Beiträge von Javik

    Nochmal kurz zum Thema Jagd.

    Ja, theoretisch ist das erlaubt. Einfach so nach eigenem Ermessen schießen, wird aber zunehmend weniger erlaubt. Hier bräuchte ich beispielweise eine behördliche Erlaubnis, was es praktisch schlicht unmöglich macht.

    Und auch sonst, praktisch macht das auch dort wo es noch möglich ist, keiner. Gibt mehrere Gründe, aber die Hauptgründe sind Angst um den Jagdschein und Angst um Hab und Gut, sowie Leib und Leben für sich selbst und die Familie.

    Und das nicht ohne Grund.... Jäger sind in der überwiegenden Mehrheit Privatleute, da steht auch kein Staat dahinter der denen den Rücken deckt.

    Hat ja auch einen Grund warum die örtlichen Jäger die zum Abschuss freigegebenen Wölfe "nicht finden".

    Ich persönlich finde den Vergleich also nicht sonderlich gelungen.

    Naja, mit irgendeiner wahllos zusammengesetzten Gruppe fremder Menschen zusammengepfercht zu werden befriedigt halt auch nicht unbedingt die sozialen Bedürfnisse. Im Gegenteil, wenn die Gruppe nicht sauber harmoniert ist das reiner Stress.

    Dazu kommt, dass eben doch viele Menschen, aus verschiedenen Gründen, eben kein Bedürfnis nach 8, 9, 10 Stunden "soziale Interaktion" haben, schon gar nicht mit Menschen die sie nicht freiwillig in ihrem Leben haben.

    Ich kenne einige Leute deren privates Sozialleben seit dem HO aufgeblüht ist, einfach weil plötzlich wieder die Kapazitäten und der Wunsch dazu da war, auch nach einem Arbeitstag noch etwas mit Freunden oder Vereinskollegen zu machen.

    Ich muss sagen, Argos macht sich langsam richtig gut als Kammerzofe.

    Er hat schon immer Kleidung und vor allem Schuhe gebracht wenn er was wollte, vor allem wenn er raus wollte. Erst habe ich versucht es ihm abzugewöhnen, aber da er so extrem hartnäckig war habe ich es dann doch einfach ausgebaut.

    Gerade eben hat er es das erste Mal geschafft mir eine komplette Bekleidung zu bringen und noch dazu ohne etwas doppelt anzuschleppen.

    Zugegeben, ein pinker Flauschesocken, ein hellblauer mit grauen Flecken, ein neongrüner Clog, ein brauner Wildlederslipper, eine rot-blau karierte Flanell Schlafanzughose und ein oranger Dragonball Z Hoodie trifft jetzt nicht so ganz meinen persönlichen Modegeschmack, aber für um 2 Uhr morgens durch den Wald laufen durchaus okay. :ka: |)

    Ich nehme mal an, die lassen sich den Kaufpreis und Futter usw was bisher entstanden ist bezahlen.

    Die liebe Tochter soll kein Minus Geschäft sein... :mute:

    Aber war es nicht eigentlich so, dass die Tochter eine Mitgift in die neue Familie mitbringt? :thinking_face:

    :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ach man bekommt 3000€ wenn man den Hund nimmt?

    Moment, ich muss die Jungs Mal fragen, was sie davon halten wenn hier eine hübsche junge Hündin mit einzieht... |)

    Ich lese auch rein gar nichts von einem aggressiven Hund in deiner Beschreibung, dafür aber ein Paradebeispiel eines gestressten Hundes.

    Es geht beim Programm auch nicht immer um viel oder wenig, es ist auch relevant was man tut. Und ich finde ihr macht nicht nur viel, sondern auch ausgerechnet viel von den Dingen die man besser vorsichtig dosiert. Vor allem dieser allabendliche Hundetreff.

    Ich denke auch, dass euer Hundetrainer nicht wirklich weiß was er da tut, sondern zu denen gehört die einfach pauschal nach mehr rufen.

    Also wäre die beste Option ihn dazu zu bringen sich abzulegen? D.h. er darf einfach weiter gucken bis der Reiz weg ist? Reicht auch ein Sitz? Der Sitz-Pfiff klappt bei uns schon ganz gut, sollte ich den alternativ an der Schleppleine benutzen? Oder ist die Versuchung dabei zu hoch loszulaufen? Das Platz-Signal kann er bisher nicht auf Entfernung.

    Das ist im Endeffekt deine entscheidung und eine Frage was bei euch gut funktioniert.

    Aus dem Platz steht ein Hund halt nicht so schnell auf wie aus dem Sitz. Und aus dem Down (also Kopf auf dem Boden) nicht so schnell wie aus dem Platz.

    Aber im Endeffekt ist das deine Entscheidung.

    Absolut. Es geht aber tatsächlich nicht um den einzelnen Keks, sondern um die konditionierte emotionale Reaktion. Theoretisch kann die irgendwann so stark sein, der Hund also das Umorientieren so fest mit Belohnung und einhergehend einem intensiven Dopaminausstoß verbunden hat, dass er gar nicht abwägt "Jagen oder Keks", sondern automatisch handelt. Ob das in der Praxis bei einem wirklich jagdmotivierten Hund funktioniert... :ka:

    Naturlich geht es nicht um den einen Keks. Aber man konditioniert halt auch nicht einfach mal eben gegen Trieb und Instinkte an. Das ist ja das was die "mit genug Liebe und Training geht alles"-Verfechter denken und was dann regelmäßig schief geht. Hat ja einen Grund warum das nicht oder nur sehr, sehr schlecht funktioniert.


    Umorientierung ist nur eine andere Alternativhandlung als Sitz/Platz, oder nicht?

    Nö. Für meinen Vorsteher macht es bzgl. seiner Kooperationsbereitschaft himmelweite Unterschiede ob ich ihn "dirigiere" oder ihm verbiete zu jagen. Das eine macht jaglich ja durchaus Sinn, das andere nicht.

    Soll heißen, abwenden von der Beute geht nur mit starker körperlicher Einwirkung bis er aus seinem Tunnel raus ist.

    Was aber gut geht, immer gut ging, ist eben u.a. der Platz-Pfiff. Weil er verharren und warten durchaus als Teil einer Jagd versteht. Ist es ja auch. Mein Hund hat durchaus gelernt (und auch immer schon instinktiv verstanden), dass leise, still und heimlich sein dafür sorgt, dass wir Beute machen.

    Was er glücklicherweise nicht versteht ist, dass dieses Platz oftmals auch eine (aus jagderfolgstechnischer Sicht) eine grobe Fehlentscheidung meinerseits ist. ;) Die Beute entkommt, er kommt aus seinem Tunnel und ist dann wieder normal ansprechbar und wir können wieder normal weiter miteinander umgehen.


    Das gesagt, würde ich bei einem Golden da aber jetzt nicht von einem wirklich extremen, schwer kontrollierbaren Jagdtrieb ausgehen, wenn da nicht im Vorfeld ordentlich was schief gelaufen ist.

    Noch eine Stimme für Gehorsam.

    Ein Hund der auch nur halbwegs jagdlich motiviert ist, lässt sich das nicht entgehen nur für einen erbärmlichen Keks.

    Hat du ja selbst gemerkt, Beute fixierten war sehr viel spannender als sich abwenden und einen Keks zu bekommen.

    Davon abgesehen ist es für die Hunde oft sogar einfacher, wenn man ihnen nur befiehlt sich hinzulegen, anstatt sich abzuwenden. Und freiwillig machen das solche Hunde sowieso nie.

    Wenn mein Jagdhund sich zB auch nur einen Moment, rein freiwillig, die Zeit nimmt sich zu mir umzuschauen, weiß ich, dass da nichts sonderlich spannendes ist und ich es mir sparen kann ihn abzurufen.