Danke dir, @Syrus.
Vielleicht empfinde auch nicht nur das als so schrecklich. Mein Trainer meinte letztens, er wäre gar nicht sooo schlimm, wie ich immer sage.
Aber die Sache ist die: Ich bin auch selber ein eher nervöser Mensch. Probleme sind für mich immer da, um sofort gelöst zu werden und die Sache beim Hund ist, dass das eben nicht so zackig geht. Ich kämpfe noch mit so einigen anderen "Dingen", die mir vom Schicksal zugeteilt wurden, habe aktuell oft Schmerzen und auch deshalb ist der Alltag manchmal eine kleine Herausforderung, aber für gewöhnlich komm ich klar. Da fügt sich der Pudel auch ganz wunderbar ein, wir sind zu Hause ein tolles Team. Er ist ein guter Hund.
Faffi stammt aus einer VDH-Zucht und wurde von mir (als Anfänger) normal und unter steter Unterstützung eines Trainers aufgezogen, ja. Jedoch meinte die Züchterin, er wäre von Anfang an eher schüchtern und zart gewesen. Gerade die Stubenreinheit war so ein Thema. Jedes Autorauschen in der Ferne draußen hat ihn minutenlang abgelenkt. An Pipi und Häufchen war da oft nicht zu denken, das hat auch bei mir Druck aufgebaut.
Vielleicht lasse ich mich von kleinen Dingen zu sehr verunsichern, aber wenn etwas außerhalb meines Handlungsradius steht, treibt mich das in den Wahnsinn. Möglicherweise ist die Hundeschule einfach nicht mehr das Richtige für uns und wir steigen auf Einzelstunden nach Bedarf um. Ich habe das Gefühl, unter so vielen Augen steht nicht nur der Hund unter Druck, sondern vor allem ich. Ich fühle mich in der Verantwortung und unter Beobachtung meiner Nachbarn, fremder Hundehalter, Spaziergänger. Wie soll der Hund da entspannen? Ich checke ständig nervös das Umfeld, wieso sollte er das dann nicht auch tun?
Ich glaube, Faffi und ich brauchen Urlaub.