Es geht ja darum, dass man andere mit seinem tun nicht beeinträchtigt und der Natur nicht schadet. Wenn ich das, mit so etwas einfachem wie Kot aufheben machen kann, dann mache ich das gerne.
Natürlich haben wir weitaus größere Probleme. Die gibt es immer. Das macht das eine doch aber nicht In Ordnung.
Ja, und da sind wir dann beim üblichen Problem. Viele wollen was Gutes tun, nicht unbedingt so sehr, dass sie sich einschränken würden (was tatsächlich in manchen Bereichen hilfreich wäre), aber irgendwelche Kleinigkeiten fürs gute Gewissen, gerne. Darauf basiert mittlerweile eine ganze Industrie, eine gut florierende Industrie, denn die meisten Menschen haben eben keine Ahnung wovon sie da gerade reden.
Gut gemeint und gut gemacht sind zwei unterschiedliche Dinge.
Es gibt ebenfalls Studien, viele davon, die die Auswirkungen von genutzen Wegen auf die direkte Umwelt beschreiben. Das geht von Bodenverdichtung über Lärm bis hin zu Meise-Verhalten verschiedener Tiergruppen. Wenn du den Kot aus dem Wald holst geht einmal der Hund und dann du rein, sprich du erweiterst deinen Störkreis.
Dann, wir gut bist du in Botanik, wenn du in den Wald rein läufst, kannst du abschätzen auf welche Pflanze du tunlichst nicht drauf treten solltest?
Nur Mal so zum Thema nicht beeinträchtigen und nicht schaden.
Nein, ich will jetzt nicht sagen, dass es ein Stange ist vom Weg abzugehen, das ist es selten (aber eben nicht nie). Aber es ist eben nicht so wie du denkst, dass das gar keine negativen Folgen hat. Es hat welche. Sie sind nur einfach nicht groß genug um relevant zu sein. Der Haufen aber auch nicht.
Deine Rechnung etwas kleines bisschen Gutes tun, kein Schaden, ist immer noch unterm Strich eine positive Tat geht also schlicht und ergreifend nicht auf.
Klar kannst du es tun wenn du willst, und wenn bei euch so viele HH rumrennen ist das sicher auch ratsam, aber das Argument mit dem Ökosystem funktioniert einfach nicht.
Nur Mal so eine kleine Anekdote aus einer deutschen, an der Ostsee gelegenen Stadt. Dort gab es am Strand eine Käferart die nur dort (weltweit NUR dort) vorkam. War, wenn ich mich Recht erinnere, auch ein NSG. Nuja, jedenfalls war and Strand der Weg nicht so deutlich markiert, und es war Strand, nur Sand, da sind die Leute also etwas breiter gelaufen und auch bisschen neben dem Weg. Und das ausgerechnet dort wo dieser Käfer gelebt hat.
Die Käferart gilt jetzt als ausgestorben. Weltweit, unwiederbringlich weg.
Übrigens würde ich dir ans Herz lesen die Statistik zu lesen. Gerade wegen der Sache mit der Tüten. Die haben nämlich tatsächlich keinen so signifikanten Einfluss auf die Natur. Anders sieht es aus wenn man den Haufen liegen lässt.
Plastiktüten haben keinen signifikanten Einfluss auf die Natur? Im Gegensatz zu einem Hundehaufen?
Okay, weißt du, mein Leben vorher war der berufliche Frust der bei mir bei diesem Thema aufkommt. DA muss ich mich jetzt aber echt zusammenreißen dich nicht auszumachen.
Erdöl fördern, mit allen was an Energie, Dreck usw. anfällt, aufzubereiten, mit allem was an Energie, Dreck usw. anfällt, zu polymerisieren mit allem was an Energie, Dreck usw. anfällt, zu Folie zu verarbeiten mit allem was an Energie, Dreck usw. anfällt, und zu verkaufen mit allem was an Energie, Dreck usw. anfällt, und die globalen Transporte zwischen diesen Schritten mit allem was an Energie, Dreck usw. anfällt hat deiner Meinung nach weniger Auswirkungen auf die Unwelt als ein biologisch abbaubarer Kothaufen? Und, da sind wir ja bisher nur bei der Nutzung. Das Thema Plastikmüll mit dem ganzen Rattenschwanz der da dran hängt ist das ja noch gar nicht dabei. Die Tipparbeit kann ich mir denke ich auch sparen, ich glaube mein Punkt ist auch so schon deutlich genug.
Ich wohne auf einem Dorf. Nicht zu dicht besiedelt. Aber dennoch mit einem Haufen Hunde. Jeder Hund geht 2-3 mal Gassi und macht 2-3 mal einen Haufen. Das ist schon viel.
Ich will dich dabei gar nicht angreifen. Und was du machst mit den Haufen ist OK.
Ich will es nur nicht auf meinem Gewissen haben.
Ja, ich hebe in NRW auch in einem Dorf gewohnt. Trotzdem ist das eine dicht besiedelte Gegend mit entsprechend vielen HH gewesen.
Um es also an deiner Rehskala zu messen: hier gibt es sehr, sehr viel mehr Rehe als Hunde pro Gebietseinheit.
Und vor allem gibt es keine Gassimeile.