Beiträge von Karpatenköter

    Super, danke dir für die ausführliche Antwort. Bei Hitze bewegen wir uns eh nicht soo viel, da dürfen die Hunde dann im Garten rumbummeln. Ich vertrag Hitze ja auch nicht soo gut.

    Zählst du ihre Atemfrequenz?

    Jap. Im Ruhezustand ist die Atemfrequenz vorbildlich, aber hin und wieder wacht sie abends/nachts auf und hat dann ne Atemfrequenz von plusminus 80. Das ging zB vorgestern gut 15 Minuten so... :lepra: Nach einer nächtlichen Bummelrunde an der frischen Luft war's dann aber wieder ok.

    Habt ihr schon einen Termin beim Kardiologen?

    Noch nicht. Ich warte noch auf die Blutwerte, nächster Stop ist dann ein Milz-Sono, weil die ja auch vergrößert ist. Das werden wir dann vermutlich mit dem Herzultraschall zusammenlegen...

    Wir haben noch keine Diagnose, aber Bonnys Herz ist deutlich vergrößert (nebst Milz und Leber) und da will ich jetzt einfach mal für den Akutfall fragen, wie ihr damit im Alltag umgeht. Aktuell merkt man Bonny eine deutliche Leistungsinsuffizienz an. Ist sie vor ein paar Monaten noch fröhlich 5-6 km mit Dino und mir spaziert, so ist sie jetzt nach der Hälfte unserer üblichen Löserunde (nicht mal 1 km durch den Wald) so k.o., dass sie nur noch hinterher schleicht und auch dann zurückfällt, wenn ich mich ihrem Tempo anpasse ...

    Wie habt ihr das in der Übergangsphase bis zur Diagnose mit Medikamentengabe gemanaged? Nur noch kleine (separate) Runden mit dem potentiell herzkranken Hund? Einen Buggy mitgenommen, regelmäßig Pausen gemacht? Nur zu bestimmten Zeiten bestimmte Strecken frequentiert? Gar kein Gassi, sondern nur Garten?

    Wie habt ihr euren Hunden vor/nach dem Gassi geholfen? Kühlmatten angeboten, viel Wasser zum Futter dazu? Besonderes Nahrungsergänzungszeug?

    Wir drücken auch weiterhin mit. Das sind ja bisher gute Neuigkeiten.

    Und wenn vereinzelt noch Daumen übrig sind: ich warte noch auf Bonnys Blutwerte. Die hätten gestern kommen sollen, ich hoffe, dass sie heute da sind und dass es entweder etwas leicht zu behandelndes ist oder wir zumindest wissen, warum Herz, Leber undoder Milz vergrößert sind.

    Für mich heißt "fliegt einem um die Ohren" hauptsächlich, dass man den Hund bzw. bestimmte Verhaltensweisen früher oder später nicht mehr kontrollieren kann, wenn man nicht zügig daran arbeitet, die in geordnete Bahnen zu lenken. Also nicht nur situativ, sondern grundsätzlich und (auch) im Alltag. Wenn der Schäferhund Herrchens Frau z. B. nicht mehr aufs Sofa oder ins Haus reinlässt usw., weil Herrchen die ersten Verhaltenszüge aus dieser Richtung nicht ernst genommen hat ... dann fliegt einem besagter Hund um die Ohren.

    Bei Dino wäre das seine Territorialaggression, die mir z. B. "um die Ohren fliegt". Ich manage die inzwischen nur noch. Training kann ich in der Situation vergessen.

    Hätte ich das vor ~3 Jahren ernster genommen, hätten wir das Problem jetzt nicht in derart ausgeprägter Form, wie wir es nunmal haben und er würde mir bei Besuch/Handwerkern nicht jedes Mal um die Ohren fliegen.

    "Um die Ohren fliegen": kann man i.d.R. nicht in aller Seelenruhe daneben stehen, entweder weil sich der Hund in dem Augenblick selbst gefährdet/schadet oder es für andere mehr als Unangenehm wird. Das reicht von massivem Stress, völlig out of order, völliger Orientierungslosigkeit, Übersprungshandlungen wie zB. deutliches in den Halter beißen oder in alles, was daneben steht - auch nen Hundekumpel etc.

    Genau so ist es bei Dino, wenn der "explodiert" (für mich ein Synonym für "um die Ohren fliegen" - nur eben auf Situationen beschränkt). Als er aufm Hundeplatz völlig unvermittelt von einem Hund angegriffen wurde (dummer Zufall ... shit happens), wollte er in alles reinhacken, was sich um ihn herum bewegt hat - wir reden von einem Radius von ~10 Meter! Ich konnte ihn nur am Halsband und Geschirr festhalten und selbst ruhig bleiben, weil er sonst sicher auch in mich reingehackt hätte. Rückgerichtete Aggression hat er mir gegenüber schon mal gezeigt, als er von einem Hund angegriffen wurde und ich ihn hinter mir in Sicherheit bringen wollte.

    In den Situationen hilft bei ihm echt nur Ruhe bewahren, Hund bestmöglich sichern und warten, bis er wieder soweit runtergekommen ist, dass man ihn ohne Fremd- oder Eigengefährdung aus der Situation führen kann. Heißt konkret: ich stand minutenlang mit einem kreischenden Hund zwischen meinen Beinen auf dem Platz und hab gewartet, bis er wieder ansprechbar war.

    Wenn Dino seine dollen fünf Minuten hat, sieht das anders aus. Dann ist das auch für keinen wirklich gefährlich und man SIEHT, dass der grad einfach nur Hummeln im Hintern hat. Der rennt dann halt wie vom Hafer gestochen durch den Garten, dreht seine zwei, drei Kreise um Baum, Auto und Haus und ich lach mich jedes Mal scheckig dabei, weil er diesen irren "Mir scheint die Sonne aus dem Arsch"-Gesichtsausdruck drauf hat.

    Aber woran liegt das denn?

    Kommt auf den Hund an.

    Stress, Angst, massive Überforderung mit einer Situation, ggf. sogar Schmerzen ... oder alles zusammen ... :ka:

    Bei manchen Hunden reicht auch - weil schlechtes Nervenkostüm, extrem reizoffen, vielleicht schon Jagderfolg gehabt usw. auch schon, dass in 20 m Entfernung ne Katze über die Straße läuft.

    Lässt sich so pauschal schlecht sagen. Die Definition von KayaFlat find ich auch sehr treffend formuliert.

    Wir sind wieder zurück.

    Herz ist lt TA grenzwertig groß, Leber und/oder Milz (ließ sich im Röntgen nicht eindeutig sagen) scheinen ebenfalls vergrößert zu sein. Da Anfang des Jahres schon die Milz auffällig ("leicht vergrößert") war, tippen wir hier auf die Milz als Verursacher... Beide Organe schieben die Trachea wohl nach oben - je nach Lagerung. Lymphknoten am Hals sind auch vergrößert ...

    Herz hört sich soweit gut an, da fand sie jetzt nichts auffällig. Blut wurde auch noch abgezapft, die Werte sollen am Montag da sein. Bis dahin soll ich ein Auge auf Bonnys Atmung haben und auch notieren, zu welchen Uhrzeiten die Abnormalitäten auftauchen, wie lange die dauern usw.

    Ich werd in absehbarer Zeit wohl auch noch einen Herz-US machen lassen. Sicher ist sicher ...

    Puh. Zumindest nichts akut bedrohliches, sondern weiterhin nur "müssen wir im Auge behalten".

    Edit: weil Mudkip es auch schon privat erwähnt hatte, ein Milz-Sono haben wir auch auf der ToDo. Dafür war nur heute keine Zeit... zu viele Notfälle.

    Ich werd heute mit Bonny mal noch in den regulären Dienst unserer Tierarztpraxis fahren und die Atemwege samt Lunge untersuchen lassen. Seit ein paar Tagen atmet sie beim Gassi gehen sehr seltsam, schnüffelt sehr laut (macht sie sonst nicht) ... Sie hatte ja schon mal Probleme mit dem Schlucken beim Fressen, das ist zur Zeit kein Problem mehr. Gestern Abend war das Geschnorchel beim Gassi dann extrem, man hat jeden einzelnen Atemzug gehört und wenn sie intensiver geschnüffelt hat, hat sie sich angehört wie ein grunzendes Schwein :fear:

    Mal sehen, was uns erwartet.