Beiträge von Mehrhund

    Je nachdem, wie man es angeht. Wie gesagt, wenn man es richtig beibringt, geht es ja nicht um Gehorsam, sondern der gesunde Umgang mit Reizen. Mein Kommentar war auch eher allgemein verfasst :)

    Für meine schissige Daisy wäre das von TE Beschriebene auch viel zu viel. Deswegen schrieb ich ja, dass es im entsprechenden Maß und Tempo sein sollte :)

    Die Decke oder Leine als Signal: "jetzt bist du nicht dran, mach eine Schläfchen" gibt es solange, wie Menschen Hunde halten.

    Den Fokus vom Hund nehmen und diesem mitteilen, dass er bitte warten soll und eben am besten rumdösen kann, hat nichts mit dem hier beschriebenen Theater zu tun. Das ist eine Gehorsamsübung.


    Und zwar diese: BLEIB! egal was passiert.


    Der Sinn ist, dass dein Hund lernt mit unangenehmen Situationen umzugehen und trotz äußerer Reize zu entspannen. Wenn du das richtig machst bzw richtig beibringst, sind diese Reize für den Hund keine wirklichen Reize mehr und auch nicht mehr unangenehm.

    Eigentlich lernt der Hund "Gehorsam steht über Sinnhaftigkeit", im Prinzip Kadavergehorsam.

    Das lehne ich ab.

    Einen sehr jungen Hund würde ich nicht so was aussetzen, bei einem absolut geforderten Platz (und das ist es ja an der Stelle).

    Ein älterer Hund soll (bei mir) lernen, sich in Gefahrensituationen (und nichts anderes ist das ja) adäquat zu verhalten und einen "gesicherten Rückzug" anzutreten.

    Ich finde das beschriebene Theater absurd und würde auf gar keinen Fall mit meinen Hunden sowas machen.

    Wer von euch würde denn sowas mitmachen?

    Also man kann ja gerne die Trainer fragen, was das soll. Und dann sagen, okay, ich komm dann in Stunde6 gerne wieder und üb solange die Grundkommandos.

    Insgesamt haben wir 5 Stunden fast ausschließlich Deckentraining gemacht, jeweils mit steigender Ablenkung und Hausaufgaben.


    Mich würde mal eure Meinung und Erfahrung dazu interessieren. Denkt ihr das "extremes" Deckentraining oder andere Übungen wirklich helfen?

    Deine Frage ist ja, ob dieses Vorgehen hilft.

    Und ich frage mich, was ist denn das Ziel?

    Der Hund/die Hunde lernen: auf dem Hundeplatz bleib ich auf der Decke liegen, auch wenn die Menschen sich verhalten wie "Bugs Bunny auf Ectasy" (veralteter Begriff), heute würde ich sagen, wie ein schwerer Fall von "Neurodiversität des Typs ADHS".

    Andererseits üben ja ganze Generationen von Hunden in Deutschland und überall, wo Hundesprütprüfungen "gelaufen" werden, für die Begleitundprüfung "die Ablage".

    Mal mit SCHUSS mal ohne, aber immer mit Ablenkung.

    5 Stunden nur Ablage? Ich meine das kostet doch bestimmt Geld. Hier kostet eine Stunde zwischen 15 udn 25€ Mal 5 ist das ja eine ordentliche Summe.

    Die Ablage auf einer Decke zur Ablage im Sportbereich ist zwar evt. einmal in Anspannung und einmal als releaxtes Liegen, aber es bleibt ein Signal und niemand wünscht dann, dass der Hund dabei genervt wird.

    Ich persönlich würde an dem Verstand meiner Hunde zweifeln, wenn die allen ernstes dort liegenbleiben, wenn so ein Chaos um sie rum herrscht, es sei denn ich bin direkt neben meinem Hund und passe gut auf, was diese "verückt gewordenen Trainer um uns rum veranstalten". Allerdings würde ich wahscheinlich versuchen, die aus ihrem "Tunnel" rauszuholen und ihnen Baldrian Tee anbieten.