Was ist mit Hunden, die zwar gerne Sport machen würden, das aber aus irgendwelchen gesundheitlichen Gründen nicht dürfen?
Also ich denke schon, dass man sich einen unleidlichen Hund heranzieht, wenn man nicht dafür sorgt, dass er seine Energie loswerden kann. Ob das nun aber unbedingt ein ganz bestimmter Sport sein muss, würde ich bezweifeln.
Einen ähnlich gelagerten Fall hab ich im Bekanntenkreis ...
Molosser-Mix, ursprünglich wurde der Schlag für die Jagd auf Wildschweine gezüchtet. Dementsprechend fällt auch das Wesen aus: reaktionsschnell, jagt wie Sau, geht nach vorne usw.
So, da der Hund aber aus wahnsinnig schlechter Zucht stammt, ist das arme Tier körperlich schon mit nicht mal 2 Jahren völlig im Eimer. Dem Hund stehen noch x Operationen bevor, bis die Knochen-Baustellen halbwegs in Ordnung gebracht sind. Dazu kommen aber noch zig Erkrankungen der inneren Organe, manche davon nicht heilbar ...
Sprich, der Hund hat tierärztlich verordneten Leinenknast bis ans Ende seines Lebens, darf/kann seinem ursprünglichen Zweck überhaupt nicht nachgehen und ist daher im Alltag unheimlich unausstehlich.
Im Endeffekt kann man nur hoffen, dass man mit viel Kopfarbeit und gleichmäßiger, den Erkrankungen angepasster Bewegung wenigstens ansatzweise für einen zufriedenen Hund sorgen kann. Aber wenn auch das nicht möglich ist, dann ist die Lebensqualität in meinen Augen für den Hund nicht mehr gegeben. Und dann würde ich (!) mich für das Erlösen entscheiden. Es ändert ja auch nix, wenn ich den schwerkranken Hund in passende Hände abgebe, davon wird der Hund ja trotzdem nicht wieder gesund.
