Beiträge von Javik

    Ich kann sie nicht abgeben ohne alles versucht zu haben. Vielleicht habe ich ja mehr Spaß mit ihr wenn endlich irgendwas klappt

    Und wie soll das gehen?

    Wenn was nicht klappt wirfst du sofort die Flinte ins Korn. Der Hund ist schuld, die "Züchterin" ist schuld, die ganze Welt ist schuld, aber du nicht.

    Wenn etwas klappt ist es selbstverständlich was erwartet wird und damit nicht erwähnenswert und auch nicht der Verdienst des Hundes, sondern eurer, weil ihr euch ja sooo anstrengt. Du bist ja offensichtlich auch nicht in der Lage dich daran zu erfreuen wenn ein kleiner Schritt in die richtige Richtung klappt, es scheint nur des endgültige Ziel zu zählen und das KANN der Hund nicht bieten. Keiner. Lernen funktioniert so nicht. Bei keinem Lebewesen.

    Und Üben willst du ja offensichtlich auch nicht, das soll die Trainerin machen.

    Du willst deine Traumvorstellung vom fertigen Kuscheltier Hund. So funktioniert das nicht.

    Und nein, mit dem Anspruch klappt auch kein erwachsener, erzogener Hund bei euch. Denn, auch wenn du das wirklich nicht zu verstehen scheinst, Hunde sind keine Maschinen. Die kann nicht wer anderes programmieren und dann funktioniert die Software bei dir genauso. Auch das funktioniert so nicht.

    Du hast ganz offensichtlich keine Lust dich mit dem Hund zu beschäftigen außer ihn als Kuscheltier zu verwenden. So funktioniert Hundehaltung einfach nicht. Selbst mit einem perfekt erzogenen Hund funktioniert sie so nicht.

    Und zum Thema Beißattacken: Beißender Welpe, noch dazu ein Mops. Äh ja, das entlockt einem kaum ein müdes Gähnen.

    Wenn ihr weiterhin nach dem ersten oder zweiten gescheiterten (oder auch nur nicht komplett erfolgreichen) Versuch das Handtuch schmeißt, sehe ich schwarz für die gesamte Erziehung...

    Alleine lassen kann man sie so jung ja noch nicht. Uns wurde gesagt, dass sie frühestens mit 6 Monaten alleine bleiben sollte.

    Euch wurde tatsächlich sehr viel Mist erzählt. Wenn man das alleine bleiben nicht von Anfang an übt wird es immer schwieriger. Mein Zwerg ist 9 Wochen alt und ich lasse ihn bereits ein paar Minuten alleine, wenn ich den Müll runter trage oder nur mal kurz zum Bäcker gehe etc.

    Mhm, davon kann ich momentan ein Lied singen. Corona + HO + Winter + Faulheit. Katastrophe...

    Selinchen Übt das definitiv frühzeitig. Muss ja nicht unbedingt lange sein, aber das Konzept Alleinebleiben sollte ein Welpe frühzeitig lernen, gerade wenn ihr eigentlich immer daheim seid.

    Wir werden die Gesundheit im Auge behalten.

    Mutter und Vater haben übrigens nicht geröchelt, die waren völlig gesund als wir sie kennengelernt haben. Da hat man keine Geräusche gehört. Vielleicht hat die Züchterin ja viel wert auf Gesundheit gelegt?

    Aha, du kannst also von einem kurzen Blick auf die Eltern sehen, dass diese Hunde normal belastbar sind (und das bei so wenig Hundekenntnis, Kompliment, das könnte hier sonst keiner) und du kannst feststellen, dass die Hunde nicht operiert wurden und daher besser dran sind (noch ein Kompliment, das ist ebenfalls ein Talent das ausschließlich du besitzt).

    Ich kann verstehen, dass du dich jetzt an Strohhalme klammern und die Augen zu kneifen willst. Aber du bist ein erwachsener Mensch und du hast die Verantwortung für ein Haustier übernommen. Jetzt handle auch entsprechend und schau den Tatsachen ins Gesicht. Sie werden nur ekelhafter je mehr man sie ignoriert.

    Frage:

    Woher wollt ihr am Gesicht erkennen, dass sie Probleme bekommen wird?

    Antwort:

    Sie ist ein ganz normaler Mops.

    Und wie man es am Gesicht erkennt: Schau dir einfach mal den Kopf eines gesunden normalen Hundes an. Nimm die Arbeitshunde, egal ob Dienst, Vieh oder Jagd, schau sie dir von vorne und von der Seite an. Und vergleiche das mit deinem Hund.

    Was fällt dir auf?

    Dass ein Laie nicht alles sieht kann gut sein, aber zumindest die massive Deformation der Schnauze sieht ein Blinder mit Krückstock.

    Und dass man hier den Hund genauer sehen will wegen der Nasenfalte (die gesunde Hunde auch nicht haben, wie dir bei näherer Betrachtung auffallen wird) gibt dir schon den zweiten Hinweis was wohl im Argen liegt.

    Wir haben die Kleine nie gequält, das stimmt einfach nicht. Sie hat zweimal einen leichten Klaps bekommen, das kann man nicht mit „eine knallen“ vergleichen! Und Wasser oder wurfdiscs tun nicht weh.

    Kennst du das Still-Face Experiment? Wenn nicht, schau es dir auf Youtube mal an.

    Das tut auch nicht weh, es ist noch nicht einmal ein Schreckreiz wie das was du da treibst. Und trotzdem bringt diese "Kleinigkeit" das Kind zur Verzweiflung... und kann langfristig einen Menschen komplett kaputt machen.

    Schläge wären deutlich weniger grausam.

    Denk mal drüber nach, wenn du nicht genug Empathie hast (und ja, da fehlt es dem Hund gegenüber ganz eindeutig) das beim Hund nachzuvollziehen, dann mach den Gedankengang mit einem menschlichen Baby.

    Es gibt viele Dinge die sehr, sehr viel grausamer sind als körperliche Züchtigung. Permanente Angst, keine einzige Bezugsperson der man trauen kann usw. gehören dazu.

    Das was ihr macht ist Tierquälerei und sehr viel schlimmer als wenn ihr dem Welpen mal eine geknallt hättet, sonst aber alles (weitgehend) richtig machen würdet.

    Ich glaube euch gerne, dass ihr den Zwerg nicht absichtlich quält, aber ihr tut es nunmal trotzdem.

    Wieso müssen die Hunde so nahe sein? Also, wieso zwingt man sie in diese Enge?

    Steht doch weitgehend im Eingangspost.

    Ganz toller Lösungsansatz, Dauerstress für alle, nur damit der Hund (ein (!) Hund, die anderen drei kommen gut miteinander klar) bloß nicht mal bisschen aus seiner Komfortzone raus muss...

    Wir wohnen hier nicht in einer städtischen Mietskaserne, wir wohnen hier als semi-WG in einem Mehrfamilienhaus mit gemeinsamen Garten in einem abgelegenen Tal. Wir leben hier nunmal nicht aneinander vorbei, sondern miteinander.

    Dazu kommt, ich bin garantiert nicht der Hundeguru schlechthin, aber ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe seither immer Hunde gehabt und zwar aktiv, nicht nur nebenher laufen lassen. Meinst du nicht, dass ich zumindest halbwegs abschätzen kann ob es sich lohnt es zu versuchen oder nicht? Und auch der Halter ist jetzt vllt nicht Dogforum-engagiert was Erziehung und Auslastung angeht, aber ein erfahrener HH.

    Die Frage hier war nie ob es möglich wäre, die Frage wie man das Ganze am Besten anpackt, damit es nicht zu aufwendig wird und schnell erste Erfolge sichtbar werden, da mein Nachbar nach dem ersten schlecht gelaufenen Versuch eben keine große Motivation mehr hatte sich da zu bemühen.

    (Ich habe mittlerweile auch erfahren, dass er den Hund weniger übernommen, als von seiner Tochter "reingelegt" wurde und das Ganze auch deutlich frischer war als gedacht. Ich kann ihn also gut verstehen. Ich hätte auch wenig Lust auf Stress mit und wegen einem Hund den man mir vor wenigen Wochen erst aufs Auge gedrückt hat.)

    Gerade wenn nicht klar ist, wieso einer eskalieren kann, ist Distanz unbedingt wichtig.

    Ähm, es IST klar. Auch das habe ich im Eingangspost erwähnt. Vielleicht solltest du den mal lesen.

    Und selbst wenn ich es nicht erwähnt hätte, heißt das ja nicht, dass der Grund unbekannt ist.

    Weil: du kannst die Umwelt nicht kontrollieren!

    Hä? Ja, und? Hier geht es aber nicht um die Umwelt.

    -----

    So Statusupdate: Er bleibt.

    Mittlerweile liegen alle drei zusammen im Garten (getrennt angeleint auf eben die 2 bis 3 m Entfernung) und es gibt eigentlich nur noch im ersten Moment einen kurzen Kommentar. Danach ist alles entspannt.

    Außer als das Trike vorbei gefahren ist, da waren sich alle drei einig, dass das hier nichts verloren hat. Aber auch das ist nicht gekippt und hat sich nicht auf die jeweils anderen Hunde gelenkt, sondern die haben sich dann einfach nur wieder ihren eigenen Hundedingen zugewandt.

    Wir werden auch nicht mehr angekläfft wenn er uns aus dem Fenster zuschaut, es wirkt eher interessiert.

    Baldur und ihn hatten wir jetzt vorhin auch schon frei durch den Gartenzaun interagieren lassen. Da konnten sie die Nasen zusammen stecken und interagieren, aber sich eben auch frei und nach eigenen Wünschen zurückziehen und v.a. nicht ganz zusammen. Ging auch relativ gut, bis auf eine kurze Ansage am Anfang. Aber das war glaube ich unsere Schuld, wir hätten sie vorher nochmal im Garten zusammen liegen und runter fahren lassen sollen, nicht direkt aus der Wohnung raus... Das hätten wir uns auch denken können.

    Nachdem jetzt fest steht, dass er bleiben kann werden wir auch für den Rest ein gemütlicheres Tempo anschlagen und dem Hund mehr Zeit geben.