Beiträge von Mehrhund

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    "Aktuelle Stunde: Gibt es Gründe, warum der Mensch so früh Interesse am Wolf hatte?

    Bathen: Biologisch betrachtet gibt es kaum ein anderes Tier, das in seiner Organisationsform dem Menschen so nahe kommt. Wie in den meisten menschlichen Strukturen ist es das Patriarchat. Wölfe leben in einer monogamen Ehe, an der Spitze stehen ein Männchen und ein Weibchen. Die bilden mit ihren Nachkommen ein Wolfsrudel. Ein Rudel ist also immer eine Familie, Eltern und die verschieden alten Geschwister. Dieses Schema passt perfekt zur menschlichen Geschichte. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum man angefangen hat, den Wolf zu domestizieren."

    Quelle:https://www1.wdr.de/fernsehen/aktu…n-wolf-100.html

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    Wie stellst du dir denn ganz konkret das Leben MIT dem Wolf noch vor? Dass wir ihn täglich zum Frühstück einladen und ihm dabei unsere Haustiere a la carte servieren? Ihm feierlich die Hausschlüssel überreichen, weil: er war zuerst da?

    Das tue ich für Fuchs, Rothirsch und Wildschwein auch nicht, hat auch noch nie jemand verlangt, und wir kommen trotzdem alle prima klar. Also warum gilt da für den Wolf wieder ein anderer Maßstab? Warum soll er grenzenlose Privilegien haben, ohne dass da je aufs Ganze gesehen wird?

    Ich fand die Diskussion zu "Woher kommt die Faszination Wolf" interessanter. Und wenn es hier noch weitere Menschen gibt, die das interessiert, würde ich den Austausch darüber zur Zeit vorziehn.

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    Schließt sich doch auch nicht in jeder Kultur aus. Also das Jagen und Verehren.

    Nein, überhaupt nicht, ist einfach der pragmatische Umgang. Wenn das dazu hilft ,dass auch hier vernünftig (!) gejagt wird, bin ich auch gern bereit, die Tierchen zu verehren.

    Wobei wir gleich wieder bei der Ausgangsfrage wären: Weshalb all diese Priviliegien nur für Wölfe? Zumindest in unseren Breiten ist der Hirsch ein traditionell ebenso mythologisches Tier, und der Bestand wird trotzdem regelmäßig reguliert und teilweise sogar auf bestimmte Zonen beschränkt, ohne dass es da irgendein Theater gibt?

    Es gab hier gestern die Frage nach der Herkunft der "Faszination Wolf". Und es ging ganz ausnahmsweise mal nicht darum den Wolf zu töten, sondern warum faszieinert er.

    Die Frage, ob ein grosses Raubtier von Urvölkern als Managementmaßnahme entnommen wird ist eine andere Frage. Wahrscheinlich auch, aber mit Sicherheit töten und töteten Menschen auch grosse Raubtiere um Stärke zu demonstrieren.

    Und das Tragen von Zähnen am Hals oder das Fell ist nicht und immer eine Bekleidungsmaßnahme.

    Vom Leben MIT dem Wolf sind wir meilenweit entfernt. Auch wenn wir ihn seit nunmehr fast einem viertel Jahrhunder wieder in Deutschland haben.

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    Viele der amerikanischen Ureinwohner verehrten den Wolf als Gründungsvater ihres Volkes.

    Was sie aber nie gehindert hat, ihn massiv zu jagen und seine Pelze gern zu tragen. Sieh dir mal alte Bilder/Fotos an.

    Ja, so ist das.

    Aber es wurde ja ausnahmsweise gefragt, woher die Faszination ist. Und das ist auch ein Thema jenseits der ewigen Berichte, was der böse Wolf wieder wo kaputtgemacht hat.

    Woher kommt eigentlich die Faszination "Wolf" bei so vielen Menschen.

    Wölfe und Frauen...

    Da gibt es unendlich viel drüber und handelt von Macht und von der Entmachtung, von Urängsten, vom Matriarchat und Patriarchat.

    Von Mythen und Legenden.

    https://www.welt.de/print-welt/art…lfe-lieben.html

    https://chwolf.org/woelfe-kennenl…eziehung/mythen

    "In der Mythologie der nordamerikanischen Indianer ist der Wolf ebenfalls von großer Bedeutung. Viele der amerikanischen Ureinwohner verehrten den Wolf als Gründungsvater ihres Volkes. Die Inuit im hohen Norden sehen im Wolf einen Bruder. Sie haben immer mit Wölfen zusammengelebt und tun es heute noch.

    Die Aborigines nennen Sirius den Stern des Wolfes und bezeichnen ihn als die “Heimat der Vorfahren”. Eine interessante Übereinstimmung mit der ägyptischen Mythologie. In der Wissenschaft gibt es ebenfalls ein nach dem Wolf benanntes Sternbild in der südlichen Hemisphäre: “Lupus”."

    Das Buch habe ich auch, aber wenn man danach eine Mahlzeit aus rohen Einzelkomponenten erstellt, ist es eben nicht "Barf".

    Barf ist nichts und doch soviel. Barf ist keine eingetragene Marke und was alles unter dem Pseudonym "Barf" läuft reicht von sehr gut bis ungenügend.

    Dehalb empfehle ich, wenn jemand "Barfen" möchte die Methode von S. Simon und Nadine Wolf.

    Wenn man das 1 viertel Jahr praktiziert und sich in dieser Zeit Wissen aneignet, dann gehört Zentek dazu. Aber einem Anfänger, der explizit nach BARF fragt, würde ich nur bedingt ein Ernährungsbuch für Studenten der Tiermedizin empfehlen.

    Hinter Barf, steht ja der Wunsch, die Ernährung des Hundes so nachzubauen, als würde der Hund sich Mäuse und Kanickel fangen und Eier und ab und an einen Vogel. Und auch mal eine Reh...

    Zentek und Mayer (um bei den Namen zu bleiben), schlüsseln Nährstoffe auf, (haben es getan) habe Bedarfswerte zusammengetragen und in Laborversuchen mit Hunden und Ernährung experimentiert, um zum Beispiel herauszufinden, dass Hunde erkranken, wenn man versucht ihren Eiweissbedarf ausschliesslich mit rohem Eiklar zu decken. Um schlussendlich, als Ergebnis Fertigfutter zu definieren. Industrielles Fertigfutter.

    Davon ausgehend wieder runter zu tunen zum BARF...macht keinen Sinn.

    Was gut ist, dass man damit ein Buch hat, wo man Formeln und Bedarfwerte ect. einfach mal nachschlagen kann um sich dann in Foren "Bedarfsschlachten" zu liefern.

    Nein, ich habe das nicht auf mich bezogen und auch nicht aus deinen Zeilen gelesen.Sondern die Häme gegen das Tier Wolf. Das meine ich.

    Ich kann mich nicht freuen, wenn Wölfe getötet werden.

    Ich finde das schlimmer als gerissen Ponys. Ja, okay, die Ponys haben Namen und gehören jemandem. Die Wölfe bekommen Nummern als Namen, wenn man sie töten.

    Zum Beispiel:

    "...... Im vorliegenden Fall aus Finnland widerspricht die Europäische Kommission der Ansicht der finnischen Behörden, dass eine bestandespflegende Bejagung nachweislich geeignet sei, die Wilderei zu verringern. Das oberste finnische Verwaltungsgericht muss nun unter Berücksichtigung der Aussagen des EuGH über die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen entscheiden."

    https://www.jagderleben.de/news/wolf-eugh…r-wolfsabschuss

    Nicht böse sein, aber ich habe keine grosse Lust jetzt alle finnischen Zitate wieder rauszusuchen, die ich so quergelesen habe. Hier eins, dass nicht so deutlich zwar, aber das ausdrückt, was alle wissen und auch irgendwo deutlicher steht.

    Grundton ist: illegal abgeschossen (gewildert) wird sowieso. Die geringe Wolfspupulation spricht ja Bände.

    Ich bewerte das auch absolut nicht, und ich kann obige Aussage auch nachvollziehen.

    Mehr will ich dazu gar nicht schreiben, weil eigentlich alles schon 10 gesagt wurde.

    Ich finde nur Häme und Spott, Ironie und Zynismus haben hier nichts verloren. Und ich werde mich nie im Leben darüber freuen, dass ganze Wolfsfamilien getötet werden oder auch einige Einzeltiere.

    Absolut Ausnähme wäre für mich, ein gefährlicher Wolf, weil "zahmgemacht".

    Und dass das momentane Wolfsmanagement erhebliche Mängel aufweisst, glaube ich auch.

    Aber Finnland ist nicht Deutschland und auch nicht Niedersachsen.

    Und dass sich in der deutschen Viehhaltung was ändern wird, ist nicht seit gestern erst klar. Und dass das alles aus verschiedensten Gründen den einzelnen schwer gemacht wird, siehe hier unser Rinderhalterin mit HSH-Projekt, erleben wir ja duch ihre interessanten Berichte.

    HSH in Deutschland mit Hunden aus der Türkei oder den Abruzzen ect. ist eben neu in Deutschland.

    So wurde nie geschützt in den letzten 150 Jahren.

    Und Neu ist immer schwierig. Und dann verwischen sich ja auch noch die Grenzen zwischen mies gehaltenen HSH, die auffällig sind und HSH, die unauffällig Herden schützen.

    Und dann kommt on Top, die Partygesellschaft, die rodelnd auf HSH an der Herde zurast, mit Fiffi an der Leine auf der Alm Mutterkühe mit Kälbchen streicheln....