Ich find die Aussage deines Sohnes super 
Vor allem könnt ihr euch mit einem Tierheim-Hund dann auch öfter zum gemeinsamen Gassi treffen, sodass eure Hündin den anderen Hund dann auch auf neutralem Grund kennen lernen kann. Das hat hier mit dem Rüden und der kleinen Oma Bonny ganz gut funktioniert. Er konnte sie vorher auf dem Tierheimgelände kennen lernen, das war ganz gut so.
Als die zweite Hundeoma (Masha) hier einzog, fiel das Kennenlernen etwas knackiger aus. Da gabs bei der Pflegestelle nur eine kurze Runde, bevor ich Masha dann ins Auto geladen und wir zu unserer Übernachtungsmöglichkeit gefahren sind. Da musste ich gerade bei Dino dann auch mit viel Management arbeiten, auch in den ersten paar Wochen zuhause.
Inzwischen klappt das Zusammenleben hier nahezu reibungslos. Dino lässt die Große in Ruhe, wenn sie schläft, er motzt auch nicht mehr, wenn sie aufs Sofa geht usw.
Ich hab hier ja zwei Altersklassen ("im besten Alter" und "Rentnerduo") im Haus, da fällt dann doch schon etwas Mehrarbeit an.
Die alten Damen sind zwar recht genügsam, aber sie dürfen trotzdem regelmäßig eine rentnergeeignete Runde ohne den Jungspund im Wald laufen. Da wird dann gemütlich gebummelt und geschnüffelt - danach geh ich dann separat mit dem Rüden raus. Seine Einzelrunden fallen oft größer aus und ich bau auch immer mal kleine Aufgaben ein, er darf viel freilaufen usw. Kann also sein, dass ich am Wochenende dann halt zwei Mal die große Runde gehe. Da sind dann auch ganz schnell 3-4 h weg 
Die Morgenrunde wird hier gemeinsam gelaufen, das sind eh nur 20 min im Wald. Ausnahme aktuell: wegen ihrer OP bekommt Masha nur den Garten zu sehen.
Die Abendrunde teil ich dann auch oft nochmal auf. Je nach Tagesform gibts dann halt drei Abendrunden: eine für Dino, eine für Bonny, eine für Masha. Kommt ganz auf den Hund an.
Aktuell hab ich mit Mashas gesundheitlichen Baustellen einiges an erhöhtem Zeitaufwand. Sie ist noch übergewichtig, hats mit den Gelenken und dem Rücken und wurde erst vor ein paar Tagen operiert. Und da ihr Tierarzt/Physiotherapeut rund 70 km entfernt ist, gehen für einen Tierarzttermin dann gerne mal drei Stunden an einem Tag drauf - eine Stunde Hinweg, eine Stunde Termin, eine Stunde Heimweg. Im Idealfall. 
Das ist jetzt sicher ein Sonderfall, für Masha war mir einfach wichtig, dass sie mit ihren Problemen in einer Praxis behandelt wird, in der es eine gute Physiotherapie und erfahrene Chirurgie gibt. Dino und Bonny gehen zu unserem "normalen" Tierarzt in der nächsten Stadt, dafür geht dann weniger Zeit drauf.
Also ja, mit jedem weiteren Hund hat man zwangsweise etwas Mehrarbeit - aber wie genau das aussieht, ist mMn immer vom Hund und den eigenen Ansprüchen abhängig.
Hätte ich gesagt "Ok, Physio braucht Masha nicht, die bleibt bei unserem Haustierarzt", hätte ich sicher weniger Zeitaufwand - aber Masha halt auch weniger Lebensqualität. Das muss man abwägen. Mir ist's das wert, mit allen Kosten und Aufwendungen drumherum.