Haben wir hier jemanden, der als Bestatter arbeitet oder sonstwie in der Branche tätig ist? Ich hätte da ein paar berufsbezogene Fragen ![]()
Beiträge von Karpatenköter
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Ich hab ne alte Hündin mit DCM und wenn sie an warmen/heißen Tagen mitfährt, kommt ne Kühlmatte ins Auto. Gerade dann, wenn sie zum Training vom Großen mitkommt, weil sie halt einfach mit will ... dann bekommt sie ihre Kühlmatte auf die Rücksitzbank gelegt und kann frei wählen, ob sie sich in den kühlen Bereich legt oder lieber irgendwo anders auf der Rückbank hinkuschelt.
In 80% der Fälle lag sie in der Nähe oder auf der Kühlmatte, wenn ich nach ihr geschaut habe, obwohl Fenster und Co. überall offen waren. Die Kühlmatte ist selbstverständlich immer irgendwie mit nem Handtuch oder einer dickeren Jacke umwickelt, damit der Hund nicht schockgefrostet wird.
Mag sein, dass sie es nicht zwingend braucht, aber ich fühl mich damit besser und wohler. Bei Temperaturen von über 30°C bleibt sie sowieso zuhause, wenn wir zum Training fahren, da stellt sich die Frage gar nicht. Aber ich leg beim Autofahren Wert auf ein angenehmes Klima, also sorg ich dafür, dass meine Hunde ähnlich entspannt und komfortabel mitfahren können.
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Süßkirsche Eventuell kann der Tierarzt noch den DGGR-/cPLi-Wert nachfordern. Ich bin jetzt kein Profi, hab den Wert in den Blutbildern aber auch nicht gefunden - könnte höchstens "LIPA" sein, aber ich bin mir nicht sicher.
Die Symptome erinnern mich an Bonnys Bauchspeicheldrüsenentzündung, sie wollte auch nichts fressen und vor lauter Schmerzen gar nicht Gassi gehen. Im Garten rumwuseln war okay. Wenn sie doch was gefressen hat, kam das oft keine 20 min später wieder raus, in der Zeit hat sie auch massiv abgenommen...
Mit fettarmer Schonkost und sehr kleinen Portionen ging es dann wieder bergauf, zusätzlich gab es passende Päppelnahrung.
Eine Woche nach der Akutphase hatte sie einen DGGR-Wert von über 300, normal sind (glaube ich) um die 90.
Daumen sind gedrückt, dass ihr bald was findet und das dann auch gut behandelbar ist!
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Wurden die Pankreaswerte (DGGR-Lipase oder cPLi) geprüft?
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37°C, knallende Sonne. Immerhin isses eher trocken.
Oder anders formuliert: ich hab Dino und Bonny unter der Dusche richtig klatschnass gemacht und dann wieder in den Garten gelassen. Nach 15 Minuten inkl. Schütteln, Herumgewusel und Zoomies waren BEIDE wieder trocken...

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Ich habe ein bisschen Angst vor ihr weil ich niemals gedacht hätte das sie zu so etwas fähig ist. Ich denke sogar darüber nach sie wieder abzugeben.
Nur mal für die Leute, die sich über das Thema Abgabe empören - die TE denkt sogar selbst darüber nach.
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Das klingt super, da freu ich mich für euch!

Vielen Dank für das Update. Vielleicht magst du hier ja weiterhin von deinem Weg berichten

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Daisy hat zig Hundefreunde vom Dackel bis zum Schäferhund. Noch nie hat sie Aggression gezeigt.
Das Ding ist: Aggression hat viele Gesichter und ist erstmal nur normale Kommunikation.
Wir zeigen im Alltag auch Aggression - nur vielleicht nicht ganz so offensichtlich.

Rollst du manchmal mit den Augen, wenn irgendjemand nervt und das nicht merkt? Wird dein Tonfall manchmal härter, weil dir etwas nicht so wirklich passt oder du das Gefühl hast, dir hört keiner zu? Wirst du nicht auch manchmal laut, weil dir scheinbar keiner zuhört? Stöhnst du vielleicht genervt, weil das Kind an der Bushaltestelle einfach nur nervt? ...
Das sind auch Aspekte der Aggression. Denk z. B. auch an "passive Aggression".
Ding Nummer 2: Viele viele viele Menschen denken bei "Hund" und "Aggression" an böse bellende, zähnefletschende oder knurrende Hunde. Aber Aggression ist viel mehr als das und fängt schon viel viel früher an.
Wenn auf einmal viel mehr Spannung im Hundekörper ist und man denkt, man hat eine Sprungfeder an der Leine. Wenn der Blick härter wird. Wenn die Ohren nach hinten gezogen werden. Oder wenn die Rute steil nach oben zeigt. Wenn der Hund ganz schnell wedelt UND die Rute steil nach oben zeigt. Wenn der Hund jemanden oder etwas anstarrt ("fixiert").
Aggression ist ein Teil des normalen Verhaltens. Genauso wie Freude.
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An Abgabe würde ich tatsächlich nicht denken aktuell. Ihr habt den Fehler gemacht und der Welpe musste sehr darunter leiden, warum sollte sie das jetzt auch noch ausbaden?!
Weil es nunmal Hundehalter gibt, die sich die Verantwortung für einen Hund mit "Vorstrafe" nicht zutrauen. Auch, wenn die Vorstrafe durch die eigene Fahrlässigkeit entstanden ist. Wenn man nicht gewillt ist, sich ganz schnell ganz viel Wissen anzueignen, für die Umwelt mitzudenken usw. und eigentlich nur einen netten, unkomplizierten Begleiter möchte - dann ist eine Abgabe tatsächlich besser und mMn gerechtfertigt.
Und es gibt auch Hundehalter, denen ICH nicht zutraue, dass sie "so einen" Hund verantwortungsvoll und sicher führen können ...
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Maulkorb drauf, einen Trainer suchen und den Hund bis zum Trainertermin nicht mit anderen Hunden zusammen lassen.
Den Maulkorb kaufst du am besten bei Chic und Scharf. Die beraten dich auch, wenn du nicht weißt, welcher Maulkorb am besten passt. Ganz wichtig wäre es, dass der Maulkorb aus Metall ist - Plastik, Leder und Biothane-Körbe schützen nicht vor Bissen!
Noch wichtiger ist, dass der Maulkorb tief genug ist, damit der Hund auch bei großer Anstrengung gut hecheln kann.
Schau mal, so sieht das bei meinem Rüden aus:
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Er hat zum einen genügend "Luft" zwischen Nase und Maulkorbende, zum anderen hat er nach unten und zur Seite genug Platz, um das Maul fürs Hecheln aufzumachen. Fressen und trinken geht mit dem Maulkorb auch super und es schränkt ihm beim Gassi wirklich überhaupt nicht ein.

Das Vertrauen kommt mit der Zeit zurück und auch dann, wenn du mit ihr arbeitest. Da ist es für dich auch ganz ganz wichtig, dass du einen gescheiten Trainer hast, der deine Sorgen ernst nimmt und dir erklärt, wie deine Hündin gerade denkt, reagiert usw.
Woher kommt sie denn (Tierheim? Auslandstierschutz?) und welche Rassen sollen drin sein?
Der Welpenschutz ist ein Mythos, den gibt es unter fremden Hunden einfach nicht.
Mein Rüde - der, den du da oben mit dem Maulkorb siehst - hat im Herbst 2021 scheinbar grundlos zwei kleine Hunde angegriffen. Dino hat auch erst losgelassen, als ich ihm per Halsband die Luft abgedreht habe. Ich war danach echt fertig mit den Nerven und bin heulend zurück zum Auto gelaufen. Als sich Dino abends zu mir ins Bett gekuschelt hat, war er wie immer, aber ich konnts einfach nicht über mich bringen und ihn streicheln. Der Schock, dass mein Hund zwei kleine Hunde angegriffen hat, saß einfach zu tief.
Zu unserem! Glück gab es keine offensichtlichen Verletzungen und ich wurde auch nicht angezeigt, obwohl ich den Halterinnen meine Daten gegeben und mehrfach gesagt habe, sie sollen sich bitte bitte bei mir melden, wenn sie mit den Hunden doch zum Tierarzt müssen.
Dass deine Freundin dir keine Schuld gibt (bzw. das sagt) ist wirklich ein ganz großes Zeichen. Du kannst dich echt glücklich schätzen, dass du so eine Freundin hast

Das A und O ist für dich jetzt...
1. Durchatmen! Passiert ist passiert, es kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Du musst jetzt lernen, mit diesem Vorfall zu leben.
2. Analyse der Situation. Was ist warum passiert? Weil scheinbar keiner von euch die Hunde im Auge hatte, ists jetzt natürlich schwierig, da irgendwas rauszufinden. Sprich mit einem Trainer, lass deine Hündin auch vom Tierarzt durchchecken - vielleicht hat(te) sie ja auch Schmerzen?
3. Training. Lerne, deine Hündin zu lesen und zu verstehen. Arbeitet gemeinsam! daran, das erschütterte Vertrauen wieder zu reparieren.
4. Management. Lass deine Hündin künftig nicht mehr ungesichert mit anderen Hunden interagieren. Und wenn doch, dann bitte nur mit erfahrenen Hundehaltern und/oder (d)einem Trainer zusammen! Niemals unbeaufsichtigt zusammen lassen. Lieber ein Leinenspaziergang als wildes Gewusel auf der Hundewiese...
All die genannten Punkte sind aber hinfällig, wenn du deine Hündin nicht behalten möchtest (was mMn verständlich ist). Da solltest du dich aber mit einem Trainer zusammensetzen und wenigstens versuchen herauszufinden, warum es zu diesem Angriff kam. Denn wenn die Ursache nicht bekannt ist, ist es mMn fahrlässig, die Hündin entweder weiterzuvermitteln oder an den Tierschutzverein (o. Ä.) zurückzugeben.
Mach dir bitte bewusst, dass u. U. ein (sorry) Arsch voll Arbeit auf dich zukommt, wenn du deine Hündin behalten möchtest.
Du musst ganz schnell lernen, wie Hunde kommunizieren, wie vor allem deine Hündin mitteilt "Ey, mir reichts jetzt, ich hau/beiß gleich zu".
Du musst lernen, deine Hündin stets im Auge zu behalten. Solange deine Hündin nicht bombenfest im Kommando neben dir sitzt oder liegt, musst du mit deiner Aufmerksamkeit immer beim Hund sein.
Du musst ein Gefühl dafür entwickeln, wann deine Hündin "kippen" könnte, also wann sich ggf. wieder so eine Attacke anbahnt.
Das alles wird mit einem gescheiten Hundetrainer leichter, aber es kostet Zeit, Geld, Nerven, vermutlich auch Tränen und nochmal mehr Zeit...
Wenn du verraten möchtest, woher du kommst, können wir dir bestimmt auch Trainer empfehlen. Und wenn du aus dem Berliner/Brandenburger Raum kommst, dann biete ich dir auch an, dass wir uns mit den (gesicherten!) Hunden zum Spaziergang treffen und ich einfach mal gucke, was mir bei dir und Daisy so auffällt.