Beiträge von Looking

    In DE gibt es sie gern mal als Junghunde im schlimmsten Alter wenn man sich überschätzt hat. Oft in den FB Gruppen.

    Aber ernsthaft ein grosses Thema sind sie in Ungarn. Es ist der ungarische Nationalhund und dementsprechend viele gibts da. Teils werden sie vom Jäger ausgesetzt, teils von überforderten oder sonstwie an der Haltung gehinderten Leuten abgegeben oder aus desolaten Zuständen geholt. Auch Mutter mit Welpen findet man oft.

    Vermittelt werden die Hunde oft über Hands4paws oder Vizsla in Not. Ab und zu auch andere Vereine die in der Region tätig sind.

    Beim Vizsla kommts halt auf vieles an. Zucht und Linie, Erziehung, Ruhe. Viele Vizslas kommen heute vom Hobby-Vermehrer und haben kein sauberes Wesen mehr. Ja, es ist ein sehr aktiver temperamentvoller Hund, aber hyper eigentlich nur, wenn was schief gelaufen ist. Sie sind in den ersten 3-4 Jahren schon sehr lebhaft, aber eben. Gut ausgelastet und mit genügend Schlaf sollte auch das gut machbar sein.

    Hast du Germanys Top Dog gesehen? Der Drahthaar Vizsla da war absolut cool und null hyper. So sollten die sein. Drahthaar sagt man ausserdem mehr Ruhe nach, Kurzhaar sind wohl häufiger hibbelig.

    Meinen Vizsla würde man heute wohl kaum mehr als hibbelig bezeichnen. Power ja. Aber die kann z.B. bestens neben mir stehen und geduldig warten wenn ich mit jemandem auf der Strasse rede. Es ist einfach kein Hund für einen reizüberfluteten Tag.

    Kalle bei Top dog

    Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher nur Viszla-Junghunde unter 2 kennengelernt habe :skeptisch2: allerdings weiß ich nicht ob ich den Hund in den ersten beiden Jahren nicht aussetzen müsste xD meine war so unglaublich unkompliziert als Junghund und hat damit echt einen hohen Standard gesetzt xD

    Zugegeben, als Junghunde brauchen sie den einen oder anderen Nerv. Viele. Ja. Was aber nicht heisst, dass die dauerblöd sind. Aber Impulskontrolle, Reizverarbeitung und Temperament sind halt nicht immer ganz in Balance. :rolling_on_the_floor_laughing: Mir hat man gesagt, bis 3 sind sie unmöglich. Wobei das auch bei uns nur phasenweise so war.

    Ansonsten: es gibt immer wieder tolle erwachsene Vizslas aus dem Tierschutz. Ich halte das sowieso für eine gute Sache wenn bestimmte „Jobs“ wie Reitbegleitung angedacht sind, da man in dem Alter auch mehr zum Jagdtrieb und Temperament sagen kann. Da gibt es echt grosse Unterschiede.

    Beispiel: Vespa, unsicher aber neugierig, Radius klein bis mittel, viel will to work, bisschen will to please, sehr emotional, aufgeregt mit anderen Hunden, sehr verkuschelt, ein lustiger Hund der irgendwo zwischen Weich und Panzer schwankt. Jagdtrieb ordentlich, vorallem Katzen und kleineres Geviech. Rehe auch spannend. Steht schön vor. Territorial und wacht. Wäre ein guter Reitbegleithund oder Partner am Bike.

    Vizsla einer Freundin (ca 1.5j): Superselbstsicher, selbstständig, geht auch durch Dornen, Jagdtrieb stark, aber eher im stöbermodus, sucht Kleintiere, katzenverträglich. Grosser Radius, orientiert sich weniger am Besitzer. Verkuschelt, viel will to work, weniger will to please. Absolut entspannt mit allem was neu ist, ignorant zu Hunden, tendenziell distanziert. Alltagsclever, öffnet auch Türen. Würde ich eher nicht am Pferd haben wollen.

    Beide aus dem TS. Aber so ein anderer Charakter. Beide mit Herausforderungen. Aber total anders.

    Ja, hat natürlich ordentlich Jagdtrieb - ist ja ein Jagdhund. Moderat ist definitiv anders. Aber er ist auch sehr (!) kooperativ und will gefallen, Radius ist nicht riesig im Normalfall. Man kann ihn zu einem guten Reitbegleithund trainieren, aber es dauet halt ein wenig und geht nicht von alleine.

    Ich würde bei deinen Ansprüchen auf jeden Fall einen Hund nehmen der WIRKLICH gern rennt. Neben einem trabenden Pferd her ist nämlich schon ziemlich schnell für einen Hund.

    Beim Vizsla kommts halt auf vieles an. Zucht und Linie, Erziehung, Ruhe. Viele Vizslas kommen heute vom Hobby-Vermehrer und haben kein sauberes Wesen mehr. Ja, es ist ein sehr aktiver temperamentvoller Hund, aber hyper eigentlich nur, wenn was schief gelaufen ist. Sie sind in den ersten 3-4 Jahren schon sehr lebhaft, aber eben. Gut ausgelastet und mit genügend Schlaf sollte auch das gut machbar sein.

    Hast du Germanys Top Dog gesehen? Der Drahthaar Vizsla da war absolut cool und null hyper. So sollten die sein. Drahthaar sagt man ausserdem mehr Ruhe nach, Kurzhaar sind wohl häufiger hibbelig.

    Meinen Vizsla würde man heute wohl kaum mehr als hibbelig bezeichnen. Power ja. Aber die kann z.B. bestens neben mir stehen und geduldig warten wenn ich mit jemandem auf der Strasse rede. Es ist einfach kein Hund für einen reizüberfluteten Tag.

    Kalle bei Top dog

    Als Alternative ein Vizsla? Wenn du gern trailen magst und gerne kooperative und windschnittige Hunde hast, warum nicht. Und nach einem Podenco müsste der Vizsla bezüglich Jagdkontrolle ja gut machbar sein.

    Meine ist durchaus ab und an gesprächig, aber eher lustig als nervig. Ewig rumfiepen oder kläffen tut sie nicht.

    Extrem kuschelbedürftig kriegst du auch noch dazu.

    Beim Vizsla investiert man einfach einiges in das Jagdkontrolltraining. Machbar ist es. Aber meiner Meinung nach ist dann nebenbei ernsthafte Nasenarbeit Pflicht. Nase, nicht bloss Kopf. Ich würde hier nur einen Vizsla nehmen, wenn ich total hin und weg wäre vom arbeiten mit einem Jäger.

    Wäre das mein Plan, ich würde wahrscheinlich einen erwachsenen Vizsla aus dem TS in Betracht ziehen um den Jagdtrieb und Temperament einschätzen zu können und weil ich keinen Vollgebrauchsjagdhund produzieren lassen wollen würde nur als Reitbegleithund.

    Noch was: der Vizsla ist nicht winterhart im Stall. Heisst, er braucht Mantel und bei längerer Wartezeit einen warmen Raum.

    Was zum Thema Stress und Jagd:

    Zitat

    Bei Hunden wurde nachgewiesen, dass eine Stressreaktion nicht nur durch Wildkontakt selbst ausgelöst wird, sondern dass das Erregungsniveau bereits in Erwartung der Jagd ansteigt. Eine Studie, in der Speichelcortisol bei Hunden gemessen wurde, ergab, dass die Cortisolwerte bei Pointern, welche die Aufgabe hatten, Federwild aufzuscheuchen, bereits vor Beginn der Jagd im Vergleich zum Basalniveau erhöht waren. Nach der Jagd war das Cortisol noch weiter angestiegen. Bei Hunden, die für die Nachsuche von Schalenwild eingesetzt wurden, wurden hingegen keine signifikanten Cortisolveränderungen verzeichnet (Colussi et al., 2018).

    Finde ich durchaus relevant zu wissen wenn es um Jagdersatz Arbeit und Training geht. Der ganze lohnenswerte Artikel

    Ist hier zu finden:

    Artikel Jagdverhalten Hund