Beiträge von Looking

    Das mit den Zonen würde ich vom Hund abhängig machen. Du kannst z.B. eine Wiese freigeben (mit buddeln vorsicht, natürlich nicht auf genutzten Flächen und Löcher schliessen damit sich niemand ein Bein bricht) oder auch nur eine oder zwei kleinere Stellen auf dem Spaziergang. Meine z.B. buddelt nicht extrem und lässt sich gut weiterschicken und steigert sich selten rein. Bei ihr hab ich keine Zonen mehr. Weil ich halt weiss, dass es funktioniert. Aber je nach Hund ist es viel einfacher, wenn der genau weiss, da darf ich und da nicht.

    Wenn dein Hund gern rennt, kann der Abruf selber ja durchaus zur Selbstbelohnung werden solange der Spass nicht endet. Bei Vespa ist das sehr deutlich, zu mir rasen findet sie per se schon cool, wenn es da dann noch Superspielzeugspiel oder Katzenfutter oder Lebwrwurst gibt, ist das doppelt belohnend.

    Hast du verschiedene Rückufe? Einen Superduperrückruf und einen für den Alltag? Falls nein: das finde ich sehr hilfreich.

    Ich finde das hört sich doch gut an.

    Beim Mäuseln könntest du z.B. bestimmte Zonen freigeben und mäuseln lassen und andere verbieten. So verhinderst du, dass der Hund jede Gelegenheit nutzen will und sich reinsteigert und du dauernd abbrechen musst. Je nach Hund ist das auch nicht nötig - guck mal wie du es einschätzt.

    Anfangseuphorie beim Freilauf: ich würde da schlicht noch nicht abrufen. Finde es sinnvoll, anfangs dann abzurufen, wenn der Hund es mit Spass macht und nicht gerade vom Ultimativen Spass wegmuss. Wenn du dir also sicher sein kannst, dass erstmal nix passiert und der Hund rennen darf, würde ich warten bis sich der erste Spass bisschen gelegt hat und dann rufen um gleich wieder freizugeben nach toller Belohnung. Grad wenn das frei laufen so hochwertig ist, macht es Sinn den Spass als Belohnung wieder zuzulassen.

    Impulskontrolle - bedenke dabei, dass der Hund auch im Alltag schon sehr viel davon zeigen muss (in der Regel). Nicht aus der Tür stürmen, kein Futter klauen, beim fressen warten, nicht XY machen, nicht an Leine ziehen, nicht hochspringen, nicht zu Hunden rennen, nicht jagen... je nach Hund und Kapazität kann man gar nicht mehr soooo viel extra üben neben Alltag. Oder zumindest nur dosiert. Übst du zuviel, kann es sein, dass die „Löffel“ für den Alltag dann schon verbraucht sind.

    Dummy - bei Vespa hab ich versucht da anzuknüpfen wo sie am meisten Spass hatte. Bei ihr hat den Felldummy suchen per Nase viel gebracht. Und kleine Hetzspiele (Schnur oder Reizangel). Bei uns ist das hochwertigste Ding der Ball (wahrscheinlich vom Vorbesitzer), der ist so hochwertig, dass ich ihn nur sehr wenig und gezielt nutzen kann, da der Hund dann nur noch Ball im Kopf hat. Felldummy mit Futtertasche war jetzt auch meine Idee. Manchmal sind es auch seltsame Sachen. Vespa liebt z.B. einen Lederhandschuh den sie mal gefunden hat.

    Apropos - wir haben mit einem Swanie Ernährungsplan vom Profi angefangen und dann selber verändert in Richtung mehr KH und natürlich Rationen angepasst. Da Vespa nun aber Fisch nur mässig verdaut (eher gelber weicher Output) und diverse Fischsorten auch nicht frisst und wir das Gefühl haben, doch schon sehr weit vom Anfang entfernt zu sein, würden wir unseren Plan gern überprüfen und feintunen lassen. M/Z durchlesen und alles selber ausrechnen ist eine Option, aber ehrlich gesagt ist mir das grad bisschen viel derzeit mit anderen Baustellen. Was empfehlt ihr? Napfcheck war jetzt meine Idee. Habt ihr Erfahrungen mit denen?

    Ja gut - aber nur an einer ganz kurzen Leine geht auch nur, wenn da Garten und Freilaufmöglichkeiten sind. Ansonsten ist das ja nicht wirklich ein Leben. Meine wäre mir um die Ohren geflogen. (Gut, die hat mich auch nie so ignoriert)

    Aber mit Schlepp In der Hand, aktiv am verlängern und verkürzen kann man ja schon auch sehr genau arbeiten und eingreifen und der Hund hat trotzdem mehr als 3 Meter.

    Wie ist Oves Radius wenn du nichts machst/sagst?

    Maximal 15-20m würde ich schätzen. Im Wald auf den Wegen weniger. Auf Wiesen in hohem Gras ist er schon mal kurzzeitig flotter unterwegs und reizt dann die 20m aus. Er bleibt auch häufig stehen und dreht sich zu mir um. Das lobe ich verbal und er wartet meist bis ich etwas näher gekommen bin und geht dann von sich aus weiter. Kommt er von sich aus einfach mal vorbei und läuft ein Stück bei mir, dann gibt es schon noch sehr häufig was kleines.

    Schick! Das ist ein sehr angenehmer Radius!

    Vespa hat bisschen mehr, je nach Terrain und Situation zwischen 15 und 70 Meter. Netterweise in fremdem Gelände deutlich weniger als auf bekannten Wegen - das macht es cool mit ihr Ausflüge zu machen. Da braucht sie offenbar mehr Sicherheit von uns. Und findet mehr interessantes zum schnüffeln.

    Schaefchen2310

    Ich bin auch kein Fan von ruckartigen Stops und ja, auf die Leine treten wenn der Hund rennt ist schon arg. Rennt mir der Hund in die Schlepp die ich in der Hand habe, kann ich 2-3 Schritte mitrennen und so federnder abfangen. Drauftreten tu ich nur im Notfall oder wenn der Hund langsam sich bewegt oder steht. Kannst du nicht die Leine in die Hand nehmen und aktiv Leine einziehen und ausgeben( ohne Zug, aber so dass nicht mega Spielraum entsteht)? So hast du maximale Kontrolle und dein Hund wenig Anlauf um sich wehzutun.

    Ja, das ist auch ein Grund warum ich nicht verlange, dass Vespa dauernd zu mir pendelt. Kommt sie aus irgend einem Grund zu mir zurück aus dem Vorauslaufen, wird sie meistens schneller wieder nach vorne laufen als vorher sie weiter vorne vorher unterwegs war.

    Läuft sie entspannt vorne lobe ich möglichst unaufgeregt verbal, damit sie eben nicht ins pendeln und rennen kommt.

    Läuft sie zu weit vor, lasse ich lieber warten und belohne verbal oder per Keks wenn ich bei ihr bin.

    Kommt sie von alleine zu mir zurück kommts auf die Situation an. Hab ich grosse Erwartungshaltung (z.B. wegen Übung vorher), lobe ich nur spärlich und verbal. Ansonsten gibts ca in 1/3 der Fälle einen Keks oder ich zeige Vespa was tolles/spannendes.

    Ist die Situation sehr aufregend und nahe an Vespas Grenze, belohne ich viel per Futter und gern auch hochwertig.

    Ich denke, da muss man sehr individuell sein - ich hab mein Training da auf Vespas Verhalten ausgerichtet weil sie halt als Vorsteher gewisse Verhaltensweisen eher zeigt als ein Begleithund. Je mehr ich sie in ihrem Stil laufen lassen kann, desto ruhiger, aufmerksamer und kooperativer ist sie auch.

    Wie ist Oves Radius wenn du nichts machst/sagst?

    Murmelchen  Looking

    Danke euch!

    Ja das habe ich intuitiv tatsächlich genauso gemacht. Ove hält einen recht angenehm kleinen Radius (ob durch die Kekse oder von sich aus) und ich finde das sehr praktisch. Dadurch rufe ich auch seltener zurück, sondern nutze wenn dann mal ein „hierlang“. Pendeln implizierte für mich den Negativbegriff mit inbegriffenem Hochspulen. Das hatte ich hier, als er noch jünger war und jedes zurückkommen wohl richtigerweise in der Zeit sehr gefeiert habe. Hat sich aber nun wie von selbst entspannt.