Beiträge von Looking

    Bah, Samita, hab den Thread erst jetzt entdeckt. Das war ja ein beschissener Krimi. Ich kann deine Sorgen und Ängste sehr gut nachvollziehen - ich mach mir auch immer beim leisteten Anzeichen Sorgen weil Vespa eben vom Körperbau so prädestiniert ist. Hatte auch schon nachts den Notfall am Telefon. Da aber ihre SH perfekt waren und auch Puls, Atem und Temperatur noch ok, sind wir nicht gefahren in Absprache. Das würde mich noch interessieren: hattest du jeweils die Parameter gecheckt? Sah man es Den SH bereits an? Ich hatte mich damals nämlich nur semiwohlgefühlt, trotz medizinischem Wissen und objektiven „Daten“.

    Ich denke auch, dass dir die Nierenwerte nicht allzu arge Sorgen machen sollten. Gewisse Schwankungen sind normal.

    Wir drücken auch Daumen mit. :herzen1:

    Das Edgard & Cooper hatte ich ein paar einzelne Male verfüttert und keine Unverträglichkeit bemerkt. Aber müsste es sicher paar Tage am Stück geben zum testen. Nachteil ist: die Crocketten sind mini und sehr hart.

    Das Naturevetal würde hier wohl auch geliefert, das gefällt mir jetzt auch nicht schlecht. Ausser, dass bei vielen Mais dein ist. Wie sind den. Da die Crocketten? Hart?

    Gibts sonst was empfehlenswertes und tierwohlfreundliches (Lamm, Rind, Geflügel, Kaninchen) mit Kartoffel, Süsskartoffeln, Reis oder ev noch Hirse welches ihr wirklich empfehlen könnt für unsere Ferien?

    Wir barfen eigentlich (mit Süsskartoffelanteil) und wollten für den Urlaub Fresco mitnehmen. Nun zeichnet sich ab, dass Vespas Kot zu weich wird davon, war heute rötlich und total schmierig. Alternative ist BALF (stinkt affig und einweichen ist schwierig) oder ein Trofu. Wir geben als Trainingsleckerchen dieses hier:

    Edgard & Cooper Lamm

    Was haltet ihr davon? Ich hab null Erfahrung mit Trofu, aber so auf den ersten Blick sieht es nach wenig Mist aus. Wäre für ca 2-3 Wochen. In der letzten Woche können wir auch noch frisch füttern, da Ferienhaus. Die ersten zwei auf Camping nicht.

    Zitat

    Frisches Lamm 41 %, Kartoffeln, Erbsen, Erbsenprotein, Leinsaat, Lammsoße, Sonnenblumenöl, Mineralstoffe, Kartoffeleiweiß, Fischöl, Mannan-Oligosaccharide, Fructo-Oligosaccharide, Karotten 0,04 %, Äpfel 0,04 %, Birnen 0,04 %, Brokkoli 0,04 %, Banane 0,04 %, Grünkohl 0,04 %, Spinat 0,04 %, Rote-Bete 0,04 %, Heidelbeeren 0,04 %, Ringelblumenblüten, Nesseln, Brombeerblätter, Fenchel, Kümmel, Kamille, Melisse.

    Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe/kg

    Vitamin A 20.000 IE, Vitamin D3 2.000 IE, Vitamin E 350 mg, Eisen 75 mg, Jod 3,5 mg, Kupfer 10 mg, Mangan 7,5 mg, Zink 150 mg, Selen 0,15 mg.

    Analytische Bestandteile

    Rohprotein 25%, Fettgehalt 15%, Rohfaser 2,5%, Rohasche 7,3%, Omega-6 1,7%, Omega-3 0,6%, Calcium 1%, Phosphor 0,7%.

    Meiner Meinung nach muss jedes „Richtung“ oder jedes System sich schlussendlich auf das Individuum einstellen, das wäre mir wichtig. Eine strikte und enge Methode gleich für jeden Hund macht wenig Sinn. Das wäre etwas, worauf ich achten würde. Ich persönlich finde auch, dass wiederholte Seminare mit denselben Trainer ganz gut sind, da diese dann auch aufbauen können auf dem bereits gelernten und Hausaufgaben überprüfen und neu stellen. Klar, unterschiedliche Inputs und Schwerpunkte sind gut und spannend. (Bei den Seminartrainern die ich besuche ist zum Beispiel einer dabei der mit seinen Bloodhounds sehe viel Jagdhundeerfahrung hat, einer ist bekannt für pingelige Arbeit an der Basis und andere sind wiederum flexibler und experimentierfreudiger. Aber alle arbeiten nach gleichen Prinzipien.) Ich denke, viele ganz verschiedene Köche können auch den Brei verderben oder eben das Team verunsichern. Ich nehme an, du hast eine*n feste*n Trainer*in - kannste da nicht fragen welche Seminare empfehlenswert sind für euch? Oft gibts ja so die üblichen Verdächtigen die passen.

    Doch, es gibt schon ziemliche Unterschiede. Auch im Aufbau. Es gibt Richtungen, wo man darauf aufbaut, dass der Hund alles ganz alleine und möglicbst ohne Beeinflussung macht und Richtungen wo man den Hund im Training mehr formt (shapen). Auch das enge Arbeiten auf dem Geruch wird unterschiedlich gesehen - die einen sagen, wir wissen nicht was der Hund riecht, deshalb darf er finden wie er will. Die anderen möchten, dass der Hund nicht über Witterung arbeitet und möglichst nicht abkürzt oder sich beim Geruch jagen verliert und traineren so, dass das möglichst nicht passiert und der Hund eher enger auf der Spur bleibt.

    Ich stelle mir vor, wenn man da an ganz verschiedene Aufbauten gerät, wird es schnell chaotisch und doof. Das würde ich beim Seminare aussuchen im Hinterkopf behalten.

    Arbeiten müssen wir neu an der einfachen Differenzierung - Vespa hat angefangen entweder in die Mitte zu sitzen oder die vordere Person anzuzeigen. Komisch, da sie das schon mal sehr sauber konnte. Auch gehende waren super. Also mal 2 Schritte zurück.

    Differenzierung am Ende ist nicht wichtig. Weder für Prüfungen noch für Einsätze.

    Wenn man es doch macht achte darauf dass die Personen mindesten 5 m auseinander stehen und der Wind nicht den Geruch einer Person auf eine andere Person überträgt.

    Grüße Bernd

    Da hast du sicher nicht unrecht… wobei bei unseren Prüfungen glaub irgendwann ne Differenzierung kommt. Unterwegs differenziert sie gut und ignoriert Passanten in der Regel.

    5 Meter Abstand waren gegeben, aber der Wind war wahrscheinlich das Problem und Vespa gab sich mit dem Geruch bei der Verleitperson zufrieden. Der Plan ist, den Abstand wieder zu vergrössern. Interessant finde ich vorallem, dass das mal gar kein Ding war und erst jetzt wieder aufgetaucht ist als „Problemchen“.

    Ich profitiere auch sehr von Seminaren und mag sie gern. Bei den verschiedenen Methoden bin ich aber sehr zurückhaltend. Ich trainiere nur mit Trainern die plusminus in die selbe Richtung und mit ähnlicher Technik arbeiten. Für mich macht das keinen Sinn z.B. an ein Seminar wo mit 10 Meter Leine ausgefahren dem Hund hinterhergelaufen wird. Das passt null zu dem wie wir den Hund aufgebaut haben und wäre einfach kontraproduktiv. Innerhalt derselben Richtung finde ich aber unterschiedliche Trainer sehr bereichernd.

    Wir waren auch auf Seminar, Weekend in Interlaken. Leider konnte Paul Coley nicht kommen, aber das Seminar wurde mit anderen Trainern trotzdem durchgeführt. Tag eins war super, Vespa war trotz Stehtagen einfach klasse unterwegs, konzentriert, motiviert und überlegt. Am Nachmittag haben wir eine Abgangssuche ganz gut gemeistert - ich war echt stolz auf die kleine Grosse. Ich musste viel denken, aber hatte das so auch noch nie gemacht.

    Heute war der erste Trail bombastisch, Vespa wie auf Schienen. Kurz vor dem zweiten Trail fing ich an mich schlechter zu fühlen, war überhitzt und erschöpft. Dementsprechend war der Trail dann auch durchwachsen, Vespa ab und an auf dem Auge. Aber wurst. Ich bin beeindruckt wie alle Hunde gearbeitet haben. Trotz Läufigkeit und intakten Rüden. Man merkt, dass Vespa auch erwachsener wird und sich mehr unter Kontrolle hat. Ich mag das. Ich kann ihr auch mehr Vertrauen und erkenne leichter, wenn sie mal ohne Geruch trotzdem Gas gibt.

    Arbeiten müssen wir neu an der einfachen Differenzierung - Vespa hat angefangen entweder in die Mitte zu sitzen oder die vordere Person anzuzeigen. Komisch, da sie das schon mal sehr sauber konnte. Auch gehende waren super. Also mal 2 Schritte zurück.

    Anirac

    Hört sich gut an! Ich bin auch gespannt auf Coley, der arbeitet ja auch mit Bluthunden. Ich finde, man merkt schon ob jemand viel mit Jagdhunden oder mehr mit den Schäfern oder anderen arbeitet.

    Heute eine interessante Diskussion über Jagdverhalten mit einer Spinone Besitzerin die sagt, ihre früheren Hunde (Briards) hätten sich ewig nicht abgeregt nach Wildsichtung während ihr Spinone kurz hochfährt und dann recht schnell wieder runterkommt. Ich beobachte das auch bei Vespa, sie braucht inzwischen nicht mehr so lange um wieder zu entspannen. Wir haben gerätselt, ob das eventuell auch ne genetische/züchterische Komponente hat - einen Jagdhund der sich nicht rasch abregen kann kann man ja echt schlecht brauchen.

    Bei Vespa ist es jetzt wo sie mit Reizen klarkommt wirklich so, dass sie recht oft und schnell on/off ist.

    Ich denke, für mich passt das was FlyingPaws geschrieben hat: Vespa musste erst mal lernen einfach nur spazieren, bummeln, mit den Reizen klarkommen. Nicht umsonst sind wir lange den selben Feldweg oder im ruhigen Quartier gelaufen. Und dann meterweise Wald. Auch die Präsenz von anderen Hunden und Menschen und anderen Tieren hat sie erstmal überfordert. Wenn ich sage, wir haben an der Aufregung gearbeitet, dann meine ich, wir haben diese Reize in entsprechender Dosis und Dauer so lange „aushalten“ geübt und Entspannung positiv verstärkt wo nötig bis Vespa eben auf deutlich niedrigerem Erregungsniveau damit klar kam. Ich bezweifle, dass ich ihr damals „Reg dich ab“ hätte per aversivem Training beibringen können. Mag sein, dass das bei einem Welpen anders ist als bei einem überforderten TS Hund. Oder eben: liegt mir so wohl nicht.

    Ich schliesse auch nicht aus, Vespa irgendwann mal deutlich aversiv eine Jagd zu verbieten wenn nötig - das fände ich (inzwischen) auch fair und umsetzbar. Sie weiss inzwischen ja genau, was geht und was nicht und was gefordert ist.

    Vespa steht aber halt auch nicht kreischend in der Leine im Wald. Und solange sie noch ansprechbar ist, darf sie durchaus auch bisschen hochfahren. Sie fährt ja danach auch wieder runter und rennt nicht dauererregt durch die Pampa.

    Einzig mit Katzensichtungen bin ich nicht happy, das hat echt Verbesserungspotential und tatsächlich will ich da einfach nicht, dass sie da ernsthaft Jagdverhalten zeigt.

    Spannende Diskussion übrigen!