fast zwei Monate her). Verstopfung hat sie nicht, und Rückenschmerzen kann ich so nicht erkennen.

    Karpatenköter Wanda frisst auch manchmal Kot, vor allem ihren eigenen wenn sie ihn getrocknet im Garten hinter der Hecke findet. Das gibt mir auch zu denken.

    Sie war ja zum Ausdrücken beim Arzt, aber es hat sich seitdem nicht gebessert leider.

    Das Problem ist, dass nicht in jeder Kotprobe Würmer oder andere Parasiten zu finden sind ("false negative" - der Test fällt negativ aus, obwohl der Hund Wurmbefall hat, weil im Kot keine Parasitenspuren zu finden sind).

    Ich persönlich spar mir die Kotproben und entwurme einfach pauschal alle drei Monate. Oder eben dann, wenn der Hund Mäuse, Kot oder anderen Mist gefressen hat, der von Würmern befallen sein könnte.

    Wenn sie ihren eigenen Kot frisst, kann das durchaus auf eine Mangelernährung oder Parasitenbefall hindeuten.

    An deiner Stelle würde ich wirklich mal eine Wurmkur geben und schauen, ob es danach besser wird. Wenn nicht, würde ich mich von der THP lösen und einen anderen, unabhängigen Tierarzt draufschauen lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei und so weiter...

    Bei der Schilderung habe ich auch an einen Hirnschaden durch Sauerstoffmangel denken müssen.

    Ich bin kein Fachmann, aber ich würde in deinem Fall schauen, dass du das irgendwie finanziert bekommst. Würde die Zeit nicht so drängen, würde ich einen Spendenpool auf den bekannten Plattformen vorschlagen, im Freundeskreis herumfragen wäre aber auch eine Option.

    Ebenso würde ich persönlich mal bei der Tierklinik erscheinen, die Situation erklären und um Ratenzahlung bitten. Viele zeigen sich kompromissbereit, wenn du schon einen Teil anzahlen kannst.

    Ich wünsche dir, dass ihr eine Möglichkeit findet und es deinem Hund bald besser geht. Daumen sind gedrückt.

    Mein Rüde kommt aus dem Tierschutz und läuft mir auch jetzt noch (knapp 1,5 Jahre später) immer noch viel hinterher. Geh ich ins Bad, kommt er mit und döst dann irgendwann auf seiner Matte im Flur.

    Wenn ich in der Küche arbeite, liegt er im Flur und döst da.

    Am Anfang war er wirklich penetrant und hing mir im Bad halb aufm Schoß, aber inzwischen bleibt er auch mal im Wohnzimmer liegen, wenn ich nur kurz aufstehe.

    Es kann, wie Oleniv schon sagt, mitunter echt dauern, bis der Hund in der Hinsicht entspannter wird.

    Solange es dich nicht stört, dein Hund nicht übermäßig gestresst wirkt und auch genügend Schlaf bekommt, würde ich mir da nicht so den Kopf drum machen.

    Mein Rüde zB ist einfach gerne in meiner Nähe. Darf er sein, find ich angenehm. Wenn er im Weg ist oder stört, wird er einfach weggeschickt.

    Wenns deiner Hündin allerdings merklich nicht gut tut, würde ich auch Türgitter installieren.