Und hier zur Erziehung.
Ich habe um 2000 herum Fr. Feldmann kennengelernt. Sie hat ein System des Hundetrainings verschriftlicht.
Ausgehend von ihren Beobachtungen, dass Hunde immer erstmal auf Körperzeichen reagieren.
Das ist allen hier bekannt, spätestens, wer für die BH übt, wird hören, dass er diese und jene Körperhilfe abbauen muss, weil es sonst Abzüge gibt.
Fakt ist, man kann einen sehenden Hund wunderbar nur mit Körper"befehlen"-Signalen ausbilden und quasi NIE sprechen. Das Gehör ist hier überhaupt nicht erforderlich.
Jeder bildet eh über die Körpersprache aus. Das sieht man überall und ständig. Nur dass die wenigsten das für sich nutzen.
Wenn man ein System hat, was ich begonnen habe bei Fr. Feltmann und im Verlauf für mich angepasst habe, dann ist das einfacher als Worte.
Einzig die Belohnung eines tauben Hundes, wie das mit dem Clicker gut geht, hab ich erst mit meiner Hündin ausprobiert als ich das Vibrationshalsband im RO Training als Clicker nutzte (genial).
Bei jungen Hunden oder neue Hunden, die nicht erzogen sind (also nicht "hören"), trainiere ich an einer langen Schleppleine sich unterwegs an mir zu orientieren.
Also ich belohne schlicht und ergreifend jede Umorientierung zu mir. Ich will keinen Hund, der neben mir rumhampelt, das Ziel ist ein Hund, der mit mir spazierengeht, nicht ständig weg ist ect.
Ich möchte bei dieser "Orientierung zu mir" ausdrücklich NICHT, dass der Hund jedesmal zu mir kommt, sondern, dass er auch in der Entfernung, wo er guckt, belohnt wird.
Das ist auch kein Rückruf.
Den Rückruf trainiere ich unabhängig davon.
Wenn ich den Rückruf trainiere, dann halte ich in einer Hand ein Leckerchen (Belohnung halt) und mache eine grosse Bewegung mit dem ARM. (Hintergrund: mein (taubes) BC Mädchen hatte einen risiegen Radius, wo ich sie stimmlich (ich wusste ja nicht, dass sie taub ist) nicht erreichen konnte. Und so hatte ich ab Welpenalter einen Hund, der kam, wenn ich mit dem Arm "gerudert" habe. War super einfach.
Schwieriger war dann das als verbalen Befehl zu gestalten, wenn ich versucht habe ohne Körpersprache zu arbeiten.
Und da ich nicht wusste, dass sie zum Zeitpunkt einseitig taub und auf der andern Seite sehr schwerhörig war, war das frustrierend. Der Hund hat dann gelernt auf meinen Mund zu schauen und hat erkannt wann ich pfeiffe. Aber sie hat auch diesen hohen Ton noch lange hören können.
Bis ich sie irgendwann nicht mehr erreichen konnten mit Tönen und dann die ärtzliche Untersuchung mit 9 Jahren erbrachte, dass sie taub ist.
Und als sie dann wie gesagt nicht mehr auf das hohe Pfeiffen reagierte, ab da habe ich sie eben mehr sichern müssen, dass sie nicht vors Auto läuft, aber ansonsten war alles wie immer.
Was wirklich schwierig ist, ist einen blinden Hund zu erziehen. Meine Mentorin, Fr. Feltman meinte sogar, dass ginge gar nicht.