Beiträge von Mehrhund

    Zumindest für mich ist das sehr wohl ein Hexenwerk, das mit Fleisch, Knochen etc genau nachzustellen und sogar zu verbessern

    Das ist jetzt die Quadratur des Kreises.

    BARF ist nicht „ Nachstellen von industrieellem Fertigfutter“. Barfen bedeutet heute, einen Hund mit rohem Fleisch und weiteren Lebensmitteln zu füttern.

    Für mich ist und bleibt BARF eine Fütterungsweise, nach Swanie Simon.

    Dass ein Welpe kein harten Laufknochen durchbeißen kann auch.

    Was wäre denn für den ein guter einstieg? Hälse? Rippen? Kehlköpfe (vom Lamm z.B.)?

    Harte Laufknochen, ich nehme an, du meinst Röhrenknochen? Füttere ich nie.

    Kehlkopf ist kein Knochen.

    Die Menge von 400/500 Calcium meinst du beim erwachsenen Hund oder?

    Was meinst du mit 400-500 beim erwachsenen Hund?? Bei adulten Hunden reicht die tgl. Zufuhr von ~80 mg Calcium (und 69 mg Phosphor). Ausnahme sind u.a. tragende und säugende Hündinnen.

    Welpen haben einen deutlich höheren Bedarf, besonders in den ersten 3 Monaten. Und Welpen großer Rassen haben diesen erhöhten Bedarf auch noch im 6. Lebensmonat.

    Die Menge von 400/500 Calcium meinst du beim erwachsenen Hund oder? Dieser Wert würde stimmen bei mir.

    Ich meinte die Tagesmenge in Gramm an BARF- Futter als Beispiel.

    In einer BARF Mahlzeit ist alles enthalten, also auch Calzium. Ich fragte, was du mit „Kalziumdosierung“ meinst?

    Ich habe meinen Welpen geeignete Knochen in geeigneter Menge gegeben.

    Pulver fütterte ich nie zu. Hatte in Reserve für Welpen allerdings immer Knochenmehl im Haus.

    Voll krass hier....

    Was ist denn los? Vollmond? Corona? Steht Saturn im Sternbild?

    Einmal konkret anhand der Proteine:
    mein Welpe wog bei Einzug mit 8 1/2 Wochen 5,2kg. Nach M/Z ist der Bedarf eines Welpen im 3. Lebensmonat bei 7-8g/KM (Körpermasse) (- im 2. Lebensmonat bei 9-11g/KM) bei erwartetem 20kg Endgewicht (er hat nur 18-19kg, aber tut erstmal nichts zur Sache).
    Macht 41,6g Proteine. Oder im 2. Lebensmonat, da er mit 8 1/2 Wochen quasi auf der Kippe ist: 52g Proteine.


    Dein Plan sieht jedoch weit über 60g Proteine vor. Man darf auch nicht vergessen, das in Obst/Gemüse ebenfalls Proteine enthalten sind. Und Leckerlis gibt es sicher auch noch oben drauf, oft echte Proteinbomben.

    Ich finde das irrwitzig. Im neuen Zentek und im alten "Meyer/Zentek" stehen IMMMMMMMER die Mindestmengen! Ob dieser Welpe 41 oder 52 g Protein bekommt ist völlig wurscht! Er sollte nur nicht weniger bekommen.

    Aber das ist die "Proteinangst" das steht sogar im Zentek ausführlich auf vielen Seiten.

    Aber ein Welpe benötigt gerade in den ersten Monaten mehr Calcium und nimmt dann bis zum 1 Lebensjahr ab. Ist das falsch?

    Nein! Ist nicht falsch!

    Aber es ist ein komplexes Thema. Welpen scheinden überflüssiges Calzium aus. Der erwachsene Hund nicht.

    Aber was irritiert ist, dass du barfst und von Calzium"dosierung" sprichst. Denn Calzium ist nicht gleich Calzium und zum barfen gehören beim gesunden Hund Knochen.

    Als Faustformel bekäme dein Welpe immer die gleiche Menge und die gleich Zusammensetzung an BARF, wie der Hund dann im ausgewachsenen Alter.

    Also ich schätze mal so einen Tagesmenge (in "richtiger") Zusammensetzung ca 400/500 gramm (Pi mal Daumen).

    Von Woche 8 an.

    Wenn du deinen Welpen unbedingt mit barfen grossziehen willst, dann lerne im Vorfeld wirklich!

    Und nein, es ist nicht die Aufgabe der User hier dir die Grundlagen beizubringen (Wissen ueber KH, Proteine, Fett, usw. sind Grundlagen!)!!

    Das sehe ich auch so.

    Aber ich habe auch nicht rausgelesen, dass er erwartet hier eine Grundlagenschulung zu erhalten.

    Darf man hier im DF Barf Fragen nur noch mit Ernährungs-Diplom stellen?

    Dieses Thema ist so komplex, dass ich mir das selbst nicht zutrauen würde, meinen Welpen zu barfen.

    Völlig in Ordnung. Für dich. Für mich war das nie so schwierig. Wir haben in unserer Familie schon "gebarft" das gabs den Begriff noch nicht. Das nannte sich : Hunde und Katzen füttern.

    Wenn ich schon Jahrelange Barfen würde und mich fragt jemand nach seiner Meinung, dann würde ich diesem auch sagen, du ich hab am Anfang diesen Fehler gemacht, achte mal da drauf usw.

    Versteh nicht warum man sich hier so dagegen sträubt.

    Ich barfe seit 2000. Was habe ich falsch gemacht?

    Hmm....

    Mir fällt nichts ein.

    Ich finde es einfach.

    KH nicht zu füttern ist zumindest was ich bis jetzt gelesen habe, kein Fehler. Man kann / muss aber nicht. Hier habe ich aber auch schon 2x geschrieben DANKE und dieses Thema werde ich mir sicherlich nochmal durchlesen!

    Naja.....ich fing mit dem "Barfen" an, weil mein Hund keinindustrielles Futter vertrug. Kochen hatte ich da gar nicht "auf dem Schirm". Und dann habe ich diesen Hund tatsächlich ohne Getreide gefüttert.

    Aber nicht weil ich wollte, sonden musste. Ich halte eine moderate Getreidemenge für ökologisch unabdingbar. Und die Hunde vertragen es und lieben es.

    Haferflocken zum Beispiel....super Hundefutter...schön gekocht, Ei rein, Schweineschmalz zu, Prise Salz mit ran. Auch das ist Barf.

    Vielleicht komme ich auch zu dem Entschluss und geben ab und zu mal Reis oder Kartoffeln hinzu, warum auch nicht?

    Kartoffeln vertragen nicht alle Hunde. Meine Gott sei DANK! Hab ich früher nie gefüttert, bekommen die jetztigen Hunde oft. Der Nierenkranke (nicht durch Ernährung, sondern durch Vergiftung) 15 jährige Hund wird gebarft!

    Die Ärztin war nicht erfreut und ich habe mich eingelassen ihn 6 Monate mit med. Nierenfutter zu füttern. Dann waren die Nierenwerte noch schlechter. Dann habe ich wieder "gebarft" (also meinen von mir erstellen Diätplan nach Zentek) und die werte sind deutlich verbessert, der Hund ist fröhlich und gut im Futter, ist halt krank und ...naja... aber er lebenslustig, hat keine Schmerzen. (Beim Fertigfutter hat er oft Sodbrennen gehabt, jetzt nicht mehr)

    Der bekommt Reis und Kartofflen zum Barf.

    Bei gesunden Hunden, verstehe ich nicht, wieso man auf die ganze Vielfalt der Getreidesorten verzichten sollte. Weizen ist doch ein gutes Getreide. Kann man gut füttern.

    Wenn die Hund mal krank sind, dann bist du froh, wenn die alles fressen.

    Die Zusätze sind oft eklig für die Hunde. Manchmal ist eine Multipräparat auch sinnvoll.

    Werde dir klar darüber, dass selbst viele erfahrene Barfer keine Welpen damit gross ziehen!

    Jetzt übertreibst du aber.

    Ich kenne wirklich keinen erfahrenen überzeugten Barfer, der seinen Welpen erstmal mit Industriefutter aufzieht. Eher umgekehrt. Der Welpe wird gut mit Lebensmitteln aufgezogen, dann verträgt der auch später Fastfood.

    Jahrelang haben Barfer gebetsmühlenartig erklärt, wie einfach Barfen ist. Nun glauben es die Leute. Nun lese ich in Foren (im echten Leben eher nicht) viele ganz kuriose "Barf" Pläne. Und das allerschlimmste Märchen ist, dass beim Barf kein Getreide vorkommen darf. Und daraus entstanden die Futtersorten ohne Getreide.

    Angebot regelt die Nachfrage....

    Nur mal so, man kann den Plan am Meyer/Zentek gut ausrechnen, wenn man nur Büchern vertraut.

    Is echt kein Problem.

    Das weiß ich Mehrhund :nicken:

    Ich meinte, wenn man NUR Büchern vertraut. Ich habe mich an die Fütterungsweise von Züchtern grosser Rassen gehalten. Und von langjährigen Barfern und da insbesondere an Swanie, aber auch viele andere.

    Ich glaube, Zentek selbst hat eher nicht gebarft.

    Und seine Anleitungen zur Barf-Portionserrechnung sind für mich nicht das umfangreichste.

    Er kommt ja selbst aus der Forschung. Hat zum Beispiel diese Eiweiss Versuch gemacht. Also was für Schäden entstehen am Laborhund, der mit Eiklar in absoluter Überdosierung gefüttert wird.

    Ich hab nichts Tierversuche. Und ich nutze auch die Ergebnisse.

    Naja...wie schon genannt, Nadine Wolf als S. Simon in modern und besser aufbereitet ist für mich immer noch das Beste.

    ABER, und da gebe ich meinen Vorschreibern recht, man muss erst durchblicken und dann füttern.

    Meine Welpen habe ich nach den Plänen von einer jahrzehntelangen Züchterin von Riesenschnauzern gefüttert. DS. Dierrauer. Ich habe sie und ihre Hunde selbst kennengelernt bei S. Simon. Mich hat das überzeugt. Meine Welpen sind gut gewachsen und sind/waren gesund.

    Ernährung - ob Hund oder Mensch - wird immer ein stückweit Ideologie beinhalten. Es gibt wohl mehr als eine Wahrheit.

    Ich persönliche würde mich beim Barfen alleinig an die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse zur Hundeernährung von Meyer/Zentek halten.

    Und den Grundsatz befolgen, dass gutes Fertigfutter immer besser ist, als schlechtes Barf.

    Edit: am Austausch zu deinem konkreten Plan bin ich aber dennoch sehr interessiert!

    Nur mal so, man kann den Plan am Meyer/Zentek gut ausrechnen, wenn man nur Büchern vertraut.

    Is echt kein Problem.

    Es klingt immer so romantisch, mach das einfach mal ein Jahr ehrenamtlich bei Wind und Wetter, bei 30 Grad plus und minus 10 Grad, Regen, Eis, Schnee und Dunkelheit, dann weisst du ob es wirklich deins ist.

    Nette Ratschläge im Bekanntenkreis sind schnell gegeben, die Hundehalter dann wirklich zu motivieren und nicht die Lust zu verlieren weil ein Großteil eh keine Mühe aufwendet, sindern sich nur gegen Gebühr bespassen lassen will, das ist was völlig anderes.

    Jeder Beruf hat Haken.

    Aber, man muss sich schon im Klaren sein, es ist Dienstleistung. Unddie Arbeitszeiten sind meist so, wie alle anderen eben Freizeit haben.

    Wochenende, Abends.

    Wetterabhängig ist’s auch.