Pablo ist ja eher so das Modell Schlafmütze, würden zumindest sicher einige sagen. Wir haben ja bisher in Mantrailing und ins Fährten reingeschnuppert. Beides hat er prinzipiell mitgemacht, aber jetzt nicht mit so einem mega Feuer wie so manch anderer Hund in den Gruppen. Eigentlich war er immer einer der wenigen Hunde, die ihre Hundeführer nicht wie wild hinterhergezogen haben. Beim Trailen hat er immer angefangen zu Ningeln und zu Kläffen, wenn die VP zum Verstecken losgegangen ist. Der Trainer meinte was, von er ist heiß aufs Suchen, ich meine eher, er hat Hütehundtypisch protestiert, weil eine Person ohne seine Erlaubnis einfach die Gruppe verlässt 
Jeder Hund sucht anders.
Suchen können alle. DIe Motivation über eine längere Strecke zu suchen ist Training. Ein Hütehund ist natürlich nicht zu vergleichen in dieser Arbeit mit einem stinknormalen Jagdhund, Labbi zu Beispiel.
Ich habe jetzt den 5. Hütehund in Folge und jeder sucht etwas anders. Selbst beide BCs haben absolut unterschiedlich gesucht, die beiden Collies auch und mein Mudi wusste einfach wo was lag oder war und ist hin.
Bei Modell Schlafmütze ist Trainergeschick gefragt. Der kann (wenn es um den Hobbybereich geht) richtig gut werden. Wenn der Trainingsaufbau in seinem Tempo geschieht und mit Geschick. Und viel Erfahrung!
Man kann einen eher sensiblen, führerweichen Hund in einer Suche das ganze Thema auch verleiden.
Einmal beim Anfängerhund unbewusst korrigiert....aus die Maus.
Bei Hütehunden, die "Opfer" mehr als einmal auf Sicht weggehen lassen oder rennen, finde ich (natürlich stehe ich da wieder mal recht alleine mit da), kann diesem Typ Hund das ganze Thema versauen.
Mein grosser Collie zum Beispiel zeigt von Welpenalter an, dass er Spuren penibel absucht.Wahnsinn.
Neulich habe ich das mal laufen lassen und ihn an der Schleppleine eine Wildspur abarbeiten lassen.
Der Vorteil, das Gras war nass und die Spur war für mich sichtbar. Der Collie ist in allerschönster Fährtenmanier losgestiefelt. Bei (unbeabsichtigten) Korrekturen von mir (Leinenzug), hat er sich umgeschaut.
Also einen Collie an der Schlepp eine Fährte machen zu machen ist "tricki".Und das merkst du.
Collies sind nicht diese Wildsäue, die ziehen nicht an Leinen. Wenn sie mit ihrem Halter verbunden sind, müssen sie viel Selbstvertrauen haben, um zu wissen, dass sie ziehen sollen!
Diese Sequenz muss auch trainiert werden.
Einem Labbi oder auch Golden oder anderen typischen Jagdhunderassen, die auf Spur gehen, die knallen los.
Ein Frage hätte ich: habt ihr bei dem Aufbau der Suche die Windrichtung beachtet? Weisst du das?
Weil schlaue Hunde gucken halt, wenn sie nichts in die Nase bekommen, gehen gar nicht erst "auf Fährte" warum auch, wenn der Collie weiss, dass die Person hinten rechts hinter dem Baum steht, sucht der nicht, sondern geht hin und will seine Belohnung.
Das wäre auch eine Übung, aber keine SUCHE, sondern hier geht es nur um Motivationsaufbau. (da hätten meine Hunde 3 mal dran Spass....dann fänden sie es blöd...)
Ein Hund mit massig "Trieb" (besser gesagt intrinsische Motivation) macht das unter Umständen auch 10 mal. Normale Hunde 1- 3 mal
PS: das niggeln und kläffen würde ich als Frust betrachten. Und das kann den Collie, je nach Charackter ärgerlich machen oder zum Aufgeben bringen. (mein USA Collie würde eher sauer, der Brite eher....na gut, dann nicht.......wenn du nicht möchtest......). Und beide arbeiten sehr fein. Nur anders.
Aber es gibt auch die Variante Hund, die dann konzentrierter und motivierter wird (habe ich ganz selten erlebt) . Und dann muss man den Hund in dieser höheren Anspannung auch gut führen können....