Beiträge von Karpatenköter

    Hm - wäre es denn eine Option für dich, den Hund zu tragen, bis ihr in den ruhigen Seitengassen seid?

    Die Leute überlegen es sich vielleicht zwei Mal, bei einer jungen Frau nach einem Hund auf Brusthöhe greifen zu wollen. Geht natürlich nur, wenn der Hund nicht allzu schwer ist ...

    Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl dafür, wann jemand hinter dir ist und wann jemand deinen Hund streicheln möchte.

    Es ist anstrengend und nervig, aber irgendwann kannst du ein deutliches "Nicht anfassen!" raushauen, bevor die Leute überhaupt die Hand ausstrecken können =)

    Ich hab das auch erst lernen müssen, weil mein Rüde fremde Personen überflüssig findet und sehr deutlich klar macht, was er davon hält, wenn Fremde auf ihn zukommen. Ein schäferhundartiger Hund verschafft sich da (zum Glück?) schon durchs Bellen selbst Eindruck, aber bei einem kleinen süßen Wattebausch ist das natürlich schwieriger :tropf:

    Inzwischen bin ich soweit, dass ich frühzeitig merke, wann jemand etwas von meinem Hund will und kann dann meistens reagieren, bevor sich eine Hand ausstreckt. Wir sind in der Nachbarschaft aber mittlerweile bekannt und haben unsere Ruhe vor den Streichelwütigen :ops:

    Nicht nur heute, sondern wieder grundsätzlich in den letzten Tagen.

    Seit geraumer Zeit übe ich mit Dino das ruhige Betrachten und zu mir wenden von seinen Triggern. Wir haben erst "ganz einfach" mit Radfahrern und Passanten angefangen, natürlich schön auf Distanz (sofern das auf Waldwegen eben möglich ist...) und durch mich vom Reiz abgeschirmt. Klappt prima :applaus:

    Und dann heute ein Semi-Durchbruch beim schwierigen Thema "Hunde". Ein Welpi spaziert mitsamt Besitzern an uns vorbei. Ich hab meine Hunde in weiser Voraussicht schon zur Seite genommen und mich mit ihnen auf einer kleinen Lichtung am Wegrand hingestellt. Dino konnte den Welpen wunderbar in Ruhe angucken und sich regelmäßig für einen Keks zu mir umorientieren :herzen1:

    Als Welpi vorbei war und wir wieder auf den Weg sind, musste er zwar noch mal kurz meckern, aber wir sind allmählich aufm richtigen Weg. Es wird ja doch... Vielleicht können wir diesen Sommer ja schon etwas entspannter spazieren gehen als letztes Jahr. :mrgreen-dance:

    Karpatenköter apoquel unterdrückt auch psychosomatischen Juckreiz.

    Es blockt jeden Impuls an das Hirn, dass es juckt. Die Ursache dafür ist völlig egal.

    Ah, okay - gut, wieder was neues gelernt... Ich ging davon aus, dass der Reiz, der bei einer erlernten Zwangshandlung entsteht, davon nicht unterdrückt wird (weil der ja nicht zwangsweise durch den Körper getriggert wird...).

    Zwangsverhalten bzw eine Zwangsstörung stand vorher bei Dino im Raum, weil er das exzessive Lecken erst recht unter Stress gezeigt hat. Nach der ausführlichen Diagnose konnte ich den Gedanken aber zum Glück verwerfen.

    Die Symptome für eine Magendrehung sind vielfältig. Ich glaube aber fast eher, dass dem Hund was im Hals hängen geblieben ist, n Grashalm oder sowas, das würde nämlich das Rückwärtsniesen erklären.

    Guckt mal, ob ihr im Rachen eine Rötung oder Reizung erkennen könnt. Oft bleiben Grashalme direkt am Rachen kleben und das juckt dann ganz ekelig, ich kenn das selbst (aber nicht mit Grashalmen) :ugly:

    So wie ihr eurem Hund vielleicht direkt ein Medikament zu Erleichterung (eures Hundes und sicher auch eures Gewissens) gebt, bleibe ich dran und betreibe Ursachenforschung.

    In meinem Fall gehörte die Gabe von Medikamenten zur Ursachenforschung dazu. Ich hab dem Hund die Tabletten nicht gegeben, weil ich mein Gewissen beruhigen wollte, sondern weil ich herausfinden wollte, wo die Ursache liegt. Denn wenn der Juckreiz nicht von einer Allergie stammen würde, also keine physische Reaktion wäre, wäre die nächste Diagnoserichtung psychosomatisch bzw. eine Verhaltensstörung gewesen. Zu Anfang war nämlich überhaupt nicht klar, ob seine Leckerei und der extreme Juckreiz psychische oder körperliche Ursachen hatten - also unterstell mir mal nicht, dass ich nur mein Gewissen beruhigen wollte ;)

    Durch die Tabletten und die gesamte Behandlung weiß ich jetzt, dass mein Hund weder Kaninchen noch Ziege, Lamm, Rind oder Geflügel verträgt. Ursache gefunden, Allergie im Griff. Weitestgehend, weil im Hintergrund immer noch die Umweltallergie hängt. Und ich kann meinen Hund ja schlecht in ein Ganzkörperkondom packen, nur damit er keinen Kontakt zu Blütenpollen hat - da muss dann eben ein Antihistaminikum her. Ursache wird also medikamentös unterdrückt.

    Du fragst hier nach Erfahrungen mit der Krankheit - und die Leute sagen dir, dass du vielleicht noch eine Futtermittelallergie ausschließen solltest, weil die Rasse bekannterweise eine starke Neigung zu Allergien aller Art hat.

    Nicht, weil die Leute dich oder deine Meinung doof finden, sondern weils ihnen um das Wohl des Hundes geht.

    Ich kann dich beruhigen: ein Allergiehund muss im Normalfall eben nicht lebenslang Apoquel nehmen. Meiner bekommt das wegen seiner Umweltallergie im Sommer, wenn der Juckreiz trotz Cetirizin zu stark wird und er sich die Pfoten wieder wundleckt. Betrachte es als Bedarfsmedikament.

    Hypo- oder anallergenes Futter muss der Ottonormal-Allergiehund übrigens auch nicht lebenslang fressen. Im Regelfall wird das Futter nur etwa 6-12 Wochen lang gegeben, damit sich die betroffenen Bereiche (Haut, Verdauung, ... wo sich die Symptome halt bemerkbar machen) erholen können und man einen Startpunkt für die Ausschlussdiät hat. Dann wird idR mit Reinfleischdosen oder purem Fleisch vom Metzger oder aus dem Barfshop angefangen. Wenn der Hund irgendwas nicht verträgt, gibts halt wieder ein paar Wochen lang das an-/hypoallergene Futter, bis die Symptome wieder weg sind und dann wird eine andere Fleischsorte probiert ... rinse and repeat, bis man rausgefunden hat, was der Hund schlussendlich verträgt.

    Wenn man dann mal raus hat, was der Hund verträgt, kann man die ganzen Medis idR weglassen. Dafür muss man halt darauf achten, dass der Hund wirklich nur das bekommt, was er verträgt. :ka:

    Und ja, natürlich sind die ganzen Tests teuer. Die ganzen Hautproben, die bei Dino genommen und zusammen mit den Blutproben im Labor untersucht worden sind, haben gemeinsam mit den nötigen Medikamenten (Monatspackung Apoquel, Antibiotikum für x Wochen, spezielles Shampoo...) Kosten in Höhe von 400€ verursacht.

    So what? Wenns dem Hund besser geht und man danach schlauer ist ...

    Natürlich kann man dann auch auf stur schalten und nicht wahrhaben wollen, dass der Hund ne Allergie hat. Verbietet einem keiner. Sich dann aber auf wissenschaftlich nicht nachweisbare Krankheiten einzuschießen und andere Lösungen abzulehnen... naja. Muss jeder selbst wissen, mein Ding wärs nicht.

    Edit: bezieht sich nicht auf Schwabbelbacke =)

    Ich halte von dieser "Diagnose" recht wenig, da sie (wie bereits gesagt) nicht wissenschaftlich nachweisbar ist.

    Das ganze klingt für mich sehr nach einer Allergie oder Unverträglichkeit, ich habe dir ja schon mal geschrieben, dass ich da nicht auf die THP vertrauen, sondern einen Tierarzt mit Spezialisierung auf Dermatologie und Allergologie aufsuchen würde.

    Viele der genannten Symptome hat mein Rüde auch gezeigt - am Ende wurde bei ihm eine Futtermittel- und Umweltallergie diagnostiziert. Hat sich u. A. durch extremen Juckreiz, Wund- bis Blutigbeißen der Haut und exzessivem Pfotenlecken gezeigt.

    Ich würde ihr das wohl geben, über die Dosierung weiß ich leider nichts. Wenn sie das aber auch erbricht, würde ich wohl so schnell wie möglich in die nächste TK eiern.

    Ich drück die Daumen, dass es ihr bald besser geht!