Beiträge von Mehrhund

    Du kommst sehr bemüht rüber. Und man merkt, dass du wirklich der richtige für den Hund bist. Du wirst das auch schaffen.

    Ich wollte nur, dass du hier liest, dass es niemanden gibt, der total perfekt ist.

    Und ich wollte klar machen, dass Ausbildung später anfängt

    Und du wirklich echt verdammt viel Zeit hast.

    Was jetzt wichtig ist, ist es einen Grundstein zu legen. Und ihr müsst euch eingrooven.

    Du wirst (hoffentlich) gerne Zurückblicken auf die Welpenzeit, wenn dein Hund grau ums Maul wird. Und hoffentlich schon früher :drgreen:

    Du hast Zeit!

    Ja, ich bin nicht der Geduldigste, das stimmt..

    Ich denke das Schlimmste für mich ist nicht zu wissen wie ich meine Erwartungen einstellen soll. Ich lese alles hier und es klingt richtig und sinnig, aber wenn ich dann Videos schaue da wird gesagt, so früh wie möglich mit etwas Training anfangen, quasi je früher desto besser.

    Deshalb schreib ich mir ja die Finger wund. Du hast übersteigerte Erwartungen an ein Tier, was grad mal ein paar Wochen die Augen auf hat.

    Ich geb dir mal nen guten Rat. Guck dir diese Videos nicht mehr an für eine Zeitlang.

    Lerne das Wesen deines Hundebabys kennen und akzeptiere, dass du nicht alles 150 % richtig machen wirst. Und geh in irgendeinen netten Hundeverein und lass dir von echten Menschen Übungen zeigen, wie man Hunden was beibringt. :winken:

    Über den 1.70 Zaun im Garten meiner Oma ist er auch nicht gesprungen. :ka:

    Will damit sagen: Nicht jeder Hund der sich hier rumtreibt hat so dermassen 'nen Trieb drauf das er es probiert über den Zaun zu springen. Manche Hunde probieren es einfach nie, manche wissen nicht mal das die Boxtür nicht richtig zu ist. So wie mein Trottel. Manchen bringt man einfach die Grenzen bei.

    Mein Border hat sich unterm Zaun durchgegraben und war dann 24 Stunden auf Trebe…..

    Der Foxterrier meiner Schwester ist über den 2 m Zaun rübergeklettert und hat die Katze vom Nachbarn todgebissen. ( Hund ist lange schon tod)

    Geduld vermitteln nennt sich Frustrationstoleranzaufbau, ist normal im normalen Leben drin, kann man natürlich mit kleinen Übungen unterstützen. Konzentration kommt mit der Zeit, wenn der Hund Zeit hat um zu gedeihen und groß zu werden.

    Du bist kein Hundetrainer, möchtest aber alles machen, wie einer.

    Das funktioniert nicht. Du lernst, der Hund wird wird groß und lernt auch. Das ist eine einfache Hunderasse.

    Dein „Hund füttern“ ließt sich wie Hund triezten.

    Warum muss derHund dich angucken? Der will fressen.

    Ich habe bei jedem Hund den Napf einfach hingestellt. Napf nehmen runterstellen. Fertig. Hund frisst, Napf wieder nehmen und abwaschen.

    Ich sag sogar noch „jetzt gibts Futter“.

    Einfach sooo.

    Jeder Hund bekommt an einem anderen Platz. Natürlich hab ich Erfahrung und es läuft automatisch. Aber auch mein erster wilder Hund aus dem Tierheim, bekam sein Futter einfach so.

    Das einzigste, was ich mache ist, ich pack ab und zu was geniales hinzu, wenn sie schon fressen. Einfach, damit ich da ran KÖNNTE, wenn ich wollte.

    Was mir auffällt ist, dass du viel machst, aber nichts ist zielführend.

    Wenn du dem Hund jetzt nicht schaffst das Nein beizubringen, dann lass dier das einfach von einem Trainer erklären und zeigen und übe dann.

    Niemand sagt, dass Hundetraining so einfach ist.

    Das kannst du nicht ohne Hund trocken aus einem Buch lernen.

    Lass das ganze kopflastige Zeug mal für zwei Wochen weg und genieße deinen Hund.

    Normale kleine Hunde müssen nicht lernen zu schlafen, wenn sie müde sind. Die können das.

    Du hast den Hund etwas wuschig gemacht und nun zeigt das Tierchen Erwartungshaltung.

    Geht auch wieder vorbei.

    Mit diesem vielen „Geübe“ machen sich unerfahrene Neuhundehalter ganz verrückt.

    Es wird oft Ausbildung mit Erziehung verwechselt.

    Ein Welpe braucht nicht Sitz und Platz. Der kann sitzen und liegen.

    Ein Welpe und Junghund muss lernen sich in der Menschenwelt zurechtzufinden.

    Muss beschützt werden, damit er sich die Welt angucken kann.

    Tiereltern lassen viel einfach laufen, aber lassen eben auch nicht auf sich rumtrampeln.

    Ich werde nie vergessen, wie meine Hündin dem Welpen ( hab ich gekauft) erklärt hat, das ein Spielseil zum Spielen da ist, wenn sie es allerdings hat, dann hat er nicht ranzugehen.

    Sie nahm sich das Seil, hat ihn zum Spielen aufgefordert. Dann aufgehört zu spielen und als er es hat auch liegenlassen, hat sie es sich genommen. Er wollte sofort wieder spielen, sie hat ihn nur angeguckt und die Nase gekräuselt. Was das bedeutet, wusste er von seiner Mutter.

    Er ist also gewichen, was ihm echt schwer viel. Das Seil war soooo verlockend. Meine Hündin hat es hingelegt zwischen sich und ihm. Er wollte es nehmen, sie hat wieder NEIN gesagt( Nase kräuseln)….Das hat sie ein paar mal wiederholt, dann ist sie aufgestanden und hat das Seil nicht mehr mit dem Arxx angeguckt. Er hat es endlich haben dürfen……aber hatte keinen Spaß mehr… Und das Lehrstück: „Nein“ war bis zu ihrem Lebensende, fast ein Jahrzehnt durch.

    Das hat ca. 2 Minuten gedauert, und ich habe daneben gesessen und es war sehr eindrücklich.

    Weniger ist mehr!

    Du kannst besser einen Hund ausbilden, wenn er ein Jahr alt ist und „nur“ stinknormales Zeug kann, wie: rumliegen, nicht nerven, autofahren, Leine laufen, seinen Namen kennt und Menschen nicht permanent belästigt und offen mit neuen Eindrücken umgehen kann.

    Schön ist, wenn der Hund kommt, wenn er gerufen wird und wenn er weiß, dass es sich lohnt mit dir im Team zu arbeiten.

    Sitz, Platz, Fuß und hastenichgesehen muss nicht sein, dass lernt ein Hund auch später noch.

    Das „Feeling“ für das Tier fehlt mir oft, hinter diesen ganzen „Aufbauübungen“.

    Mir is so wurscht, wo meine Hunde rumliegen. Ich brauch keineBox, keine „Deckenübung“.

    Ich sorge lediglich konsequent dafür, dass die Orte sicher für sie sind. Ich packe keinen Wlpen zu Kabeln oder zu wertvollen Biedermeiertischchen.

    Fressen wird serviert ohne dass hier je ein Tier ein Kunststück für machen musste.

    Ich kann denken und planen und vorbereiten. Das kann der nicht in dem Umfang.

    Also plane ich, wenn ich sehe, dass es irgendwo ein Problem gibt.

    Dein Hund dreht hoch nach „Dressurübungen“. Dann halt’s kürzer bzw. warte 2 Wochen, ob es dann geht.

    Gib dem Hund ne Möhre zum knabbern und guck zu was sie macht. Genieße den Hund. Schau zu.

    Und spar die minimale Konzentration deines Hundes auf für die wirklich wichtigen Dinge!

    Leinentraining. Das begleitet euch ein Hundeleben lang.

    Hier jetzt richtig gutes Training und kein zermürbendes Machtspiel, sorgt für viel unbeschwerte Spaziergänge.

    Ich habe ja schon Vorrat.

    Und wenn ich jetzt einkaufe, dann kaufe ich dass, was ich verbraucht habe. Also eine Flasche Öl, wenn eine verbraucht ist. Diese pack ich allerdings nach hinten im Vorrat und nehme ein Flasche von vorne.

    Ich kaufe oft beim normalen Einkauf eine Sache direkt für den Vorrat. Das kann eine Dose/Glas mit Obst sein, oder eine Packung Knäckebrot oder Reis.

    So stocke ich Vorräte auf, ohne zu horten.

    Und ich kaufe Basiszeug immer im Angebot. Also Reis zum Beispiel, hochwertigen im Angebot, bis zum Nächsten Angebot.

    Mehrhund

    Darf ich fragen, wie du das aufgebaut hast? Also mit dem Wissenlassen.

    Wenn ich vorsichtig aufstehe und auch nur das kleinste Geräusch auf dem Weg zur Küche mache, ist meine Kleine direkt da, selbst wenn sie tief und fest geschlafen hat.

    Ich habe einmal versehentlich aus Reflex die Tür hinter mir angezogen, und sofort hat sie gewinselt. Wie ich da ohne Ablenkung trainieren soll, wäre mir ein Rätsel..

    Dein Hund ist ein tapsiges Baby, was instinktgemäss hinter seiner Bezugsperson herdappelt.

    Find ich völlig normal.

    Du braucht nicht dagegen tun. Das verliert sich beim gesunden Hund. Ich kenne es unter dem Begriff „Folgetrieb“.

    Derverliert sich schneller als du glaubst und dann wärst du froh, wenn sie dir hinterherfahren würde.