Beiträge von Mehrhund

    ….. fremde Menschen die zu Besuch kommen sind natürlich spannend, aber wenn diese ihr keine Beachtung schenken sind die auch schnell wieder uninteressant. Da wird evtl mal angesprungen zur Begrüßung, und wenn man sich dann nicht weiter befasst dann wird auch schnell wieder abgedreht.

    Aber wenn man mit hoher quietschender Stimme und offenen Armen in die Hocke geht dann kommt sie natürlich angeschossen und weitet die Begrüßung aus.

    Und diese überschwengliche Begrüßung macht sie auch nur bei Menschen die sie kennt aber halt nicht so oft sieht.

    Fremde Menschen sind für deinen Hund in erster Linie…fremd….Und sie reagiert mit aktiver Demut. Sie will nicht, dass ihr einer was tud. Die Zucht von Labbies ist aber so ausgerichtet, dass sie so reagiert, wie sie reagiert.

    Das ist auch nicht schlimm oder so, aber du fragst ja danach.

    Zur quitschigen Begrüßung durch Menschen…ja, wenn’s nicht täglich ist, würd ich dem Menschen seine „gespinne“ lassen. Ob mir das gefallen würde, bei meinem Hund? Ich glaub eher nicht.

    Jeder Hund hat Vorlieben. Meine BC s waren immer zäher abzurufen, als ins Platz oder Steh zu rufen.

    Aus dem Platz oder Steh ect, kann man sie abholen, oder auch dann abrufen. Aber das muss natürlich vorher - parallel an anderer Stelle geübt werden.

    Abrufen vom Jagen ist in meinen Augen Notfallmanagement, weil hier wo ich wohne, darf der Hund absolut NICHT jagen. Gilt eigentlich in ganz Deutschland so.

    Deshalb verstehe ich den Abruf immer weniger.

    Für mich ist Anti Jagd erstmal Stopp und nicht jagen dürfen.

    Das fängt, wie schon von vielen hier vielfach beschrieben, damit an, dass der Hund nicht stöbern darf.

    Und den Weg nicht verlassen darf.

    Jeder Halter hat dafür zu sorgen, dass sein Hund nicht jagd und muss ggf. eben dafür sorgen, dass sein Hund an anderer Stelle seine dringenden Bedürfnisse ausleben kann. Das ist von Rasse und Haltergewohnheit eben super individuell.

    Ein Beispiel noch: Wenn ich mit meinem 15 jährigen BCOpi spazieren ging und Wild auf der Fläche stand, ist das Wild schnell unruhig geworden und früh geflüchtet . Bei Hund an meiner Seite ruhig stehend.

    Über 100derte m haben die seine Präsenz gespürt. Ja, er wollte sie jagen.Das konnte ich ihm nicht abgewöhnen.

    Geh ich nur mit den Collie, bleibt das Wild stehen. Manchmal gähnend in 20 m Entfernung.

    Wir sehen ja die gleichen Gruppen von Alttieren. Die erkennen ganz genau, wer im Revier unterwegs ist. Ich brauch bloß den Horizont absuchen, wenn ich flüchtiges Wild sehe, dann find ich schnell den jagenden oder stöbernden Hund, oder mittlerweile auch Wolf.

    Nein, meine Hündin hat eine Verhaltenskette gebildet.

    „Immer, wenn ich jagen gehe, werde ich gerufen und bekomme eine Belohnung“.

    Wie soll das denn funktionieren, wenn sie gar nicht Jagen ging? Sie hat allenfalls gelernt "Wenn ich außer Sichtweite gehe und dann gerufen werde, werde ich belohnt". Darum geht es mir, zu schauen, was belohnt wird, in dem Fall sicher nicht das Jagen.

    Nein in dieser letzten Konsequenz war sie nicht jagen, sondern hat sich selbst was beigebracht um Belohnung zu erhalten. Das ist entstanden aus einem Abbruftraining vom Jagen.

    Das aktive jagen gehen, bekam ich bei ihr nicht in den Griff. Sie war in waldreichem Gebiet an der Leine.