Und wenn wir an fremden vorbei gehen (sie schnappt nicht- aber ist dann sehr aufdringlich und scheint die leute mit der Schnauze ruckartig berühren zu wollen)
Bitte setz einen Maulkorb auf sie drauf, denn solange ihr sie nicht zuverlässig davon abhalten könnt, wäre MIR das zu riskant.
Wie die anderen auch glaube ich eher nicht, dass ihr da einen Labrador-Mix habt, sondern eher einen HSH-Mix.
Mein Rüde ist ebenfalls ein Rumäne und ein Schäferhund-HSH-Mix, er hat zT ähnliche Verhaltensweisen wie Amelie gezeigt. Manches habe ich alleine in den Griff bekommen, aber für andere Dinge brauche ich nach wie vor eine Trainerin, die regelmäßig auf den Dicken und sein Verhalten draufschaut.
Kontakt mit Fremden inkl. Anfassen wäre bei ihm nach hinten losgegangen. Was uns sehr geholfen hat, waren ruhige (!) Spaziergänge mit anderen Menschen, die ihn dann einfach ignoriert und nicht bedrängt haben.
Menschen, die er regelmäßig sieht wie z. B. unsere Trainerin dürfen ihn auch streicheln - wenn er von sich aus zu ihr kommt und das auch möchte. Aber auch bei ihr hat es mehrere Treffen gebraucht, bis er ihr gegenüber auch offener wurde. Und auch jetzt nach einem halben Jahr noch kann es sein, dass er bei einer zu schnellen Bewegung sofort wieder auf Abstand geht oder sogar schnappt. Das hatten wir im Training nur einmal und da war es auch "nur" das Hosenbein.
Alle anderen haben die Finger von ihm zu lassen, damit er merkt - Aha, mein Mensch beschützt mich, damit ich mich nicht mit der blöden Situation auseinander setzen muss. Damit kann ich bei ihm punkten und dadurch ist er auch schon deutlich entspannter geworden, wenn Fremde an uns vorbeigehen. Ich bringe ihn auf meine dem Fremden abgewandte Seite, je nach Bauchgefühl gehen wir auch vom Weg runter ins Gebüsch und er wird über Click für Blick fürs ruhige Angucken und fürs Abwenden/Zu mir gucken belohnt. Bei ihm ist es aber eher Markerwort + Keks für Blick, weil er Angst vor dem Clicker hat... 
Je nach Hund kann auch Mantrailing Sinn machen, um das Verhalten gegenüber Menschen auf sanfte und spielerische Weise zu therapieren, aber das würde ich an eurer Stelle erst ausprobieren, wenn ihr a) einen vernünftigen Trainer an der Hand habt und b) der Hund auch mit Maulkorb gesichert wird.
Mein Rüde hat z. B. bei der ersten Probestunde in der Rettungshundestaffel in den Schuh der männlichen Versteckperson gehackt, weil die sich zu schnell bewegt hat (der Mann wollte nur aus den Schlaufen der Schleppleine steigen).
Mach dir bewusst, dass so ein Hund auch große Baustellen mit sich bringen KANN, die dein Leben stark einschränken werden.
Dino lässt keinen Besuch aufs Grundstück und hat in der Situation durch meine Unachtsamkeit bereits geschnappt. Und gerade da braucht es einen Trainer, der sich mit solchem Verhalten auskennt - unsere aktuelle Trainerin ist zwar super und wir kommen gut miteinander klar, aber sie hat nach dem ersten "Besuch" hier direkt gesagt, dass das eine Nummer zu groß für sie ist und sie sich diesen Teil seiner Probleme nicht zutraut. Ist ok, ich manage sowas und suche weiter nach einem Trainer, der mit mir an genau dieser Sache arbeitet.
Bei solchen Hunden läuft am Anfang vieles auf Management, Sicherung und kleinschrittig aufgebautes, positives Training mit einem fähigen Trainer hinaus.
Den zentralen Punkt in dieser Konstellation spielst aber du. Vermittel deinem Hund Sicherheit, dass er diese Dinge nicht zu klären hat, sondern dass du dich drum kümmerst und ihn vor blöden Dingen beschützt.
Übers Forum konkrete Tipps geben halte ich für fahrlässig, weil niemand von uns den Hund so wirklich einschätzen kann und eben auch nicht im Reallife sieht.
Mach es nicht wie ich - ich hab Dinos Probleme lange Zeit auf die leichte Schulter genommen und mich halt irgendwie arrangiert. Das ging, weil ich alleine lebe und mich an ihn anpassen kann, aber gebracht hat es uns schlussendlich nichts und wir wären heute deutlich weiter, wenn ich von Tag 1 an einen guten Trainer dazugeholt hätte.