Ein Rollstuhl ist ein Hilfsmittel, mit dem der Hund phasenweise besser bewegen kann und Lebensqualität zurück erhält. Dss heißt weder, dass er da den ganzen Tag drin eingespannt wird, noch, dass nur aktive behinderte Hunde einen Rolli brauchen. Der Hund kann dadurch mehr am normalen Leben teilnehmen, wieder ein bisschen Gassi gehen, schnüffeln, mehr Hund sein. Zuhause laufen bzw krabbeln die trotzdem ohne Rolli rum. Mit einem Rollstuhl ist die Therapie nicht abgeschlossen.
Exakt.
Ich hab für meine alte Schäferhündin zB auch die Option eines Rollis im Kopf, wenn die Hinterhand irgendwann versagen sollte. Der Rolli entlastet ja zusätzlich und gibt auch eher gemütlichen Hunden (zu denen meine definitiv gehört) wieder die Möglichkeit, auf Spaziergänge mitzukommen.
Vielleicht ist das ja etwas für Rana? Die Therapie müsst ihr deswegen ja nicht abbrechen - betrachtet es einfach als ein Hilfsmittel wie zB die Physiotherapie im Pool ![]()
Und weil ich erwähnt wurde...
Hat der alte übergewichtige pfotenamputierte Hund mit Arthrose aus dem Tierschutz von Sofawolf auch kein Recht auf Leben?
Ab wieviel Wochen entscheidest du das....
Sofort bei Diagnose?
Ein Tag später?
Nach 28 Tagen?
Das Thema "Wann gehen lassen?" ist so unheimlich individuell und komplex, dass man da basierend auf solchen Eckdaten gar keine pauschale Entscheidung treffen kann/sollte. Es kommt auf den Einzelfall an.
In Mashas Fall war ja z. B. absehbar, dass wir das Übergewicht in den Griff kriegen, von 46-47 kg ist sie nun runter auf 32,9 kg - und es geht ihr (mit Rücksichtnahme auf ihre Gebrechen) bombig. Sie rennt, sie spielt, sie blödelt, sie klaut. Es geht ihr super.
Dass die Folgen, die aber durch das massive Übergewicht entstanden sind, unumkehrbar sind und nie wieder besser werden, ist ein anderes Thema. Niemand kann mir sagen, ob sie in 6 Monaten noch selbständig laufen kann oder ob sie auch nächstes Jahr noch motzt, weil ihr bei der Physiotherapie langweilig ist. ![]()
Wenn man mich fragen würde, ob ich einen extrem übergewichtigen Hund einschläfern lassen würde, käme es mir auf zwei Dinge an...
a) zeigt der Hund überhaupt noch irgendwo einen Funken Bewegungslust, Lebenslust, will er sich selbständig noch bewegen?
b) Gibt es Kontraindikationen oder Risikofaktoren (z. B. kaputtes Herz), die z. B. ein Mehr an gezielter Bewegung zur Gefahr für den Hund machen?
Man muss entscheiden zwischen "es ist absehbar, dass es (nicht) besser wird" und "wir wissen nicht, ob es überhaupt besser wird".
In Ranas Fall ist eine Verbesserung zu erkennen. Ob der Hund das nur den Haltern zuliebe macht oder ob das aus eigenem Antrieb passiert, kann und will ich nicht beurteilen. Steht mir nicht zu.
Ich wünsche allen Beteiligten nur, dass es für alle möglichst lange (noch) gut ist.