Ich gesell mich auch mal dazu, hab ja auch zwei Leinenpöbler. 
Dino, 6 Jahre alt, rumänischer Möchtegern-Schäferhund, starker Leinenpöbler. Bei ihm ist das ein Dauerthema, aber es ist schon viel viel besser geworden. Anfangs ist er schon auf 80+ m Entfernung ausgerastet und war danach minutenlang nicht ansprechbar (gut und gerne 15+ min an schlechten Tagen), inzwischen haben wir einige Strategien, mit denen wir Fremdhunde halbwegs ruhig passieren können. Wir wohnen inzwischen recht abgeschieden, sodass wir kaum Hundebegegnungen haben. Hier sind es schon "viele" Begegnungen, wenn wir im Monat 2-3x zufällig einem anderen Hund über den Weg laufen ... 
Hat allerdings den Nachteil, dass wir das nicht so regelmäßig üben können.
Masha, 12 Jahre alt, italienischer Riesenschäferhund, mäßiger Leinenpöbler. Bei ihr beschränkt sich das meistens auf Fixieren, an blöden Tagen oder wenn der Abstand zu klein ist/der andere Hunde sich auch aufregt, knallt sie auch mal bellend in die Leine. Das ist bei 35 kg dann schon manchmal unangenehm, aber sie ist zum Glück schon alt und legt nicht mehr so viel Energie und Kraft ins Pöbeln 
Bei Dino sind die Gründe dafür vielfältig, er zeigt ja sowieso schon übersteigertes Territorialverhalten. Daher sind Hundebegegnungen meistens auch kein Problem, wenn wir an fremden Orten unterwegs sind (z. B. neuen Wanderstrecken), weil die dann halt nicht "seins" sind (außer wir verweilen länger als 2 min an einem Ort ... dann manchmal schon, aber wesentlich gemäßigter). Ein Teil war am Anfang sicher auch Unsicherheit, aber ich würde sagen, dass die Territorialmotivation mittlerweile den Großteil ausmacht. Eigentlich isser nämlich ziemlich nett zu anderen Hunden und lässt sich gerne auf nettes Spiel ein.
Bei Masha ... ja puh, da wird's zu 99% ne Territorialsache sein. Sie ist da deutlich gemäßigter als Dino, bei ihr ist's eigentlich mehr ein "Damit dus bloß weißt, das ist MEIN Gassiweg!"
Daher isses auch gut händelbar.
Bei uns läufts momentan ganz gut, wir hatten in den letzten Tagen gleich drei vier Hundesichtungen
Zwei davon mit dem Erzfeind, eine auf ~70 m Entfernung, die andere war quasi direkt hier am Grundstück und da hat sich Dino soooooooo schön zusammenreißen können. Kein Gepöbel, nur aufgeregtes Gefiepe, weil da ist halt der Erzfeind und oh gott oh gott ich muss mich zusammenreißen. Die Duftspur vom Erzfeind wurde dann natürlich inhaliert und er hat sich moderat in die Leine gehängt, aber das war echt top, wenn ich bedenke, dass er bei dem Hund sonst immer ausflippt.
Bei der anderen bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob Dino seinen Erzfeind da überhaupt registriert hat, der hat in 70 m Entfernung unseren Weg im Wald gekreuzt, ich bin sofort umgedreht und Besi + Erzfeind sind auch einfach den anderen Weg weiter gelaufen. Da gab's überhaupt nix zu meckern.
Bei der Runde mit Masha bin ich heute noch dem Jagdhund aus dem Ort begegnet. Wir wollten gerade aus dem Wald über die Straße auf "unsere" Seite des Gehwegs, ich war mit den Omis schon halb über die Straße drüber, da entdeck ich 50 m von uns entfernt den Jagdhund ... also um 180° umgedreht und mangels Optionen mit den beiden durchs lichte Gestrüpp einen Bogen gelaufen. Masha musste ab und an stehen bleiben und glotzen, ließ sich dann aber immerhin weiterschleifen...
Also so insgesamt ist das bei uns im Moment sogar sehr gut. Mir graut es ein wenig davor, wenn ich irgendwann mit Dino und Bonny (Masha wird nicht mehr jahrelang leben, schätze ich) wieder in ein Mehrfamilienhaus ziehe, das nicht so abgelegen ist ... die Situation hatten wir ja vor dem Umzug und da wars für mich echt anstrengender mit Dino. Aber wir schauen mal, was die Zeit so bringt. 