Wenn man sich komplett vom Nutztiersektor frei machen will soll man halt einfach keinen Hund oder Katze oder andere Karnivoren halten. Punkt.
Es ist absolut kein Problem, wenn man reduziert tierische Produkte füttert (im Vergleich zu dem was im BARF eigentlich angeraten ist), man kann da durchaus kompensieren ja. ABER eine komplett fleischlose Ernährung kann man nur auf Ideologien und nicht auf der Biologie begründen (zu deutsch: man redet es sich schön) und ist damit einfach Tierquälerei, was dem veganen Gedanken ja ganz klar widerspricht. Ich finde es ziemlich *zensiert* sich auf der einen Seite als Gutmensch dem das Tierwohl am Herzen liegt zu profilieren und auf der anderen Seite aus reinem Egoismus dann das eigene Haustier darunter leiden lässt, denn niemand ist gezwungen ein karnivores Haustier zu halten.
Wenn man weniger Fleisch kauft, kann man dafür ja besseres Fleisch kaufen. Und zwar von einem Ökohof in Direktvermarktung (damit der Gewinn auch an den Landwirt und damit die Tiere geht und nicht der Löwenanteil an den klebrigen Händen der Zwischenhändler hängen bleibt.).
So kann man dann auch tatsächlich was ändern. Kein Landwirt WILL seine Tiere schlecht halten, im Gegenteil, alle Jungen die so nachkommen gehen mit sehr viel Idealismus da ran und wollen es richtig machen, wollen auf Öko (und zwar echtes Öko, nicht das was für hübsche Labels zur Gewissensberuhigung des Verbrauchers sorgt) umsatteln... nur kämpfen die gegen den Bankrott und die deutsche Bürokratie.
Ihr wollt den Nutztieren wirklich helfen? Dann kann man nur raten kauft Fleisch (zumindest für die carnivoren Haustiere), aber kauft es bei den Landwirten die die Tiere wirklich artgerecht halten, die vielleicht sogar auf dem Hof schlachten dürfen (!) und direkt vermarkten. Nur so kann man die positive Alternative fördern, zeigen was der Verbraucher wirklich will und eine tierfreundliche Viehwirtschaft ermöglichen. Denn es sich nicht die Viehwirte die dieser Entwicklung im Wege stehen...
Außerdem, sollte man bei vegan etwas weiter denken, nämlich Produktion und Transport von nicht regionalen Produkten. Damit klebt dann, je nachdem wovon wir genau reden, sogar noch mehr Blut an den Händen, als wenn man bei gewissen großen Discountern Fleisch kauft. Aber das ist ja weniger offensichtlich und man kann es besser ignorieren...