Beiträge von Karpatenköter

    Also ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Lämmchen in Angstsituation zu "fixieren" - ALLERDINGS: Es ist eher ein Halt geben, ohne zu pushen. Heißt, ich nehme sie auch zwischen meine Beine, aber lege dann meine Hand auf ihren Oberkörper (sie sitzt). Also nicht am Halsband, sondern wirklich auf der Brust. Und wir gucken in dieselbe Richtung, ich habe sie nicht frontal mir gegenüber.

    So mach ich das mit Dino auch. Nicht nur in Situationen, die ihm Angst machen, sondern auch dann, wenn er sich gerne aufregen würde, ich ihm das aber verbiete - weil ich bin ja da, ich regel das für ihn, da muss er sich nicht aufregen.

    Oft knie oder sitze ich dann hinter ihm, er sitzt zwischen meinen Beinen und rein zu Sicherung halte ich ihn am Halsband oder Geschirr fest, die andere Hand streichelt seine Brust bewusst von oben nach unten ab. Das hilft ihm.

    Ist sicher sinnvoll, das auch in aushaltbar aufregenden Situationen zu üben, damit der Hund merkt, dass das nix gefährliches ist, sondern beim Runterfahren helfen soll.

    Wir haben damit angefangen, wenn die Nachbarn im Garten waren und Herr Hund sich deshalb reinsteigern wollte. Hat dazu geführt, dass jetzt ein paar nette Worte reichen und er kann die Nachbarn in ihrem Garten ignorieren. =)

    Auf einer Veranstaltung unseres Spür- und Rettungshundevereins war heute natürlich auch Dino mit dabei. Quasi als Vorführobjekt, dass auch "schwierige" Hunde aus dem Auslands-TS super viel Spaß an der Arbeit haben und erfolgreich sein können.

    Wir saßen zu Anfang etwas abseits von unserer Gruppe herum, Dino ist recht schnell gestresst von fremden Menschen und soll auch nicht gestreichelt werden. Also hocken wir zu zweit unterm Pavillon rum, er bekommt Kekse fürs ruhige Gucken und Gewusel aushalten. Irgendwann gesellt sich dann ein Mann dazu, der schon eine besondere Ausstrahlung gehabt haben muss: Dino hat nicht mal geknurrt, als er sich in unsere Nähe gesetzt und ein Gespräch mit mir über Dino angefangen hat. Die obligatorische Streichelfrage kam dann auch und ich hab abgelehnt - aber Leckerli durfte der Mann dann Dino geben. Hat super geklappt, Dino ist neugierig-zögerlich hin und hat sich ganz vorsichtig die Leckerchen von der flachen Hand genommen. Kam zurück zu mir, guckt zum Mann. Guckt zu mir. Geht zum Mann, schnüffelt vorsichtig an der Hose. Keine Reaktion. Dino schnüffelt weiter, diesmal vorsichtig an der Hand. Ganz entspannt schnüffelt er den Mann ab, pfötelt (!) selbigen dann von sich aus (!!) an und - lässt sich streicheln. Ohne ein Anzeichen von Stress, Unwohlsein o. Ä.

    Und geht dann wieder, als wär das gerade eben gar nicht passiert.

    :herzen1: :herzen1: :herzen1:

    Drei Jahre. So lange hat's gedauert, bis Dino sich dann auch von unseren Staffelkollegen anfassen und streicheln ließ. Und nicht mehr ausgeflippt ist. Und heute war ein völlig wildfremder Mann so dermaßen in Ordnung, dass Dino sich von dem einfach hat streicheln lassen.

    Dieser Hund ... :( :herzen1:

    Bei Dino hab ich das so aufgebaut, dass er an der Schleppleine in meinem Dunstkreis rumlief... wenn ich dann seine Aufmerksamkeit hatte, gab es ganz normal ein Sitz UND das Handzeichen für Sitz auf Distanz (bei uns einfach nur die erhobene Hand, quasi ein Stop). Hat er sich daraufhin dann hingesetzt, flog ein Keks zu ihm.

    Das haben wir solange trainiert, bis das Handsignal selbst ausgereicht hat, damit er sich hinsetzt. Natürlich wurde auch das akustische Signal weiter trainiert und mit Distanz verknüpft...

    Im Endeffekt hab ich nur die Distanz immer weiter ausgebaut. Belohnt wird er, indem ich ihn abhole und ihm dann Kekse gebe oder indem er auf Zuruf zu mir kommen darf. Oder er wird mit "Weiter" belohnt, darf dann also weiterlaufen und schnüffeln.

    Keine Ahnung, obs Västgötaspets in Polen gibt. Ich denk auch eher nicht, dass da einer drin ist... :denker:

    Eine Probe von Dino hab ich auch eingeschickt. Beim ersten Gentest kam bei ihm ja DSH x Kangal x undefinierbarer Mix raus, da will ich jetzt mal sehen, was ForGen herausfindet.

    Die Leute da sind jedenfalls genauso neugierig, per E-Mail wurd mir schon gesagt, dass meine zwei sich völlig von den Mixen unterscheiden, die sie gerade untersuchen - "da muss ich ja aufpassen, dass mein Kollege nicht noch denkt, ich hätte ihm wieder Test-Proben untergejubelt" |)

    Masha kommt aus Italien und verzichtet bei den warmen Temperaturen lieber aufs Gassi. Morgens und abends ok, aber wenn ich mittags fix mit Dino zum Lösen in den Wald schlurfe, packt Masha sich lieber irgendwo in den Schatten und hält Siesta.

    Bonny ist ja herzkrank und kriegt bei dem Wetter Schonprogramm. Die geht nur zum Lösen in den Wald, ansonsten hängt sie bei Masha im Garten rum.

    Wenns im Haus selbst auch unangenehm warm ist, leg ich die Kühlmatten raus, biete gefrorene Schlecksnacks (zB Kongs) an und zum Trofu gibt's immer einen ordentlichen Schluck Wasser. Hin und wieder auch mal einen Eiswürfel.

    Wie Quarus grad schon schrieb: probier es doch mit dem Zwischenschritt, dass ihr Eros am Auto belohnt, füttert, mit ihm spielt ... damit die Umgebung rund ums Auto erstmal schön wird. Vielleicht nimmt ihm das schon Stress.

    Eine weitere Idee wäre, dass du es dir am Auto bequem machst mit nem guten Buch oder so und dafür sorgst, dass das Auto rundherum als entspannter Ort etabliert wird. Weiß aber nicht, ob das soooo effektiv wäre. Versuchen würd ichs wohl :denker:

    Mein Dino hatte am Anfang massive Probleme mitm Autofahren, das ging soweit, dass er regelrechte Panikattacken hatte und dann auch zB den Fahrersitzgurt zerstört hat. Während der Fahrt. Weil er seine Sicherungsgurte durchgebissen hat :lepra:

    Ich hatte zwar das Glück, dass er das Einsteigen ziemlich cool findet, aber z. B. das ruhige Sitzen im stehenden Auto mussten wir auch erst lange Zeit schön füttern. Erst als er da wirklich entspannt war, hab ich dann mal mit laufendem Motor geübt. Und als das ging, gab's kurze Fahrten zu schönen Orten - Hundefreilauf, die Wiese zwei Straßen weiter usw.