Grundsätzlich hab ich erstmal kein Problem mit Direktimport, WENN es richtig gemacht wird. Da es aber wirklich wenige zu geben scheint, die das so machen, seh ich es schon auch kritisch. Grad bei Ersthundehalter, am besten noch mit kleinen Kindern. Kann auch da gut gehen, aber die Gefahr das nicht ist halt noch größer.
Absolute Aufklärung durch die Orga, dass da ein kein nettes, dankbares Paket Freude kommt, sondern eine Wundertüte bei der alles möglich ist, ist in diesem auf jeden Fall zwingend wichtig. Und das sie durchaus auch einfach nein sagen, wenn sie sich unsicher sind ob dem potentiellen Interessenten das nicht wirklich bewusst ist. Oder wenn die Ansprüche zu hoch sind.
Und, es sollte nicht ihre einzige Strategie sein, sondern in erster Linie mal mit Pflegestellen gearbeitet werden.
Geht mir genauso. Ich war ja lange Zeit anti-Direktimport, kenn jetzt aber zwei Vereine, die das meiner Meinung nach so gut organisieren, dass ich damit keine Probleme habe.
Da hätten wir Bonnys Tierheim. Die haben ein polnisches Partnertierheim und nehmen von da immer mal wieder Hunde mit, die es sonst in der Vermittlung eher schwierig hätten. Bonny stammt auch aus dem Partnertierheim und kam durch eine solche "Aktion" nach Deutschland - von wo aus sie dann eben ihr altes Frauchen und später mich gefunden hat.
Das Tierheim in Deutschland ist relativ klein, aber da können auch so Schissbuchsen wie Bonny erstmal in Ruhe ankommen und sich akklimatisieren. Das ist meiner Meinung nach die beste Option.
Und dann gibt's Mashas Verein. Vor Corona sind die alle paar Monate nach Italien in das Partnertierheim gefahren, haben geguckt, welche Hunde in Deutschland zurechtkommen würden und auch oft einige Hunde mitgenommen, um die dann auf Pflegestellen unterzubringen. Mittlerweile haben sie auch in Italien einige private Pflegestellen, Masha kommt z. B. von so einer. Ich finde es super wichtig, dass z. B. auch die Vereinsvorsitzende nach Italien fährt, die Hunde, die sie vermittelt, persönlich kennenlernt und auch einschätzen kann. Das war u. A. der Grund, warum ich mich ohne große Zweifel direkt für Masha entschieden habe... die Vorsitzende hat Masha auf ihrer PS besuchen und mir vieles über sie erzählen können, das stimmt auch 1:1 mit ihrem tatsächlichen Verhalten über ein.
Solche Vereine würde ich jederzeit wieder unterstützen und auch Hundeanfängern weiterempfehlen. Beide Vereine sagen nämlich durchaus "Ne du, sorry, mit Hund ABC passt das leider absolut nicht" und investieren auch so wirklich viel Herzblut in die Hunde und deren Vermittlung.
Aber die klassischen "Wir importieren, was gerade geht" ... nee, danke. 
Also ich bin absolut glücklich mit zwei Ebay (Mali in Not) Hunden...
Wenn man nen bisschen Geduld, Ahnung und Fingerspitzengefühl hat, kann man da wunderbar einen Hund finden.... Sind nicht nur Idioten unterwegs...
Ich hab ja auch einen eBay-Hund und kann das auch nur bestätigen. Bisschen Ahnung gehört definitiv dazu, die Ansprüche sollte man auch nicht soo hoch schrauben... aber dann findet sich oft ein passender Hund. Man sollte halt nicht direkt den erstbesten Hund wählen, der sich nett liest.
Zum Welpenkauf würd ich ebay aber definitiv nicht empfehlen.