Würde ich mir wieder einen Hund aus dem TS holen, würde ich zumindest auf eine Allgemeinuntersuchung bei meinem Tierarzt des Vertrauens bestehen. Inklusive Röntgen bei Auffälligkeiten. Selbstverständlich übernehm ich die Kosten dafür ...
Ich hab im Herbst letzten Jahres bewusst eine alte Hündin mit verletzter Pfote aufgenommen. Darüber wurde ich von Anfang an informiert und nach dem damaligen Stand der Dinge war das für mich auch kein Problem.
Hätte ich aber damals gewusst, dass ihr Problem auch nach einer OP mit aufwendiger Behandlung weiterbesteht, hätte ich wahrscheinlich vom Kauf abgesehen. Sie muss jetzt dauerhaft einen Schuh an der Pfote oder eben einen Kragen tragen, damit sie sich die Pfote nicht wieder aufleckt. Eine komplette Amputation der Pfote kommt übrigens auch nicht in Frage, weil sie sehr groß ist und eh schon schwere Probleme mit Hüfte, Schultern und Co. hat. Durch eine Amputation der Pfote würde man das nur verschlimmern und ihre Lebensqualität wäre drastisch gemindert. Und mir kann auch keiner sagen, ob das grundlegende Problem - die Leckerei! - behoben wird, indem man gleich die komplette Pfote entfernt.
Hätte ich vorher gewusst, was für ein Rattenschwanz an dieser einen Pfote dranhängt, ich hätte Masha eher nicht aufgenommen.
Aus genau diesem Grund ist es mir wichtig, dass ich - wenn ich wieder einen Hund mit Vorerkrankungen aufnehmen würde - vor Kauf abklären lassen kann, welche Behandlungsmöglichkeiten man hat und wie der Tierarzt den Erfolg einschätzt.
Stehen die Chancen gut, dass es nur mit einer oder zwei OPs getan ist, würde ich auch einen kranken Hund aufnehmen, wenn alle anderen Umstände (Wesen, keine großen Baustellen etc.) passen.
Sagt mir der Tierarzt aber direkt, dass das eine never ending story wird ... nein. Sowas möchte ich nicht noch mal.
Natürlich sind Mashas Probleme im Vergleich zu anderen chronischen Geschichten vergleichsweise eher geringgradig. Manche Hunde brauchen täglich mehrere Medikamente oder intensive Rundumbetreuung ... trotzdem ist es für mich einfach nicht schön, wenn der Hund einmal wöchentlich zum Tierarzt muss, damit die Verspannungen durch ihre Probleme gelöst werden und die Muskeln der Hinterhand gezielt trainiert werden können.
Ich denke, dass man diese Ansicht erst nachvollziehen kann, wenn man in einer ähnlichen Situation war. Ich habe kein Problem damit, einen alten oder kranken Hund aufzunehmen, wenn ich vorher abschätzen kann, ob das für mich auch langfristig tragbar ist.
Und wer das verwerflich findet, dass ich sowas im Voraus wissen will - ja mei. Ist dann halt so. Dann halt ich mich von der TS-Orga eben künftig fern. 
Es ist übrigens in meinen Augen etwas völlig anderes, wenn ein beim Kauf halbwegs gesunder Hund nach einiger Zeit schwer krank wird. Das kann immer passieren und gehört zum Risiko der Hundehaltung dazu.
Bonny hatte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und braucht bis an ihr Lebensende fettarmes Futter. Ist ok für mich, war ja beim Kauf im Herbst 2019 nicht absehbar. 
Ich hab sie ja trotzdem lieb und achte eben auf ihre neuen Bedürfnisse.
Und auch wenn es eine Krankheit wäre, die mehr erfordert als nur eine Futterumstellung, würde ich gucken, inwieweit ich das mit meinem Alltag und Lebensstandard leisten kann. Wenn ich die ausreichende Versorgung nicht gewährleisten kann, weil der Hund dann wirklich 24/7 intensive Betreuung benötigt, dann guck ich, ob ich mir Hilfe ins Boot holen kann.
Ist das auch nicht möglich, bleiben entweder der letzte gemeinsame Weg oder eine Abgabe. Und selbst die Entscheidung würde ich nicht leichtfertig treffen können.