Beiträge von Karpatenköter

    Ich mag mich den Wünschen anschließen und wünsche euch und Benni noch möglichst viel gute, lebenswerte Zeit miteinander. Ihr macht ganz sicher das Beste daraus.

    Drück euch die Daumen, dass Benni euren Ostseeurlaub noch miterleben kann. Die Luft hat auf Hunde auch eine wahnsinnig gute Wirkung, das tut ihm sicher auch noch gut ... :herzen1:

    Alles alles Liebe und Gute für euch und den Stinker! Auf dass er die 15 doch noch knacken kann...

    Von oben ist es eher nicht, ich würde sagen, dass er das auf etwa gleicher Höhe macht. Er senkt den Kopf dann etwas (sonst läuft er mit erhobenem Kopf) und stupst sie im Vorbeigehen an.

    Sehr vertraut miteinander... hm, würde ich jetzt nicht sagen. Bonny lebt seit Herbst 2019 bei mir mit Dino zusammen, sie kennen sich also schon eine Weile und Dino passt sich ihr beim Spiel auch sehr nett an. Bietet ihr die Oberhand an, lässt sich von ihr durch den Garten scheuchen ... begibt sich also insgesamt auf ihre Augenhöhe. Es hat eine Weile gedauert, bis sie sich darauf einlassen konnte, aber sie sagt inzwischen auch sehr klar, wenn sie gerade nicht möchte und geht dann weg. Oder nimmt seine Einladung eben an und dann maulrangeln die zwei auch mal sehr nett miteinander.

    Bei Dino hat's aber auch gedauert, bis er sich ihr dahingehend angepasst hat. Das war nicht von Tag 1 an so, sondern kam eigentlich erst mit unserem Umzug ins Haus mit Garten dazu.

    Sie liegen allerdings nicht zusammen herum. Kontaktliegen gibt es bei den beiden quasi gar nicht. Nur im Auto auf der Rückbank, aber da ist der Platz eben begrenzt und es geschieht aus der "Not" heraus, wenn sich einer ausstreckt.

    Bonny hat im Haus ihre Plätze, Dino hat seine - der legt sich nur auf ihre Plätze, wenn die frei sind.

    Sie hat viel durchgestanden und ich bin der Meinung dass sie auch ein toller hund wird (und auch schon ist)

    Kann ich gut nachvollziehen - mir geht's mit Dino genauso.

    Gerade diese Mackenhunde wachsen einem besonders ans Herz und wenn sie dann das Gelernte selbständig umsetzen, dich dann stolz angucken a la "Guck mal, ich bin GANZ ALLEINE auf die Idee gekommen, ist das nicht toll?!?", dann schmilzt man schon mal dahin und hat manches Mal auch Tränen der Freude und Rührung in den Augen ... :herzen1:

    Es ist manchmal anstrengend mit diesen Hunden. Manchmal hat man richtig beschissene Tage und möchte den Hund am liebsten auf den Mond schießen - aber dann kommen sie voller Vertrauen abends zu dir aufs Sofa, rollen sich neben dir ein und seufzen zufrieden, weil sie wissen, dass sie bei dir sicher sind und du sie trotz aller Macken und Probleme einfach gerne hast. Und das macht's dann wieder wett.

    Was mir gerade einfällt...

    Wenn ich mit Dino und Bonny zusammen Gassi bin, stupst er sie manchmal mit der Nase an ihrer Schnauze an und läuft dann beschwingt weiter. Das macht er nicht immer, es wirkt auf mich in den Situationen auch wie eine bestärkende Einladung a la "Hey, komm mal mit, ich kenn da ne coole Stelle" oder "Kopf hoch, alles gut".

    Bonny ist vom Wesen her eher ängstlich und konfliktscheu, die weicht lieber, anstatt in den Konflikt zu gehen. Und bummelt beim Gassi eher um mich herum, anstatt selbst vorauszulaufen und zu erkunden.

    Habs bisher leider nicht filmen können, weil ich bisher noch nicht feststellen konnte, welche Auslöser es dafür gibt und das Handy auch gar nicht so schnell zücken kann.

    Es ist in meinen Augen wirklich nur ein Anstupsen, kein Stoß. Ich meine manchmal zu sehen, dass er ihr auch ganz kurz über die Nase/Schnauze leckt.

    Wie interpretiert ihr das? Freundliche Geste, ja/nein? Skurrile, aber liebevolle Macke von Dino?

    wir habn vereinbart den Maulkorb immer dabei zu habn für den Notfall

    Wie muss ich mir "dabei haben für den Notfall" vorstellen?

    Wenn ich mit Dino wandern gehe und ich eine Gruppe Menschen entdecke, bekommt er aus Sicherheitsgründen den Maulkorb drauf - auch wenn er sich inzwischen gut von mir durch solche Situationen führen lässt. Meinst du das so?

    Ansonsten sehe ich das wie Lockenwolf, sowas ist leider ziemlich fahrlässig :verzweifelt: Du weißt, dass dein Hund bei Fremden nach vorne geht und sicherst nicht entsprechend. Wenn du auf wirklich menschenleeren Strecken unterwegs bist und gut aufpasst - ok, kann man machen ... ich machs ja auch so, aber meine Aufmerksamkeit gilt dann eben zu 120% dem Dicken und wenn ich einen Menschen in der Ferne sehe, wird er abgerufen, angeleint und wir weichen aus, wenn der Mensch vorher nicht eh schon abbiegt.

    Und in der Wohnung klappt es soweit gut, da ist sie komischerweise aufdringlich und will kuscheln

    Das ist weder Herdenschutz noch Hütetrieb - das hier klingt in meinen Augen nach Kontrollverhalten. Besucher, die mein Rüde nicht ganz so kacke findet, wurden auch scheinbar "nett" bekuschelt - tatsächlich wollte er sie damit kontrollieren. Wenn er bei Hans-Peter auf dem Schoß liegt und sich streicheln lässt, kann Hans-Peter nicht ohne Weiteres aufstehen und sich frei in der Wohnung bewegen. Dino ist ja nicht dumm und weiß, was er tut ;)

    Dino "scannt" draußen auch viel die Umgebung, beobachtet gerne - das ist für mich dann eher eine Variante des Wachens, die eben auch bei HSH vorkommt, sogar typisch ist. Wenn er am Horizont andere Hunde oder Menschen entdeckt, schaltet er sofort in den Aufpass-Modus. Er ist dann angespannt, lässt den "Eindringling" nicht aus den Augen. Kommt der Eindringling näher oder zu nahe, geht er aktiv auf die Person zu und verbellt.

    Damit er das gar nicht erst machen muss, rufe ich bei sowas frühzeitig ab und er darf dann zusammen mit mir gucken. Ich will nicht, dass er andere Menschen/Hunde belästigt, die können sich durch sein Verhalten durchaus bedroht fühlen und dann kanns echt haarig werden.

    Und wenn wir an fremden vorbei gehen (sie schnappt nicht- aber ist dann sehr aufdringlich und scheint die leute mit der Schnauze ruckartig berühren zu wollen)

    Bitte setz einen Maulkorb auf sie drauf, denn solange ihr sie nicht zuverlässig davon abhalten könnt, wäre MIR das zu riskant.

    Wie die anderen auch glaube ich eher nicht, dass ihr da einen Labrador-Mix habt, sondern eher einen HSH-Mix.

    Mein Rüde ist ebenfalls ein Rumäne und ein Schäferhund-HSH-Mix, er hat zT ähnliche Verhaltensweisen wie Amelie gezeigt. Manches habe ich alleine in den Griff bekommen, aber für andere Dinge brauche ich nach wie vor eine Trainerin, die regelmäßig auf den Dicken und sein Verhalten draufschaut.

    Kontakt mit Fremden inkl. Anfassen wäre bei ihm nach hinten losgegangen. Was uns sehr geholfen hat, waren ruhige (!) Spaziergänge mit anderen Menschen, die ihn dann einfach ignoriert und nicht bedrängt haben.

    Menschen, die er regelmäßig sieht wie z. B. unsere Trainerin dürfen ihn auch streicheln - wenn er von sich aus zu ihr kommt und das auch möchte. Aber auch bei ihr hat es mehrere Treffen gebraucht, bis er ihr gegenüber auch offener wurde. Und auch jetzt nach einem halben Jahr noch kann es sein, dass er bei einer zu schnellen Bewegung sofort wieder auf Abstand geht oder sogar schnappt. Das hatten wir im Training nur einmal und da war es auch "nur" das Hosenbein.

    Alle anderen haben die Finger von ihm zu lassen, damit er merkt - Aha, mein Mensch beschützt mich, damit ich mich nicht mit der blöden Situation auseinander setzen muss. Damit kann ich bei ihm punkten und dadurch ist er auch schon deutlich entspannter geworden, wenn Fremde an uns vorbeigehen. Ich bringe ihn auf meine dem Fremden abgewandte Seite, je nach Bauchgefühl gehen wir auch vom Weg runter ins Gebüsch und er wird über Click für Blick fürs ruhige Angucken und fürs Abwenden/Zu mir gucken belohnt. Bei ihm ist es aber eher Markerwort + Keks für Blick, weil er Angst vor dem Clicker hat... |)

    Je nach Hund kann auch Mantrailing Sinn machen, um das Verhalten gegenüber Menschen auf sanfte und spielerische Weise zu therapieren, aber das würde ich an eurer Stelle erst ausprobieren, wenn ihr a) einen vernünftigen Trainer an der Hand habt und b) der Hund auch mit Maulkorb gesichert wird.

    Mein Rüde hat z. B. bei der ersten Probestunde in der Rettungshundestaffel in den Schuh der männlichen Versteckperson gehackt, weil die sich zu schnell bewegt hat (der Mann wollte nur aus den Schlaufen der Schleppleine steigen).

    Mach dir bewusst, dass so ein Hund auch große Baustellen mit sich bringen KANN, die dein Leben stark einschränken werden.

    Dino lässt keinen Besuch aufs Grundstück und hat in der Situation durch meine Unachtsamkeit bereits geschnappt. Und gerade da braucht es einen Trainer, der sich mit solchem Verhalten auskennt - unsere aktuelle Trainerin ist zwar super und wir kommen gut miteinander klar, aber sie hat nach dem ersten "Besuch" hier direkt gesagt, dass das eine Nummer zu groß für sie ist und sie sich diesen Teil seiner Probleme nicht zutraut. Ist ok, ich manage sowas und suche weiter nach einem Trainer, der mit mir an genau dieser Sache arbeitet.

    Bei solchen Hunden läuft am Anfang vieles auf Management, Sicherung und kleinschrittig aufgebautes, positives Training mit einem fähigen Trainer hinaus.

    Den zentralen Punkt in dieser Konstellation spielst aber du. Vermittel deinem Hund Sicherheit, dass er diese Dinge nicht zu klären hat, sondern dass du dich drum kümmerst und ihn vor blöden Dingen beschützt.

    Übers Forum konkrete Tipps geben halte ich für fahrlässig, weil niemand von uns den Hund so wirklich einschätzen kann und eben auch nicht im Reallife sieht.

    Mach es nicht wie ich - ich hab Dinos Probleme lange Zeit auf die leichte Schulter genommen und mich halt irgendwie arrangiert. Das ging, weil ich alleine lebe und mich an ihn anpassen kann, aber gebracht hat es uns schlussendlich nichts und wir wären heute deutlich weiter, wenn ich von Tag 1 an einen guten Trainer dazugeholt hätte.

    Weiß gerade nicht, ob du schon einen Trainer organisiert hast - läuft da schon was? Mir persönlich wäre es sehr lieb, wenn da jemand vom Fach draufschaut. Eventuell fällt dem etwas auf oder er kann dir Tipps geben...

    Noch nicht...

    Dann würde ich da möglichst zeitnah ansetzen, damit sich das nicht weiter verfestigt und v. A. nicht weiter eskaliert.

    Eventuell kann dir jemand aus der Schäferhund-Ecke Empfehlungen geben, denn ich denke, der normale Trainer ist hier eher fehl am Platz und jemand mit Gebrauchshunderfahrung sollte unbedingt mal draufgucken. Gebrauchshunde ticken einfach "anders" ...