Beiträge von Mehrhund

    Hahaha, ich stand mal bei einer Ausstellung mit Tetris am Rand vom BC Ring.. Die Blicke waren göttlich.. Bei einigen hat man gemerkt dass sie überlegt haben ob er überhaupt ein BC ist, bei anderen kam da die blanke Ablehnung durch.

    Ich war mit meinem Collie auf der letzten Ausstellung (von 3 oder 4) für die Zuchtzulassung IM!!!!! Ring....Da wurde ich von einer Zuschauerin der REINEN! Collie Ausstellung gefragt, was denn mein Hund für eine Rasse sei...

    Ich habs als Kompiment aufgefasst. Die hat das auch echt nicht böse gemeint, die wollte sich die Rasse Collie anschauen, weil sie einen Hund wollte...

    Ich glaub aber eh, dass Schönheitsshows ja nun wirklich für sowas prädestiniert sind.

    Zu mir kamen auch andere Züchter und fassten meinen Hund an. Ich dachte, man sind die nett...NÖÖÖÖ, die haben das Fell getestet, ob ich den mit schwarzer Farbe gefärbt hätte, weil der Barfköter immer so glänzt.

    Ich denke das mit den Labbis würde sich für dich genauso anhören, wenn du einen Showlabbi hättest.

    Ich denke nicht wirklich, dass es an der Rasse liegt.

    Wenn ich mit meinem „Arbeitscollie“ auf einer Ausstellung bin, hab ich schon mal Augenrollen und „ Was? Mit DEM Hund“ gesagt bekommen.

    Abwertend, lächerlich machend und genau so auch gemeint. Nur wollte auch bei der

    Rasse eben genau den Typ Hund und dass ich mit „ sowas“ keinen Blumentopf auf Ausstellungen gewinnen kann, war mir vorher klar, ist ja eh nur für die Zuchtzuladsung gewesen .

    Eine Freundin züchtet unter Adonis Hills echte BC Showknollen. Ich mag sie und auch die Hunde. Sie ist eine kompetente Züchterin, die gute Hunde züchtet. Is nicht meins, aber muss auch nicht.

    Ich habe ja einen britischen Collie und Kastrat.....schlimmer ist nur das Höllenfeuer.

    Ich kann auch "trimmen". Aber es gefällt dem Hund nicht wirklich.

    Nur Schneiden ist auch keine wirkliche Alternative, weil dann das "Trimmfell/Kastratenfell" trotzdem lose ist und drin hängt.

    Ich mache eine Mischung aus: Bürsten mit verschiedenen Striegeln und Bürsten, Schneiden was ich meine was stört und mir nicht gefällt, Scheren (Kackrinne) und zupfen/trimmen.

    Für mich wäre eine Einteilung in Showlinie und Arbeitslinie völlig ausreichend, aber wie sich hier im Thread immer wieder zeigt ist es das hier nicht, weil sonst jede Aussage zum Showborder sofort in den falschen Hals bekommen wird, weil der eigene Hund ja so gar nicht ist. Weil jede Aussage zum AL-Border ebenfalls in den falschen Hals bekommen wird, weil "es muss ja nicht jeder Border Collie hüten".

    Es führt einfach zu nix außer das es jedes mal wenn hier Worte wie Arbeits- oder Showlinie fallen zu Diskussionen kommt, weil sich die Halter von Show-Hunden sofort angegangen fühlen.

    Showbordercollies sind in stärkster Ausprägung wirklich eine andere Rasse mittlerweile.

    Arbeitslinie muss man auch jeden Fall noch mal aufdröseln!

    Denn auf Hüteleistung gezüchtet ist ja das, was die Rasse zu dem machte, was sie ist. Und Eigenschaften wie "Auge zeigen" und der ganze andere "Hütekram", kommt halt durch immerwährende Selektion und Auswahl der Zuchthunde. Wenn man darauf keinen Wert mehr legt, weil die Hudne das nicht mehr benötigen, ist es ja dennoch nicht "Zack und weg"...Das weisst du alles, das soll auch keine Belehrung für dich sein, sondern weil ich es nicht selbst in Worte fassen kann und da gerne auf Frau Dr. Viola Hebeler verlinke, die seit jahrzenten lang BC-Arbeitshunde (Hüteleistung) züchtet, und um verständlich zu machen, was ich meine.

    Zitat:

    "Unvorhersehbar ist allerdings, ob eine Eigenschaft stabil oder instabil vererbt wird. Komplexere Verhaltensweisen wie bei der Hütearbeit beispielsweise, „zerfallen“ in kleinere Einheiten, wenn nicht mehr auf die Gesamtheit selektiert wird. Manche von diesen Einheiten werden äußerst stabil vererbt, wie das sogenannte „Auge zeigen“ des Border Collies, das dem Vorstehen ähnlich ist. Überdurchschnittliche Frustrationstoleranz oder ein unermüdlicher Arbeitswille haben eine weit größere Varianz und werden nur bei einem viel kleineren Teil der Nachkommen in erwünschter Komposition vorhanden sein.

    Will man als Züchter seine Maßnahmen auf eine wissenschaftliche Grundlage stellen, muss man sich mit den Grundlagen der quantitativen Vererbung vertraut machen.

    Je mehr Gene an der Ausprägung einer Disposition beteiligt sind, umso größer ist die Anzahl der Heterozygoten im Vergleich zu den wenigen homozygoten Hunden, seien sie dominant oder rezessiv. Die Verteilung der möglichen Genotypen folgt einer Gauss’sche Normalverteilung mit dominanter Homozygotie an einem Ende und rezessiver Homozygotie am anderen. Der Kurvengipfel liegt in der Mitte bei maximaler Heterozygotie. Bei quantitativer Vererbung kann man davon ausgehen, dass stark ausgeprägten Merkmalen eine hohe Anzahl homozygot vorliegender Genpaare zugrundeliegen. Derartige Merkmalsträger sind, je nachdem, ob es sich um negative oder positive Merkmale handelt, auszuschließen oder bevorzugt einzusetzen. Um die Umwelteinflüsse auf die Zuchtwertbeurteilung zu minimieren, sollten möglichst viele Informationen über nahe Verwandte mit herangezogen werden. Bei kleinem Genpool, der Zuchtausschlüsse verbietet, empfehlen sich gezielte Paarungen anhand einer computergestützten Zuchtwertschätzung oder wenigstens die Erhöhung der Heterogenität.

    Die einfachste Empfehlung ist, dem gesunden Menschenverstand zu folgen. Mit einem wiederholt durch Ängstlichkeit oder Aggressivität aufgefallenen Hund sollte man zur Risikominimierung gar nicht züchten. Umwelteinflüsse wie „schlechte Erfahrungen“ werden gern zur Entschuldigung herangezogen, diese Argumentation ist allerdings wenig überzeugend. Wenn es nicht möglich ist, bei einem Hund eine schlechte Erfahrung durch nachfolgende positive Erfahrungen zu überlagern, bestehen Zweifel an der Stabilität des ererbten Temperamentes. Hunde in unserer modernen Welt müssen fehlertolerant sein. Sind sie das nicht, sind sie nicht als Zuchttiere geeignet."

    Quelle: https://www.abcdev.de/artikel/Vererbung_von_Verhalten.html

    Und nur um das klarzustellen: Es ist mir völlig schnurz wie erfolgreich die Leute in ihrem Sport sind.

    So habe ich es auch verstanden. Also deine Hunde gehen als BC zu "im Sport arbeitenden Menschen":D

    Ich find die Einteilung halt auch müßig. Weils halt nicht nur "die Showlinie" und "die Arbeitslinie" gibt, sondern weil innerhalb der Linien die Hunde teils auch unterschiedlich sind.

    Und ich sehe es aber nicht ein, da noch mit Begriffen wie "Sportlinie", "Vielfältigkeitslinie" oder gar "Freizeitborder" zu hantieren. Bringt auch nichts, weil selbst das den Hunden nicht gerecht werden wird.

    Es spielt auch finde ich keine Rolle, solange sich die Käufer gezielt fragen was sie wollen und die Züchter aufpassen, wem sie da was verkaufen.

    Wenn man bedenkt, dass es innerhalb der Rasse Border Collie, Hunde gibt, die sich weder im Verhalten ähneln, noch im Aussehen, und das auch züchterisch gewollt ist, kann man nicht nur von unterschiedlichen Einteilungen, sondern einer neu entstandenen Rasse sprechen. Ein auf moderner "Showborder" sieht ganz anders aus und benimmt sich auch recht anders. Auch das meine ich ohne Wertung, so ist das heute. Das kann ja auch anders gar nicht möglich sein, weil die Zuchten sich auseinanderbewegen.

    Natürlich hat man immer mal Individuen in der Zucht, die aus "Art schlagen".

    Du hast eher Hunde, die dem entsprechen, was viele als Hüteleistung sehen, was seit nunmehr knapp 15 Jahre auch sehr gezielt von Hundesportlern gesucht wird und von Züchter aus dem Bereich gezüchtet wird.

    Das ist ohne Wertung. Die Hunde werden jedoch nicht (mehr) auf ihre Hüteleistung selektiert, da sind wir uns ja wohl einig. Ich bin der Meinung hier entsteht sogar noch eine 3. Rasse, oder ist schon entstanden.

    Ich habe hier mit keinem der drei die "mega krasse Hüteleistungszucht" sitzen, die aus 100% arbeitenden ISDS-Hunden besteht,

    Wer auch immer hinter der "mega krasse Hüteleistungszucht" steht, es ist eine Abgrenzung gegenüber den "anderen".

    Nur weil man einen BC hat oder welche züchtet ist man nicht anders mit seinen Wertungen und Meinungen andere gegenüber anders.

    Diejenigen in der BC-Scene, die die jeweils anderen abwerten würden das auch tun, wenn sie Collies, oder Schäferhunde züchten würden.

    Dass du die Einteilung müssig findest, kann ich nachvollziehen. Aber du ziehst selbst ja mit deiner Zucht schon eine ganz klare Kante, weil deine Hunde nicht zu Anfängern gehen, bzw. die Käufer müssen im sportlichen Bereicht schon recht weit oben mitspielen. Und deine Zucht würde ich "Sportzucht" einordnen.

    Warum auch nicht. Und deine eingestellten Hütefotos zeigen deine Hunde ja auch als talentierte Hüte-Border-Collies, aber du wirst ja wohl eher weniger auf Hüteleistung züchten, sondern mehr, was dir im Sport und Alltag wichtig ist.

    Also machst du selbst auch eine Einteilung. Kein Showborder, kein Allrounder, keine Hüteleistung. Also eine "Sportlinie".

    Jeder kann einen BC kaufen.

    Jeder dürfte evt. eine Meinung haben, aber bitte nicht eine die hier nicht rein passt?

    So einfach kann man sich das machen?

    Na dann....

    Ich persönlich mag nette Hunde jeder Rasse. Was ich schwer aushalten sind Hunde, die verkannt werden und dadurch ein scheiss Leben haben. Egal welcher Rasse.

    Mehrhund nur raus damit, ich bin offen für alles. :D

    Meine Meinung zur Haltung von BC ist sehr unpopulär.

    Ein Border Collie ist ein Hund, der arbeitet wie ein Border Collie (am Vieh).

    Wenn ein Border Collie so arbeitet, dann sollte der Hund auch genau für diesen Einsatz angeschafft werden.

    Einen Hund zur kaufen, der gezüchtet wurde, weil er so aussehen soll wie ein Border Collie aber nicht so arbeiten soll, ist in meinen Augen nicht erstrebenswert.

    Von allen meinen BC-Freunden sind 50 % jetzt Schafshalter, 25%gehen regelmässig Fremdhüten (was zwar Spass macht, aber mir grossem Frust verbunden sein kann) und 25 % machen eben Hundesport/Rettungshunde.

    Ich meine ein BC gehört ans Vieh. Bleibt nur immer noch die Frage, warum benötigt man einen so hoch spezialisierten und auch eng liniengezüchteten Hund, wenn man was ganz anderes machen möchte.

    Man kann die Border mit Arbeit, jenseits ihrer genetischen Veranlagung "satt" bekommen. Aber bei manchen geht es eben nicht.

    Aber es gibt ja mittlerweile BC Zuchten, die weit weg vom BC als Arbeitshund sind, wo der Balanceakt anscheinend aufgegangen ist.

    Dann würde ich gezielt aus solchen Verpaarungen einen Welpen kaufen. Oder man nimmt halt einen der vielen vielen BC in Not.

    Aber auch hier aufpassen. Notborder, wo ein Vermehrer eine luktrative "Zucht" betreibt, sollte man zumindest im Auge haben. Die armen Hunde können ja nichts dafür.

    Sich viele Border anzuschauen ist auf jeden Fall ein SUPPER Anfang. Aber nicht vergessen die Hüteborder auch anschauen und die Rasse verstehen lernen. Und schauen, wo das Herz dann tatsächlich hinschlägt.

    Border Collie Auzucht und Haltung ist oft ein ganz grosses Managementprogramm, weil sie halt sehr schnell übereizt sind.

    Von der Zusammenhaltung von BC und Aussie denke ich, das passt gut. BC sind eh sehr anpassungsfähig. Und so ein netter gefestigter Aussie ist nie verkehrt für einen BC.