Beiträge von Karpatenköter

    Die anderen habens schon gesagt, es hat beides Vor- und Nachteile.

    Wenn ihr keine festen Anforderungen an den Hund habt und auch mit einem "schwierigen" Hund leben könnt, dann könnt ihr euch im Tierschutz umsehen. Wollt ihr dagegen einen Hund, der z. B. mit kleinen Kindern zusammenleben und im Alltag weitestgehend nett sein soll, wirds im Tierschutz schon schwieriger, da sind die netten und einfachen Hunde oft schnell weg. Da wärt ihr dann beim Züchter (bitte auf VDH/FCI-Zugehörigkeit achten!) besser aufgehoben.

    Meine zwei Hunde kommen aus dem Tierschutz, mein erster kam auch aus dem TS. Grundanforderungen waren bisher immer:

    * kann alleine bleiben

    * ist im Alltag gut händelbar

    Also eigentlich nichts allzu besonderes. Ich leb aber auch alleine und meine Freizeit gehört fast komplett mir und den Hunden, daher stell ich keine allzu großen Anforderungen an meine Vierbeiner. Alles weitere ergibt sich dann, wenn Hund sich eingelebt hat und wir zusammenwachsen.

    Mit meinem Rüden zum Beispiel mache ich Mantrailing; angefangen haben wir aus therapeutischen Gründen, um seine Probleme mit fremden Menschen anzugehen. Das war im November 2019 bei der örtlichen Hundeschule - inzwischen sind wir in einer Hundestaffel und sowohl Hund als auch ich haben einen Heidenspaß an der Sache.

    Meine alte Hündin dagegen hat kein Interesse an Sport o. Ä., die ist glücklich, wenn sie dreimal täglich was zu futtern bekommt, nachmittags mit mir im Garten oder Wald rumwuseln und zwischendurch viel schlafen kann. Ab und an üb ich Sitz oder Platz mit ihr, aber das wars.

    Der nächste Hund soll vom Züchter kommen - aus verschiedenen Gründen. Zum einen möchte ich beim nächsten Hund "von Anfang an" dabei sein und ihn aufziehen können, zum anderen ist es mir sehr wichtig, dass der Hund sich für mein Hobby und spätere Einsätze (Rettungshundearbeit - insbesondere Mantrailing) eignet. Mein Rüde läuft zwar gut im Alltag mit und wir kommen soweit gut miteinander klar, aber für Einsätze ist er aus div. Gründen nicht geeignet (ganz davon abgesehen, dass er bei der ersten Prüfung schon 8-9 Jahre alt wäre...).

    Es kommt halt echt darauf an, was ihr von dem Hund erwartet und was ihr mit ihm machen wollt.

    Natürlich kann auch ein Tierschutzhund prima mit Kindern zusammenleben und nett im Alltag mitlaufen, aber die Chance, dass man einen Hund mit "Baustellen" (sprich problematisches Verhalten etc.) bekommt, ist halt doch recht hoch. Mit viel Zeit, Geduld und Training kann man diese Baustellen natürlich auflösen, aber das braucht mitunter monate- oder gar jahrelanges Training.

    Bei einem Welpen kann Dir niemand vorhersagen wie ausgeprägt das Wachverhalten werden wird. Das entwickelt sich erst im vierten Lebensjahr komplett fertig. Es wäre also Raten ins Blaue, wenn da jemand meint was zu sagen zu können.

    Optisch ist sie für mich ein reiner HSH.

    Das kann ich nur absolut bestätigen.

    Deshalb würde ich die Entscheidung für das Alles nicht an der Aussage der Mitarbeiterin festmachen, sondern mehr danach gehen, ob Ihr bereit seid, mit einem hsh-erfahrenen Trainer zusammen zu arbeiten und tatsächlich das Wohnumfeld zu ändern.

    Seh ich auch so.

    Die Mitarbeiterin kann nur den Istzustand beurteilen, und auch ein HSH-kundiger Mensch kann vermutlich nur eine sehr vage Einschätzung über das spätere Verhalten des erwachsenen Hundes geben. Darauf würde ich mich nun nicht zu 99% verlassen.

    Ganz im Gegenteil, ich würde mich auf das Worst Case-Szenario einstellen.

    Könnt ihr damit leben, dass ihr Besuche von Freunden immer engmaschig überwachen und Lotte managen müsst? Dass ihr den Hund vielleicht sogar wegsperren müsst, weil er Besuch nicht duldet? Dass ihr die Situation "Fremde Menschen kommen rein - und es ist okay" erst trainieren müsst?

    Wäre es ein Problem für euch, wenn Lotte nicht der nette, offene Hundewiesenhund wird, nicht wirklich fremdhundkompatibel ist? Auf Fremdhunde lieber verzichtet und das auch sehr deutlich macht, vielleicht sogar einen Tutnix vermöbelt?

    Würdet ihr Lotte zuliebe nur dann Gassi gehen, wenn der Ottonormalhalter noch oder schon längst schläft? Also so um 4-5 Uhr morgens und nach 22 Uhr - weil sie absolut unverträglich ist und die Hundehalter in eurem Unfeld unfähig sind, ihre Hunde rechtzeitig anzuleinen?

    Natürlich kann man an allem arbeiten und mit Training zumindest erreichen, dass der Hund, der den Besuch gerade eigentlich viel lieber vom Gelände verjagen würde, ruhig auf seinem Platz liegt. Oder dass er fremde Hunde auf der anderen Straßenseite ignoriert, sich zurückhält, wenn ein Hörtnix mal wieder in euch reinsemmelt, weil der Halter der Meinung ist, sein Fifi müsse sich überall und jederzeit frei entfalten können?

    Mein Rüde ist nun kein "echter" HSH, sondern hat vielleicht Anteile der regionalen HSH-Schläge (er kommt aus Rumänien). Viele seiner Probleme wären für einen Hundeprofi sicher kein Problem, aber ich hab mich erst in das Thema "einen Hund mit Schutz-/Wachtrieb richtig führen" erst einfuchsen müssen, Dino ist ja erst mein zweiter Hund. Dino ist jetzt auch kein mega komplizierter Hund - aber einfach so Besuch aufs Grundstück lassen? No way, nicht beim aktuellen Trainingsstand. Als unsere Trainerin hier war, musste ich Dino mit Maulkorb, Leine und Geschirr sichern und ihn mir zwischen die Beine klemmen, weil er sonst versucht hätte, den Eindringling - also die Trainerin, die er eigentlich schon kennt! - zu beißen.

    Ja, das lässt sich trainieren, ja, wir arbeiten daran. Aber es ist anstrengend, nervig, stressig und man schottet sich zwangsweise von seinem Sozialleben ab, weil man dem Hund das gewünschte Verhalten (in unserem Fall: "du lässt MICH entscheiden, wer aufs Gelände darf und wer nicht und DU hältst die Klappe, während du brav an deinem Platz liegst und nix tust") erst antrainieren und ihm die Sicherheit geben muss, dass man die Situation unter Kontrolle hat.

    Überlegt euch das gut. Herdenschutzhunde sind (wie fast alle Hunde) keine Bestien, keineswegs - aber man sollte wissen, was man vor sich hat und dass der Junghund, der jetzt noch so plüschig und lieb ist, als erwachsener Hund nicht mehr so nett, sondern mit der falschen Führung unter den falschen Umständen brandgefährlich sein kann.

    Das kann einem mit jedem Hund passieren, keine Frage - aber bei HSH ist das mMn schon ein anderes Kaliber...

    Dinos neuer Maulkorb kam vorhin an, die kurze Anprobe hat schon gezeigt, dass der vieeeel besser sitzt als der vorherige. Dino findet den auch viel besser, Specki hat sich damit bewegt und ist dann aufm Boden an mich gelehnt weggedöst - mit Mauli drauf =)

    Das Nasenpolster muss aber definitiv gekürzt werden, das Lederband ist auf der kleinsten Einstellung...

    Fällt euch sonst was auf?

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    Bei uns (Landkreis Oder-Spree) wurde es seit Pandemieausbruch so gehandhabt, dass nur der Besitzer mit in den Behandlungsraum darf. Trägt man eine Maske, darf man sein Tier selbst festhalten - trägt man keine Maske, muss Abstand zum Behandlungstisch eingehalten werden und das Tier wird von einem weiteren Arzthelfer festgehalten.

    War bei allen Tierarztpraxen so, ob sich daran jetzt was geändert hat, weiß ich nicht. Denke aber, dass das noch eine Weile so bleiben wird.

    Hier gäbs in dem Fall auch explizit nur Gartenzeit. Wäre für Bonny kein Thema, Dino müsste da dann halt durch :ka: Entweder er macht in den Garten oder er platzt irgendwann ... ich bin da pragmatisch.

    Ist im Krankheitsfall (egal ob Hund oder Halter) ja auch nicht anders. Dann gibts eben keine abwechslungsreichen Runden, sondern 14 Tage lang mal nur den Garten und die Couch.

    Ich glaube sogar, dass manchen Hunden sowas ganz gut tut - da fällt dann eher den Haltern die Decke auf den Kopf :tropf:

    Denke nicht, dass man die Orga da in Schutz nehmen muss.

    Wenn man Hunde vermittelt, sollte man schon in etwa wissen was man da tut.

    Sehe ich genauso.

    Klar, bei manchen Mixen ists nicht so einfach einzuschätzen, aber bei Lotte springt einen der HSH doch förmlich an :ka:

    Ich steh in letzter Zeit auch öfter in Kontakt mit einem Tierschutzverein, der auch sehr viel vor Ort hilft und da wissen die Leute, die in DE die Vermittlungen abwickeln, oft ziemlich gut Bescheid über die Rassemixe, die sie vermitteln. Und wenns dann doch mal unklar ist, dann wird auch eine realistische Einschätzung abgegeben.

    Wenn man länderspezifischen Tierschutz betreibt, sollte man schon wissen, welche Rassen man am ehesten in dem Land antrifft und welche dementsprechend häufig in der Vermittlung landen.

    Allerdings schauen wir uns nun am Donnerstag einen Bungalow an. Man erkennt im Expose und auf Maps nicht so richtig, ob dort ein Garten ist. Aber die qm und alleine die Tatsache, dass es ein freistehendes Gebäude ist, machen uns neugierig. Es wurde 1972 gebaut und je nach Renovierungszustand kann es ja dennoch schick sein. Ich wüsste allerdings nicht, ob ich ein solches Gebäude ohne Garten anmieten würde. Ich bin gespannt.

    Ich drück euch ganz fest die Daumen! Ich bin ja Mitte des Jahres von einer Wohnung im 3. Stock eines Mehrfamilienhauses in ein freistehendes ehemaliges DDR-Bungalow mit großem Garten gezogen und es ist einfach nur toll. Gut, mit der Heizung (Nachtspeicheröfen) musste ich mich erst anfreunden, die wird auch ein wenig der Wermutstropfen bleiben, aber sonst ...

    Es bringt einem schon ein gewaltiges Stückchen mehr Lebensqualität, wenn man nicht mehr vom Krach der Nachbarn gestört wird.

    Wie groß ist das Bungalow denn? Und wisst ihr schon, wie das beheizt wird?