Ich finde, dass man alles, inkl. der härtesten Tabus hinterfragen kann und soll. Es gibt einen Haufen Tabus die keinen Sinn ergeben. Fast alles an „Tabu“ und „ungute Gefühle dabei“ ist anerzogen oder durch Erlebnisse geprägt. Damit meine ich nun sicher nicht Inzest und co. Und ja, ich mache das selber. Und ich kann auch ganz gut damit leben, dass für mich gewisse Sachen gefühlsmässig falsch sind, auch wenn objektiv niemand zu Schaden kommt. Würde ist nichts messbares. Grenzbereiche sind Grenzbereiche.
Darum ja, finde ich schon, dass wenn jemand mit „es schadet nicht und der Hund wehrt sich nicht“ argumentiert und sowas wie „Würde“ oder „fühlt sich übergriffig an“ nicht als Argument akzeptiert, dann sich umgekehrt fragen sollte, ob er nicht selber so Bereiche hat wo er entgegen harten Fakten (Schmerz usw) etwas ablehnt aus denselben Gründen. Und da ich die Diskussion schon mal hatte habe ich dieses Beispiel gebracht. Im übrigen war es auch dort so, dass ein Teil der Leute der Meinung war, man dürfe nicht mal darüber reden. Das waren teils Leute die Sportpferde in der Einzelbox hatten.
Mag polarisieren. Trotzdem bleibe ich dabei. Auch ohne direkten Schaden kann sich etwas falsch anfühlen. Und ja, man sollte seine Schubladen von Zeit zu Zeit öffnen und überprüfen was drin ist.