Beiträge von Karpatenköter

    Ich hab selbst keine direkte Erfahrung als Halter mit den genannten Rassen, ein Kindheitsfreund hatte aber mehrere Border und die drei waren definitiv anders als die Aussies einer Freundin. Einer ihrer Rüden hat ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb, ist noch dazu unverträglich mit Kleinhunden und vielen Rüden. Der jüngere Rüde dagegen ist ein Schaf, packt jetzt mit 2,5 Jahren aber auch so allmählich eine gute Portion Schutztrieb aus (wenn auch weniger als der ältere Rüde).

    Die Border vom Kindheitsfreund waren deutlich sanfter und sensibler, hatten kaum bis keinen Schutztrieb, dafür aber ein bisschen Wachtrieb (wie bei nahezu jedem Hund). Gerade die Hündin war eher ein "Duckeberger" und hat wirklich sehr sehr sensibel auf die Halterin reagiert, war Kindern gegenüber absolut geduldig, hat aber auch höflich und bestimmt klargemacht, wenn sie etwas blöd fand.

    Gefühlt find ich die Wesensspanne beim Aussie als deutlich breiter gestreut als beim BC. Die sind in der Mehrheit ja wirklich extrem sensibel, Aussies empfinde ich dagegen als etwas ... hm, ja, dickfelliger. Weniger oder anders sensibel.

    Find es daher auch immer schräg, wenn behauptet wird, die Rassen wären doch fast gleich und/oder hätten die gleichen Anlagen :fear: Mag ja bei manchen Rassevertretern stimmen, sodass man dann zB einen Aussie im Borderpelz (oder vice versa) hat. Aber ich denke, auf einen Großteil der Rassevertreter trifft das eben nicht zu. Ja, es sind beides Hütehunde, aber meiner laienhaften Ansicht nach eben für völlig unterschiedliche Zwecke gezüchtet (Border zum Schafe hüten, Aussie als Hof-Allrounder und zum Rinder treiben).

    Nö, gerade bei medizinischen Produkten spielen auch div. Kontrollinstitute ne Rolle. Ohne Freigabe darfs Medikament nicht als solches auf den Markt. Gilt übrigens auch für die Veterinärmedizin - viele Medikamente, die da angewendet werden, stammen auch nur aus der Humanmedizin...

    aber all diese Medikamente können durchaus schaden, Fehldiagnosen zb, zu häufige Gaben von Breitbandantibiotika, man muß immer auch einem Arzt vertrauen, es passieren genug "Kunstfehler", wo es eben schief gelaufen ist.

    Das ist klar - ich sprach hier von der reinen Zusammensetzung von Medikamenten, weil hier ja vorrangig das Thema "Zaubertrank, keine Ahnung was drin ist, aber ich geb das mal dem Sitterhund" diskutiert wird/wurde. Und dass man den Ärzten/Pharmafirmen ja auch vertrauen muss zwecks den Inhaltsstoffen. Weil man selbst kann ja nicht rausfinden, was drin ist (falsch - zu fast jedem Medikament gibts genügend Informationen. Auch für tiermedizinische Medikamente. Ich mach mich grundsätzlich darüber schlau, was ich meinem Hund verabreichen soll, damit ich auch über potentielle Nebenwirkungen Bescheid weiß.)

    Dass man auch mit dem idiotensichersten Medikament etwas falsch oder kaputtmachen kann, liegt auf der Hand - die Dosis macht das Gift. Oder eben die falsche Anwendung.

    Das ganze steht und fällt mit Vertrauen, geht ja gar nicht anders, das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, viel Spaß dabei.

    Nö, gerade bei medizinischen Produkten spielen auch div. Kontrollinstitute ne Rolle. Ohne Freigabe darfs Medikament nicht als solches auf den Markt. Gilt übrigens auch für die Veterinärmedizin - viele Medikamente, die da angewendet werden, stammen auch nur aus der Humanmedizin...

    Aber wenn du Spaß daran hast, dich unbeliebt zu machen: go ahead.

    In Kontakt sein ersetzt aber nicht den Trainer, der sich vor Ort ein Bild von der Situation macht.

    Davon ab ... zu viele Köche verderben den Brei. Beschränk dich auf EINEN guten Trainer.

    In einem Rudel klären hunde das auch unter sich ohne das Menschen dabei sind.

    In einem Rudel sind die Hunde aber nicht räumlich begrenzt wie in einer Wohnung und können sich aus dem Weg gehen... :muede:

    Die meisten freilebenden Hunde"rudel" sind übrigens keine Rudel, wie man sie von Wölfen kennt, sondern eher Zweckgemeinschaften. Zusammen ist man stark, man ist geschützt und kann irgendwie überleben. Genießt den Schutz einer Gruppe.

    Ein einzeln lebender Straßenhund ohne Gruppe im Hintergrund hat da schon weitaus schlechtere Chancen.

    Ehrlich - wach auf! Das, was du da mit den Hunden hast, ist eine tickende Zeitbombe.

    Ich hatte letztes Jahr eine ganz ähnliche Situation. Zu meinem damals 3,5-jährigen Rüden hab ich eine reizarm aufgewachsene, unerzogene Schäferhündin im Alter von zarten 9 Monaten dazugeholt.

    Und ich dachte auch erst, dass die beiden ja schön miteinander spielen. Bis der Rüde Verletzungen davongetragen hat.

    Es gab zwei Möglichkeiten für mich: entweder ich hol mir einen guten! Trainer ins Haus und arbeite daran, den Hunden Regeln beizubringen - oder einer der Hunde muss gehen, bevor einer von beiden schwere Verletzungen davonträgt oder im worst case sogar totgebissen wird.

    Für einen Trainer und engmaschiges Training fehlten mir damals die Ressourcen, also blieb mir nur die Abgabe der Hündin. Sie hat jetzt zwar ein schönes, erfahrenes Zuhause gefunden, aber ich ärgere mich sehr darüber, dass mir damals die Mittel gefehlt haben und vor allem, dass mein Rüde unter der Situation leiden musste, weil ich keine Ahnung von dem hatte, was da zwischen den Hunden abgeht.

    Sieh zu, dass du dir einen Trainer ins Haus holst und an der Sache arbeitest. Und lös dich von der idiotischen Vorstellung, dass die Hunde das unter sich regeln und dann alles rosawolkig supertoll weitergeht. Wird es nämlich nicht.