Beiträge von Mehrhund

    Is mein Reden. Aber es herrscht ja immer die unerschütterliche Betonmeinung, dass BARF bedeutet, den Hund mit Proteinen zu überfüttern.:ka:

    Betonmeinung?! Wo gibt es die denn? Die habe ich noch nirgends gesehen um ehrlich zu sein.

    Hängt doch völlig davon an, was man als "Barf" versteht. Da glaubt zwar jeder, die einzige Wahrheit gepachtet zu haben, aber Barf ist ähnlich wie Hundetrainer. Grob ist klar, was gemeint ist - die Ergebnisse sind von unverantwortlich bis sehr gut aber jeder meint, er habe das Rad neu erfunden. tears-of-joy-dog-face

    Ich mag die Prozente deshalb nicht, weil sie nicht berücksichtigen, was wirklich gefüttert wird. Wie man wieder gut sieht - und das in jede Richtung. Gibt man zB wie es viele machen "nur Muskelfleisch" von zB Huhn - dann ist man schnell sehr weit im Überschuss. Gibt man sinnvoll gemischtes Rohfutter, ist man ideal dabei. Bei manchen Fleischarten und Kombis muss man eben sogar aufpassen, dass man nicht zu wenig gibt.

    Wenn man barfen beim gesunden jungen Hund mit der Ausschließlichen Verfütterung von Muskelfleisch versteht, dann läuft was falsch.

    Ich mag die Prozentrechnung ganz gerne, aber hinter den Prozenten stecken ja wieder Prozente. Zum Beispiel bei den RFKs.

    Der Anteil beträgt 30 % , ABER, Rohe fleischige Knochen sind eben nicht reine Knochen. Wenn man keine fleischigen Knochen bekommen kann, kann man auch Knochen Füttern, dann aber nur 10 %.

    Ich bin damit 2 Jahrzehnte lang gut gefahren, habe aber dennoch nachgerechnet, weil ich es kann und wissen wollte, wie weit der Meyer und der Zentek davon weg sind.

    Sind sie nicht. Kommt das gleiche raus.

    Was ich erlebe in den Foren, ist die Tendenz zu Abgabe der Verantwortung vom Inhalt der Futterrationen, bei gleichzeitigem Wunsch einer trendigen Fütterung nachzukommen, und oft auf der Grundlage: Hund ist krank, nichts geht mehr, nun soll Futter helfen.

    Aber kranke Hunde werden durch Fressen selten gesund Und ob ein Fertigbarf nun besser ist, als ein Hochpremium Trofu sei dahin gestellt.

    BARF ist keine Religion, kein Medikament, nicht mal ein eingetragenes Gütesiegel.

    Einen BARF Futterplan zu erstellen obliegt nicht dem ausgebildeten Dr. der Vet. Medizin. Er muss auch nicht vom „zertifiziertem“ „Barfprofi erstellt werden. Es besteht auch Nicht die Pflicht jeden Fiffi täglich zu barfen.

    Wer barft, füttert Hunde.

    Wenn mich mal Leute fragen, was meine Hunde so fressen, fange ich meist an mit: Fleisch, dann füge meist hinzu: und Gemüse, dann ergänze ich: Obst, Milchprodukte. Meist wird dann gefragt: „Bekommen die von Milch nicht Durchfall?“

    Da ich zu den zwei Dritteln der Weltbevölkerung gehöre, die nur Muttermilch vertragen, und nicht die Milch anderer Gattungen, endet das Thema meist und es beginnt die immer die Diskussion, ob es schlau ist Tierkindern die Milch wegzuessen und zu trinken.

    BARF ist so einfach wie kompliziert. Man kann so füttern, oder auch lassen.

    Die Diskussionen hier finde ich schon sehr betoniert. Vielleicht auch, weil die Barfer hier( also auch ich) ihren Standpunkte haben, und dabei bleibst.

    Und dann gibts die Fraktion, die sie es selbst nich können. Und dann gibts die ultimativen Empfehlungen: Plan erstellen lassen....

    Je nach Gusto und eigener Bildung, und oder Mainstream, vom Barfladen, vom Berater mit oder ohne Zertifikat, oder von der Uni xy.

    Wo sich dann wieder alle treffen: Welpen kann man nicht barfen, wenn man nicht zum gehobenem BARF- Kreis gehört.

    Ich sehe da schon auch Schwierigkeiten. Aber eher in der unüberlegten Anschaffung eines Haustieres überhaupt.

    Als meine Mutter von dem stadtbekannten Hund des Blödhundhalters gebissen wurde, bekam sie Schmerzensgeld. Welche Versicherung das abgedeckte, weiß ich nicht, wäre mir aber auch recht, hätte der Hundehalter dafür 100 Stunden Schwerarbeit leisten müssen, hätt ich sogar angemessener gefunden.

    Meine Mutter war übrigens um die 90 als das passierte. Und ihr Fehler war , dass zum Haushalt der Hund meiner Schwester gehörte, und die der Beißer den kalt machen wollte.

    Was meine Mutter blöd fand.

    Wir backen jetzt seit einem Jahr alle Brote selbst. Überwiegend im Brotbackautomaten, was natürlich nie so lecker aussehende Ergebnisse liefert

    Aber Is halt schon praktisch.