Mir tud der Hund und der Besitzer auch leid.
20:00 is dunkel draussen.
Gegend einsam, Raubtiere anwesend.
Fakt ist doch, dass es keine "richtige" Uhrzeit gibt für Wölfe. An sich will, man doch, dass sie nachts jagen gehen. In möglichst einsamen Gegenden.
Der Wolf/Wölfin hat alles richtig gemacht.
Ausser, dass er/sie das Tabu: Töte keine Hunde, gebrochen hat.
Mir tud jedes gerissene Tier leid. Mir tud aber auch jeder überfahrene Wolf leid. Ich liebe Rinder, mir zerreissts das Herz, wenn ich welche angebunden in Ställen sehe, als Milchkühe, oder die Kälber fürs Wiener Schnitzel.
Ich freue mich über Weideviehhalter, auch über die kommerziellen. Und ich habe grosse Sorge, dass die einknicken könnten, wenn die Wölfe bei dieser Vieh-Haltung zu sehr zulangen.
Mir tun die Heideschäfer leid und ihre Not mit dem Wolf.
Aber ich mag eben auch das Tier Wolf. Genau wie das Nashorn und den Tiger und so weiter.
Unsere Gesellschaft muss mit dem Wolf einen Umgang finden. Und wenn dieses momentane Wolfmanagement schlecht ist, muss es verbessert werden.
DIE Gesellschaft sind WIR.
Und der Hundehalter in Frankreich muss um 20:00 in einer einsamen Region aufpassen.
Da hat der Wolf nichts falsch gemacht.
Auch der Autofahrer, der Nachts mit 70 oder 80 die Bundestrasse hier langfährt und ein Reh überfährt oder den 1millionsten Igel oder den Wolf, auch der hat nichts verkehrt gemacht.