Ich hab selbst keine direkte Erfahrung als Halter mit den genannten Rassen, ein Kindheitsfreund hatte aber mehrere Border und die drei waren definitiv anders als die Aussies einer Freundin. Einer ihrer Rüden hat ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb, ist noch dazu unverträglich mit Kleinhunden und vielen Rüden. Der jüngere Rüde dagegen ist ein Schaf, packt jetzt mit 2,5 Jahren aber auch so allmählich eine gute Portion Schutztrieb aus (wenn auch weniger als der ältere Rüde).
Die Border vom Kindheitsfreund waren deutlich sanfter und sensibler, hatten kaum bis keinen Schutztrieb, dafür aber ein bisschen Wachtrieb (wie bei nahezu jedem Hund). Gerade die Hündin war eher ein "Duckeberger" und hat wirklich sehr sehr sensibel auf die Halterin reagiert, war Kindern gegenüber absolut geduldig, hat aber auch höflich und bestimmt klargemacht, wenn sie etwas blöd fand.
Gefühlt find ich die Wesensspanne beim Aussie als deutlich breiter gestreut als beim BC. Die sind in der Mehrheit ja wirklich extrem sensibel, Aussies empfinde ich dagegen als etwas ... hm, ja, dickfelliger. Weniger oder anders sensibel.
Find es daher auch immer schräg, wenn behauptet wird, die Rassen wären doch fast gleich und/oder hätten die gleichen Anlagen
Mag ja bei manchen Rassevertretern stimmen, sodass man dann zB einen Aussie im Borderpelz (oder vice versa) hat. Aber ich denke, auf einen Großteil der Rassevertreter trifft das eben nicht zu. Ja, es sind beides Hütehunde, aber meiner laienhaften Ansicht nach eben für völlig unterschiedliche Zwecke gezüchtet (Border zum Schafe hüten, Aussie als Hof-Allrounder und zum Rinder treiben).