Ich glaube, das kann man nicht pauschalisieren. Der Charakter vom Menschen gibt in meinen Augen die Basis vor, aber wer sich anpassen kann und möchte, ist dann vielleicht auch mit Hundetypen zufrieden, die man sonst eher nicht vorschlagen würde. Man kann ja z. B. auch lernen, sich als hibbeliger Mensch auf einen Hund einzustellen, der sich davon evtl. sehr leicht anstecken lässt.
Gegensätze können mMn genauso gut passen wie Gleiches.
Ich würde mich als ruhige, introvertierte Person beschreiben. Weder bin ich super aktiv noch ein Hibbel. Übermäßig selbstbewusst war ich nie und Konfrontationen vermeide ich auch heute noch, wo es geht - wenns sich nicht anders lösen lässt, versuch ich trotzdem, ruhig zu bleiben. Konflikte trag ich eher im Stillen mit mir selbst aus.
Sensibel ... sicher, ein bisschen. Aber ich knick jetzt nicht bei jedem bisschen Kritik ein. Teilweise bin ich situativ auch unsicher.
Ich übernehme sehr ungerne die Führung in Gruppen. Lieber lasse ich führen. Gerade im Beruf bin ich mit zuviel Verantwortung überfordert.
Beim Hund hab ich das Führen auch erst lernen müssen, da fällt mir das aber auch wesentlich leichter als unter Menschen. 
Meinen Rüden empfinde ich als gute Balance zwischen aktiv und ruhig. Er ist keine 100%-Couchpotato, aber auch kein Hund, der permanent Action braucht. Dino ist da äußerst anpassungsfähig. Ne Woche oder zwei mal nur Garten und Löserunden? Voll in Ordnung. Jeden Tag eine größere Runde mit kleinen Abenteuern und am Wochenende noch eine große Wanderung und/oder ausgiebiges Mantrailing-Training? Dino ist dabei.
Vom Wesen her ist er sehr sozial gegenüber anderen Hunden. Er kann sich gut auf andere Typen einstellen. Tendenziell findet er ruhige, entspannte Hunde besser. Mit ängstlichen oder schüchternen Charakteren kommt er auch gut klar. Offensivere, bolligere Typen verunsichern ihn manchmal, mit denen kommt er auf Dauer nicht klar, hab ich den Eindruck. Bei Rüden wird oft erstmal auf dicke Hose gemacht, Hündinnen werden freundlich und höflich angespielt.
Konflikte werden auch durchaus mal mit Gebrüll und Zahneinsatz gelöst.
Bei Menschen ist das ähnlich. Ruhige und entspannte Menschen, die im Idealfall auch noch souverän auftreten, findet er wesentlich besser als "laute" oder unsichere/ängstliche Menschen. Gerade letztere sorgen je nach Ausprägung dafür, dass er sich gar nicht mehr beruhigen kann und sich total hochfährt.
Er orientiert sich sehr am Menschen und mag konstruktive Zusammenarbeit. Manchmal fragt er nach Hilfe, bei manchen Dingen muss ich ihn erst ermutigen, wieder andere Dinge sind für ihn völlig selbstverständlich. Ohne gescheite Führung ist er unsicher und löst nach vorne aus. Rückwärtsgang kennt er nur beim Staubsauger und raschelnden Plastiktüten und anderen gruseligen Reizen (z. B. Salbe auftragen
).
Ich finde, wir passen gut zusammen. Führung war und ist ein Thema bei uns, aber ich hab da inzwischen viel gelernt und einiges wird jetzt auch nicht mehr diskutiert.
Bonny dagegen hat ein sehr hohes Ruhebedürfnis und ist eher mäßig aktiv. Ihr sind Ruhe und Erholung deutlich wichtiger als Ausflüge. Nach längeren Gassirunden merkt man ihr schon auf dem Rückweg an, dass sie das auch mental anstrengt, sie schläft dann oft bis abends durch. Ausflüge macht sie zwar mit, aber so wirklich ihr Ding ist das nicht.
Wenn sie die Wahl hat, orientiert sie sich auch stark an anderen Hunden. Konflikte kann sie selbst nicht lösen, da muss man ihr helfen und sie ggf. beschützen. Sie lässt sich von anderen Hunden (zu) viel gefallen.
An Arbeit wie Mantrailing hat sie keinen Gefallen, dafür ist sie zu ängstlich und unsicher.
Bei Menschen präferiert sie ganz klar Frauen, Männer findet sie absolut gruselig. Die werden weiträumig gemieden. Bei Frauen kommt sie manchmal auch von sich aus "Hallo sagen", geht dann aber auch recht bald wieder auf Distanz und macht ihr Ding.
Ich empfinde sie als sensibler als Dino. Bei ihr reicht es in 95% der Fälle völlig, sie etwas schärfer zu ermahnen. Stur ist sie absolut nicht, sie braucht auch keine enge Führung. Trotzdem tut ihr es natürlich gut, wenn man ihr vorgibt, was in Situation X getan wird - anders als der Rüde löst sie Konflikte halt überhaupt nicht nach vorne, sondern lieber nach hinten.
Und dann ist da Masha. Tendenziell auch eher ruhig, irgendwo zwischen Dino und Bonny. Dafür aber sturer, weniger am Menschen orientiert und deutlich selbständiger. Für Sport und Co. ist sie daher auch eher nicht zu begeistern, auch Sitz, Platz und Co. werden nur für die Kekse gemacht.
Hunden gegenüber ist sie eher ignorant. Die werden kurz abgecheckt, vielleicht lässt sie sich auch auf ein freundliches Spiel ein, aber am liebsten macht sie ihr eigenes Ding. In Konflikten setzt sie sich gegenüber schwächeren Hunden definitiv durch, bei anderen Hundetypen kanns durchaus mal laut werden.
Ich mag Hunde, die vom Grundwesen her eher ruhig und nicht ständig auf Achse sind. Das passt deutlich besser zu mir als Hunde, die ich zur Ruhe zwingen muss - komplett unmotivierte Hunde find ich aber auch schwierig. Eine Mischung aus beidem ist für mich ideal.
Was Verhaltens"probleme" angeht, bin ich recht flexibel - ich hab eine ängstliche Hündin und einen Rüden, der Besuch durchaus verletzen würde. Kein Problem für mich
Ich stell mich halt darauf ein, passe den Alltag ggf entsprechend an (kein Besuch zuhause, sonst kommt der Hund halt ins Auto), sodass es für alle akzeptabel ist.