Meine "lustigsten" und "besten" Hundewiesen-Erlebnisse:
- Die zwei Boxer, die über die ganze Wiese patroullieren, während Frauchen irgendwo weit hinten abgeschlagen gemütlich spazieren geht und sich freut, dass ihre Hunde "Hallo" sagen. Die Boxer sind das Polizeiduo. Sie laufen auf andere Hundekleingruppen zu, lassen alle stramm stehen und sobald einer auch nur mit dem Ohr zuckt, gibt's paar drauf.
- Die SiWis und Whippets, die ja so unglaublich süß kleine Hunde zum Spielen auffordern und im Spiel wegrennen - bis sie das Spiel umdrehen und das arme panische "Häschen" beginnen zu hetzen
- Der Prollassi mit seinem Malamutemix, den er vergeblich über 150m Entfernung ruft. Der Hund rennt einem hunderte Meter weit mit Bürste und in Lauerstellung hinterher und wartet drauf, dass der vorlaufende Hund Schiss kriegt und losrennt, um ihn zu jagen.
- Eins meiner persönlichen Highlights: die 11 Monate alte Dogge, dessen Frauchen der festen Überzeugung ist, dass sie ganz viele Hundekontakte braucht, um gut sozialisiert zu werden. Insbesondere natürlich von kleinen Hunden, beispielsweise meinem 7,5kg Terrier mit Bandscheiben-Problemen und leicht brachyzephalem Gesicht und Glupschaugen. Denen kann man so schön auf den Kopf detschen.
- Die relativ entspannte junge Frau, deren Bracke aus dem Tierschutz (aussortierter armer armer Jagdhund) gut 800-900m als gerade noch sichtbarer kleiner Punkt Richtung Bundesstraße lief und sie fast erreicht hat. Er hat ja so eine Warnweste und ein Halsband mit Telefonnummer an. Da halten die Autos schon an.
- Die Gruppe junger Studis mit Hund. Allesamt Ersthundbesitzer mit wenig Plan von recht jungen Modehunden oder armen geschundenen Auslandsseelen (O-Ton: Ich habe einen Australian Shepherd, weil ich Australien so liebe und mein Red Merle Aussie einen weißen Fleck in Form von Australien auf dem Bauch hat). Man trifft sich, plauscht, die Hunde mobben sich im Pulk. Die Gruppe wandert langsam einmal im Kreis.
- Die Windhunde (bei uns irgendwie recht häufig), die auf die Wiese schießen und erstmal wahllos alle Krähen, Spatzen und Raubvögel auf der Wiese und den umliegenden Feldern blindlings nachjagen. Das ist wie Flipper. Hund rennt zum Schwarm, der fliegt auf, nächster Reiz, Hund rennt hin....
- Der kleine runzlige Opa mit seinem nicht ganz so koscheren 50kg Rottweiler Rüden. Opi spricht in einer Art hypnotisierenden Singsang beruhigend auf den Rotti ein. Leine ist eh nicht dran, er könnte den Hund niemals halten. Geht das Gegenüber nicht auf die Provokationen ein, trottet der dicke Rotti Opa auch mal nach.
- Liebe Hundebesitzer, die ihrem Hund zur Auslastung mit so einer Schleuder den Ball werfen. Vorzugsweise in andere Hundegruppen rein. Erst freut man sich, wenn man selbst oder der Hund nicht abgeworfen wird. Und dann rennt der völlig fertige Border ins Gassigrüppchen rein und beißt alles ab, was seinem Ball zu nahe kommt. Dasselbe gibt's nochmal mit Frisbee.
- Sehr beliebt ist auch die Leckerli-Fraktion. Man geht einfach spazieren, die Hunde gehen total super an allen vorbei und dann: Hund passiert Mensch, Mensch sagt "Na du Süßer" und zack, verschwindet eine undefinierbare Menge undefinierbaren Futters im Hund. Weil man doch mit ihm befreundet sein will..
Ich mag Hundewiesen. Vorzugsweise in der Woche um 11Uhr bei Regen außerhalb der Ferienzeit
Ne mal im Ernst, das ist das absolute Grauen für mich. Ich kann es nicht leiden und meine Hunde auch nicht. Da sollen bitte alle Herrchen und Frauchen zum Hallosagen und Gruppenkuscheln und total niedlichen Spielen hin. Dann treffen wir abseits im Wald oder in den Feldern 5 Fahrminuten weiter keine Leute oder nur welche, die ihre Hunde ordentlich vorbeiführen.
you make my day....ich kenne die auch alle....
Das rot markierte ist natürlich Quatsch: Border müssen beschäftigt werden, die sind so intelligent! Deshalb MUSS man Bällchen werfen, das ist so eine intelligente Aufgabe für die...und wenn die sich dann hinlegen und andere wegbeissen, sind sie eben noch nicht richtig ausgelastet.....
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