Ich denke zur Zeit, dass die Möglichkeit zur Euthanasie, als Leid beendende Massnahme zur Methode: "Dann lass ich einschläfern, weil dann bin ich ein guter Hundehalter" verkommt.
Jeder weiss es anscheinend besser, wie gestorben werden soll.
Es gibt Krankheitsgeschehen, die äussern sich ganz übel für ein paar Tage. Wenn ich an alte Hunde denke, muss ich immer (geht nicht nicht anders) an mein hochbetagte Mutter denken (mit 95 dann verstorben).
Die hatte JAHRE vor ihrem Tod eine Krankheit, wir dachten ernsthaft, jetzt isses soweit. (Ich bin Krankenschwester und kenne mich gut aus).
Sie war völlig apathisch und ohne Lebenswillen.
Was war?
Sie hatte eine Blasenentzündung und wenn jemals die Rolle: "Der sterbende Schwan" gut gespielt wurde, dann von meiner 83 jährigen Mutter.
Und wenn ich dann an meinen Collie denke, wenn er nicht kacken kann, dann würde ich den als 2. Besetzung nehmen. Oder an den andern, der sich nicht traut im Garten zu pinkeln und draussen jeden Grashalm markiert.
Ich habe nun leider tatsächlich alle meine Tiere auf diesem Weg verloren und dennoch sind mir diese grad hier "DF moderne" Euthanasie Disskussionen irgendwie unpassend.
Dass es kein Tabu Thema sein soll ist die eine Seite der Medallie, aber es ist eben auch nicht immer und überall das Beste, einem Hund das Sterben abzunehmen. Auch Tiere haben in meinen Augen das Recht auf einen normalen Tod.
Und nur weil ich als Mensch meine, es sei besser tod zu sein, muss das nicht automatisch richtig sein. Es ist und bleib immer IMMER eine letzte Lösung und IMMER eine Einzelfallentscheidung.
Wir haben Disskussionen immer wieder, dass Leute meinen, ein Hund mit drei Beinen sollte eingeschläfert werden, oder ein Hund mit einer Nervenerkrankung, der zurzeit nicht laufen kann. Dann vielleicht, der Hund, der schlecht hört oder schlecht sieht, oder gar beides.